Krypto-Gründer erklärt, warum die „Altcoin-Saison“ möglicherweise nicht mehr so zurückkehrt wie früher

Der Kryptosektor befindet sich nach sechs Jahren des Niedergangs in einer strukturellen Krise, in der Bewertungen von 4 Billionen US-Dollar einen Mangel an tatsächlichem Kapitalzufluss verbargen.
Projekte mit gesperrten Vorräten von bis zu 90 % ermöglichten es Teams und Insidern, Preise zu manipulieren und aktuellen Kleinanlegern Liquidität zu entziehen.
Der Altcoin-Saisonindex liegt derzeit bei 41 Punkten und ist damit weit von dem im September 2025 erreichten Höchststand von 78 entfernt.
Der Mitbegründer von Glyde, bekannt als Sweep, warnte eindringlich hinsichtlich der Zukunft der Altcoin-Saison. Der Experte erklärte, dass die Probleme des Sektors nicht makroökonomischer Natur seien, sondern vielmehr strukturelle Verteilungsmängel seien.
Altcoins kommen nicht zurück und das hat nichts mit Makro zu tun. Die Branche liegt seit 6 Jahren im Sterben und dieser Zyklus war die endgültige Verteilung
Die Blase lag nicht im Preis, sondern in der Bewertung. Jede Zahl, die Sie in diesem Zyklus gesehen haben, war eine Lüge und die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung bei…
– Sweep (@0xSweep) 19. April 2026
Marktkapitalisierungszahlen von 4 Billionen US-Dollar sind laut Sweep eine Illusion, die durch gesperrte Vorräte und manipulierte Preise entsteht. Das echte Geld, das in das Ökosystem gelangt ist, stellt nur einen Bruchteil der offiziell gemeldeten Werte dar.
Ein Token mit einer Marktkapitalisierung von 2 Milliarden US-Dollar und nur 5 % Streubesitz besitzt nur einen handelbaren Wert von 100 Millionen US-Dollar. Der Rest ist Teaminventar, das ständig einen Preisdruck nach unten ausübt.
Die technische Analyse zeigt, dass das Fördermuster mit Starts beginnt, bei denen 90 % des Angebots gesperrt bleiben. Dies ermöglicht die Darstellung massiver vollständig verwässerter Bewertungen (FDV), die nicht der tatsächlichen Liquidität in den Büchern entsprechen.
Anschließend nutzen Market Maker Kredite und Optionen, um künstliche Bewegungen in dünnen Auftragsbüchern zu erzeugen. Diese Taktik zielt darauf ab, Einzelhandelsliquidität anzuziehen, bevor Teams während Rallyes ihre Positionen verkaufen.
Extraktionstechnik und Erschöpfung der Investoren
Der Prozess gipfelt in einer Phase, in der Leerverkäufer dazu verleitet werden, negative Finanzierungszinsen zu zahlen. Auf diese Weise erheben Protokolle Gebühren von genau den Händlern, die versuchen, gegen die Überbewertung zu wetten.
Da in Aufschwungsphasen unterstützendes Kapital verkauft wird, können sich Projekte nach Abstürzen nicht erholen. Dieser Mangel an Erholung unterscheidet den aktuellen Zyklus von historischen Bullenmärkten.
Der aktuelle Altcoin-Saisonindex zeigt eine leichte Erholung gegenüber dem Tief von 12 im April 2025. Die Dominanz von Bitcoin bleibt jedoch die vorherrschende Kraft in der digitalen Finanzlandschaft.
Trotz der Krise verzeichneten bestimmte Vermögenswerte wie SIREN und DEXE Zuwächse von bis zu 872 %. Diese Ausnahmen bestätigen, dass das Kapital nun nach sehr spezifischen Nischen sucht, statt nach einem allgemeinen Aufschwung.
Sweep behauptet, dass dieser Zusammenbruch eine notwendige Sanierung des Krypto-Ökosystems darstellt. Nur die Abschaffung dieser extraktiven Modelle wird eine echte Erholung ermöglichen, die auf Nutzen und realem Kapital und nicht auf Technik basiert.
Historisch gesehen bevorzugen Altcoin-Strukturen Insider gegenüber der Öffentlichkeit. Das Ende der traditionellen Altcoin-Saison ebnet den Weg für eine Phase größerer Transparenz und Reife auf den Märkten.