Die Erholung von Kupfer zu Gold löst neue Diskussionen auf dem Altcoin-Markt aus

Das Kupfer-zu-Gold-Verhältnis verzeichnete eine Erholung, was zu einer erneuten Diskussion unter Kryptomarktanalysten über die Überwachung der Zusammenhänge zwischen makroökonomischen Indikatoren und der Leistung digitaler Vermögenswerte führte. Die Marktteilnehmer konzentrierten sich auf den Schritt, nachdem Analyst Michaël van de Poppe sagte, das Verhältnis könne auf eine steigende Nachfrage der Anleger nach risikosensitiven Vermögenswerten, einschließlich Kryptowährungen und Altcoins, hinweisen.
Die vom Analysten geteilten TradingView-Daten zeigten, dass das Kupfer-zu-Gold-Verhältnis nahe bei 0,00141 lag, nachdem es während der Sitzung um 8,24 % gestiegen war. Trotz des Anstiegs blieb der Trend nach einem anhaltenden Rückgang, der sich von 2022 bis 2026 erstreckte, unter seinem langfristigen gleitenden Durchschnitt.
Das Diagramm zeigte auch, dass sich der Relative Strength Index (RSI) von einem nahezu überverkauften Niveau in Richtung neutralem Bereich bewegte. Das Handelsvolumen nahm während der Erholung zu, was auf eine größere Beteiligung während der jüngsten Aufwärtsbewegung hindeutet.
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Analysten vergleichen den Kupfertrend mit der $ETH/$BTC-Struktur
Van de Poppe verglich das Kupfer-zu-Gold-Verhältnis mit dem Handelspaar $ETH/$BTC und stellte fest, dass beide Diagramme ähnliche langfristige Strukturen zeigten. Seinen Kommentaren zufolge erholte sich Gold im letzten Quartal 2025 stark, während Kupfer nach einem mehrjährigen Abschwung weiterhin unter Druck blieb.
Er wies darauf hin, dass Kupfer nach fast fünf Jahren der Schwäche nun begonnen habe, gegenüber Gold zu steigen. Der Analyst gab an, dass die Dauer des Kupferabschwungs weitgehend mit der Zeit übereinstimmte, in der viele Altcoins schlechter abschnitten als Bitcoin.
Van de Poppe fügte hinzu, dass die Stärke von Kupfer auf veränderte Marktbedingungen hinweisen könnte, die mit dem breiteren Konjunkturzyklus und der Positionierung der Anleger gegenüber risikobehafteten Vermögenswerten zusammenhängen. Er erklärte auch, dass er kurzfristig keine signifikante Korrektur erwarte und stattdessen mit einem anhaltenden Aufwärtstrend in den nächsten ein bis zwei Monaten rechnet.
Engpässe bei der Kupferversorgung stützen weiterhin die Preise
Analysten wiesen auch darauf hin, dass die starke Preisentwicklung von Kupfer in den letzten 12 Monaten mit Zuwächsen von über 40 % ein weiterer Beleg für die Verbesserung der Risikostimmung sei. Sie brachten den Anstieg mit verbesserten Lieferbedingungen, geringeren chinesischen Lagerbeständen und einer wachsenden Nachfrage aus Rechenzentren und der Infrastruktur für künstliche Intelligenz in Verbindung.
JPMorgan erklärte, dass Produktionsherausforderungen den Druck auf die weltweite Kupferversorgung erhöht hätten. Die Bank verwies auf eine verringerte Produktion in der Grasberg-Mine in Indonesien nach einem tödlichen Erdrutsch und auf eine Herabstufung der Produktionsprognosen in der Quebrada Blanca-Mine in Chile.
Auch die Nachfrage aus der Herstellung von Elektrofahrzeugen, dem Ausbau des Stromnetzes und der Infrastruktur für saubere Energie stützte den Kupferverbrauch weiterhin. Dem Kobeissi-Brief zufolge stiegen Chinas Exporte im April gegenüber dem Vorjahr um 14 %, was vor allem auf Lieferungen sauberer Technologien zurückzuführen ist, die einen erheblichen Kupferverbrauch erfordern.
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