Die Chancen, dass die Fed in naher Zukunft die Zinsen anhebt, sind sprunghaft angestiegen – hier erfahren Sie, warum und was Sie wissen müssen

In den USA stieg die Inflation im April über den Erwartungen auf 3,8 % im Jahresvergleich, getrieben durch steigende Energiepreise aufgrund des Iran-Konflikts. Steigende Kraftstoffpreise führten auch zu höheren Transport-, Lebensmittel- und Herstellungskosten, was Bedenken hinsichtlich eines breiteren Inflationsdrucks auf die Wirtschaft aufkommen ließ.
Den Daten zufolge ist der durchschnittliche Benzinpreis von 3,14 US-Dollar im letzten Jahr auf etwa 4,50 US-Dollar gestiegen. US-Präsident Donald Trump hat unterdessen seine Unterstützung für die vorübergehende Aussetzung der Bundesbenzinsteuer zum Ausdruck gebracht, um den Druck auf die Autofahrer zu verringern. Steigende Energiekosten sollen die Verbraucherausgaben schwächen und die Märkte dazu veranlassen, die Erwartungen hinsichtlich der Zinspolitik der Fed neu zu bewerten. Im Prognosemarkt ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen vor Juli 2027 anhebt, auf 53 Prozent gestiegen. Da bis zum nächsten geldpolitischen Zyklus noch etwa 49 Tage verbleiben, sind sich die Anleger Berichten zufolge uneinig darüber, ob die Fed früher als erwartet handeln wird oder lieber länger warten wird.
Eine Grafik, die die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed vor Juli 2027 zeigt.
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Andererseits wurde festgestellt, dass die Inflation zum ersten Mal seit fast drei Jahren die Lohnsteigerungen übertraf. In den letzten 12 Monaten stiegen die Verbraucherpreise um 3,8 Prozent, während die Lohnsteigerungen bei 3,6 Prozent blieben. Diese Situation soll die Kaufkraft der amerikanischen Arbeiter untergraben. Eine Grafik zum Vergleich der Inflationsrate und der Lohnsteigerungen in den USA. Gelb = Inflation, Blau = Lohnsteigerungsrate.
Austan Goolsbee, ein Beamter der Federal Reserve, erklärte ebenfalls, dass die VPI-Daten für April schlechter ausgefallen seien als erwartet. Goolsbee stellte fest, dass der negativste Aspekt des Berichts die starke Entwicklung der Dienstleistungsinflation sei.
*Dies ist keine Anlageberatung.