Einbruch der Kryptowährung: Das Bitcoin-Transaktionsvolumen ist seit dem Höhepunkt des letzten Jahres um fast die Hälfte gesunken

Inhaltsverzeichnis Die On-Chain-Aktivität von Bitcoin ist im Vergleich zum Höhepunkt des Bullenmarktes 2021 deutlich zurückgegangen. Aktive Adressen und die Erstellung neuer Wallets sind gegenüber ihren Höchstständen im Mai 2021 jeweils um etwa 43–44 % zurückgegangen. Unterdessen bleibt der Preis von Bitcoin für einen Großteil des aktuellen Zyklus deutlich über dem Niveau von 2021. Analysten weisen darauf hin, dass institutionelle Anlageinstrumente und passive Langzeitinhaber die Schlüsselfaktoren für diese Veränderung im Netzwerkverhalten sind. Laut Santiment Intelligence gab es im Mai 2021 bei Bitcoin durchschnittlich etwa 1,12 Millionen aktive Adressen pro Tag. Diese Zahl ist seitdem auf etwa 624.000 aktive Adressen pro Tag gesunken. Die Erstellung neuer Wallets verlief ähnlich und ging von fast 489.000 pro Tag auf etwa 278.000 zurück. 📉 Die Netzwerkaktivität von Bitcoin sieht heute ganz anders aus als auf dem Höhepunkt des Bullenmarktes 2021. Im Mai 2021 verzeichnete das Bitcoin-Netzwerk durchschnittlich etwa 1,12 Millionen aktive Adressen pro Tag und es wurden täglich fast 489.000 neue Wallets erstellt. Heute sind diese Zahlen auf … pic.twitter.com/RK6wMoMfA8 – Santiment Intelligence (@SantimentData) 1. Juni 2026 gesunken. Diese beiden Kennzahlen werden von Analysten, die den Netzwerkzustand verfolgen, genau beobachtet. Aktive Adressen spiegeln wider, wie viele eindeutige Teilnehmer im Netzwerk Transaktionen durchführen. Durch die Erstellung neuer Wallets, bekannt als Netzwerkwachstum, werden zum ersten Mal Adressen verfolgt, die mit Bitcoin interagieren. Der Rückgang fällt dadurch ins Auge, dass sich der Bitcoin-Preis weitgehend über den Höchstständen von 2021 gehalten hat. Normalerweise ziehen höhere Preise tendenziell mehr Einzelhandelsteilnehmer in das Netzwerk. In diesem Zyklus ist der erwartete Anstieg neuer Benutzer jedoch in der Kette nicht eingetreten. Eine Erklärung ist der Aufstieg von Spot-Bitcoin-ETFs und anderen institutionellen Produkten. Diese Vehikel ermöglichen es Anlegern, sich in Bitcoin zu engagieren, ohne Münzen in der Kette zu verschieben oder neue Wallets zu eröffnen. Infolgedessen führen Preisbewegungen nicht mehr direkt zu einem Aktivitätswachstum in der Kette. Santiment wies darauf hin, dass auch eine anhaltende Seitwärtsbewegung der Preise ein Faktor sei. Historisch gesehen löst Volatilität – in beide Richtungen – tendenziell einen Anstieg der Aktivitäten in der Kette aus. Da sich die Märkte seitwärts bewegten und sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf Aktien und Edelmetalle verlagerte, blieb die Bitcoin-Aktivität gedämpft. Um den kurzfristigen Druck noch zu erhöhen, gab Michael Saylors Strategy kürzlich den ersten Bitcoin-Verkauf seit etwa 3,5 Jahren bekannt. Laut Bull Theory verkaufte das Unternehmen 32 BTC im Wert von rund 2,5 Millionen US-Dollar, was Bitcoin kurzzeitig unter 72.000 US-Dollar drückte. Eilmeldung: Bitcoin ist gerade unter 72.000 US-Dollar gefallen, nachdem Michael Saylors Strategie seinen ersten Bitcoin-Verkauf seit 3,5 Jahren bekannt gegeben hat. Im Dezember 2022 verkaufte Strategy 704 BTC, um einen Steuerverlust zu realisieren, und kaufte dann nur zwei Tage später 810 BTC zurück. Bei diesem Verkauf handelt es sich um 32 BTC im Wert von 2,5 Millionen US-Dollar.… https://t.co/GinHgjH3zX pic.twitter.com/Fi3NskkIy1 – Bull Theory (@BullTheoryio) 1. Juni 2026 Der Verkauf erregte angesichts der Geschichte von Strategy als einer der größten Unternehmensinhaber von Bitcoin Aufmerksamkeit. Das Unternehmen hält immer noch 843.706 BTC, was etwa 4 % des gesamten Bitcoin-Angebots entspricht und für etwa 63,86 Milliarden US-Dollar gekauft wurde. Saylor hatte zuvor erklärt, dass Strategy Bitcoin verkaufen könnte, um Dividenden zu finanzieren, fügte jedoch hinzu, dass es für jeden verkauften Bitcoin 20 BTC kaufen würde. Zum Vergleich: Strategy verkaufte im Dezember 2022 704 BTC aus steuerlichen Verlustgründen und kaufte dann nur zwei Tage später 810 BTC zurück. Der jüngste Verkauf scheint im Vergleich zu den Gesamtbeständen des Unternehmens und der langfristigen Akkumulationsstrategie geringfügig zu sein.