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Charles Hoskinson kritisiert Klage gegen ruhende Bitcoin-Wallets

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Charles Hoskinson kritisiert Klage gegen ruhende Bitcoin-Wallets

Cardano-Gründer Charles Hoskinson hat eine Klage in New York kritisiert, in der es um den legalen Besitz tausender ruhender Bitcoin-Wallets geht.

Der Fall hat Aufmerksamkeit erregt, weil er prüft, ob Inaktivität in einer selbstverwalteten Wallet nach staatlichem Recht als verlassenes Eigentum behandelt werden kann.

Klage in New York richtet sich gegen ruhende Bitcoin-Wallets

Ein Kläger mit dem Namen Noah Doe reichte die Klage am 1. Mai 2026 beim Obersten Gerichtshof des Staates New York ein. In der Klage wird das Gericht aufgefordert, den Besitz von 39.069 ruhenden Bitcoin-Wallet-Adressen anzugeben.

Laut Berichten zur Akte behauptet der Kläger, er habe einen Algorithmus verwendet, um Wallets zu identifizieren, die seit mindestens fünf bis sechs Jahren keine Aktivität gezeigt hätten. Die Adressen wurden später dem NYPD als Fundstücke gemeldet.

Die Klage beruft sich auf Artikel 7-B des New Yorker Gesetzes über persönliches Eigentum, der sich mit gefundenem und zurückgelassenem Eigentum befasst. In der Beschwerde heißt es, dass Mitteilungen über OP_RETURN-Nachrichten, eine öffentliche Webseite und eine Pressemitteilung gesendet wurden.

Einige Wallets wurden aus der Liste entfernt, nachdem sie On-Chain-Aktivitäten zeigten. Die übrigen Adressen hätten innerhalb der Kündigungsfrist nicht geantwortet, heißt es in der Behauptung.

Hoskinson kritisiert den Rechtsanspruch

Hoskinson reagierte scharf auf X, nachdem der Fall über Krypto-Konten verbreitet wurde. Er schrieb: „Hey, du hast das Bargeld zu lange in deinem Safe gelassen. Ich will es!“

Hey, du hast das Bargeld zu lange in deinem Safe gelassen. Ich will es! Gib mir, gib, gib mir. Anwälte sind weiterhin der Abschaum der Welt https://t.co/BhpIve2dH3

– Charles Hoskinson (@IOHK_Charles) 27. Mai 2026

Er schrieb auch: „Anwälte sind weiterhin der Abschaum der Erde.“ Seine Kommentare spiegelten die starke Besorgnis von Teilen des Kryptomarktes darüber wider, ob ruhende Wallets wie vergessene Bankkonten behandelt werden können.

In der Klage wird nicht behauptet, dass der Kläger über die privaten Schlüssel zu den Wallets verfügt. Das ist wichtig, weil Bitcoin ohne die korrekte kryptografische Signatur nicht verschoben werden kann.

Selbst wenn ein Gericht eine Eigentumsanordnung erlassen würde, würde das Netzwerk die Münzen nicht selbst übertragen. Ein Urteil könnte zwar einen Rechtsanspruch begründen, würde den Bitcoin aber nicht freischalten.

Sorgerechtsfrage geht vor Gericht

Die zentrale Frage ist, ob ein selbstverwahrtes Bitcoin-Wallet als verlassen erklärt werden kann, weil es jahrelang nicht bewegt wurde. Viele langjährige Bitcoin-Inhaber bewahren ihre Münzen aus Sicherheitsgründen unberührt im Kühlhaus auf.

Das unterscheidet den Fall von einem Bankkonto oder einem Wechselkonto. Diese Systeme verfügen über Depotbanken, Kontounterlagen und rechtliche Verfahren für die Ruhephase. Bitcoin-Wallets existieren außerhalb dieser Struktur.

Wie crypto.news zuvor berichtete, könnten die aufgeführten Wallets etwa 3,7 Millionen BTC enthalten, was bei aktuellen Preisen einem Wert von fast 285 Milliarden US-Dollar entspricht. Berichten zufolge enthält die Liste Adressen, die mit Satoshi Nakamoto und dem Mt. Gox-Hacker in Verbindung stehen.

In demselben Bericht wurde darauf hingewiesen, dass bei rechtlichen Hinweisen möglicherweise technische Fragen auftreten, da einige alte Wallet-Guthaben in älteren Skriptformaten vorliegen. Dies könnte Teil des Streits werden, wenn das Gericht prüft, ob die Mitteilung gültig war.

Die Eigentumsrechte von Bitcoin stehen vor einer neuen Prüfung

Der Fall kommt zu einer Zeit, in der US-Gesetzgeber weiterhin über den Besitz, die Verwahrung und die Marktregeln digitaler Vermögenswerte debattieren. Jüngste politische Vorschläge befassen sich auch mit dem Recht, digitale Vermögenswerte zu besitzen, zu übertragen und selbst zu verwahren.

Befürworter eines strengen Selbstverwaltungsschutzes argumentieren, dass die Inaktivität der Brieftasche nicht ausreichen sollte, um Verlassenheit zu zeigen. Sie sagen, dass Besitzer Bitcoin möglicherweise viele Jahre lang halten, ohne Transaktionen durchzuführen.

Die Klage bleibt vorerst ein Rechtsanspruch und kein Urteil. Das Gericht hat Noah Doe nicht zum Besitzer der Wallets oder der damit verbundenen Bitcoins erklärt.

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