Deadline für Clarity Act: Der CEO von Galaxy ist zuversichtlich, sein eigener Forscher gibt eine 50/50-Chance

Die Dynamik rund um den US-amerikanischen CLARITY Act bleibt ungewiss, aber Mike Novogratz, CEO von Galaxy Digital, sagt, dass der lange aufgeschobene Gesetzentwurf im Mai umgesetzt und möglicherweise im Juni in Kraft treten könnte.
Im Gespräch mit Anthony Scaramucci blieb Novogratz trotz der jüngsten Rückschläge positiv. „Das wird also erledigt sein. Es wird wahrscheinlich im Mai fertig sein“, sagte er und fügte hinzu, dass die Gesetzgebung sowohl für die politischen Parteien als auch für den breiteren Kryptomarkt „äußerst wichtig“ sei.
Verzögerungen wecken Zweifel, der Zeitplan wird enger
Das Update folgt auf eine schwache Woche in Washington, in der der Bankenausschuss des Senats es versäumte, eine wichtige Anhörung zur Preiserhöhung anzusetzen. Die Erwartungen, dass der Gesetzentwurf im April verabschiedet würde, haben sich nun auf Mai verschoben.
Selbst innerhalb von Galaxy Digital bleibt die Unsicherheit bestehen. Forschungsleiter Alex Thorn beziffert die Chancen auf einen Durchgang im Jahr 2026 mit etwa 50 %. Er warnte: „Wenn der Aufschlag über Mitte Mai hinaus sinkt, werden die Chancen stark sinken.“
Auch Senatorin Cynthia Lummis wies auf ein enger werdendes Zeitfenster hin und erklärte: „Dies ist unsere letzte Chance, den Clarity Act bis mindestens 2030 zu verabschieden.“
Warum der Gesetzentwurf wichtig ist
Der CLARITY Act zielt darauf ab, einen klaren Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte in den USA zu schaffen, worauf die Branche seit langem drängt.
„Es gibt achteinhalb Milliarden Menschen … wahrscheinlich haben fünfeinhalb Milliarden keinen Zugang zu unseren Finanzprodukten“, sagte Novogratz und fügte hinzu, dass Kryptowährungen globale Benutzer über mobile Geldbörsen mit der US-Wirtschaft verbinden könnten.
Er verwies auch auf die Tokenisierung und schlug vor, dass Unternehmen wie Google und SpaceX irgendwann als digitale Vermögenswerte für Investoren auf der ganzen Welt angeboten werden könnten.
Marktkräfte erhöhen die Dringlichkeit
Novogratz wies auch auf die Verknappung des Bitcoin-Angebots hin. Das von Michael Saylor unterstützte Unternehmen Strategy kaufte kürzlich über 34.000 $ BTC in einer einzigen Woche und übertraf damit bei weitem die rund 6.300 $ BTC, die wöchentlich geschürft wurden.
Dieses Ungleichgewicht, gepaart mit der Tatsache, dass langfristige Inhaber ihre Positionen halten, erhöht den Druck auf das Angebot und treibt das institutionelle Interesse voran.
Trotz parteiübergreifender Unterstützung verlangsamen Meinungsverschiedenheiten, insbesondere hinsichtlich der Stablecoin-Renditen, weiterhin den Fortschritt. Der Mai bleibt vorerst das Schlüsselfenster. Wenn der Gesetzgeber nicht bald handelt, könnte es beim CLARITY Act zu weiteren Verzögerungen kommen.