Die Kryptowährung übersteigt die Marke von 79.000 US-Dollar, während Spekulationen über einen bevorstehenden diplomatischen Durchbruch zwischen Washington und Teheran ausgelöst werden

Bitcoin durchbrach am Mittwochmorgen die Marke von 79.000 US-Dollar, da Händler darauf wetten, dass eine neue Runde der US-Iran-Diplomatie die geopolitischen Spannungen lindern könnte, die die Märkte seit Monaten erschüttern.
Der Schritt trieb die Preise auf ein Niveau, das seit Anfang Februar nicht mehr erreicht wurde, bevor sich die Lage im Nahen Osten zuspitzte.
Laut der New York Post sollen die Friedensgespräche über den Iran-Krieg bereits am Freitag in Pakistan wieder aufgenommen werden. Dabei zitierte sie Donald Trump, der sagte, Steve Witkoff werde zusammen mit Jared Kushner eine neue Verhandlungsrunde in Islamabad leiten.
Der Iran hat jedoch zurückgedrängt und erklärt, dass er aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Forderungen der USA und fortgesetzter militärischer Maßnahmen nicht teilnehmen werde.
Die Situation in der Straße von Hormus eskaliert weiter, nachdem die USA kürzlich gegen einen iranischen Tanker interveniert haben und iranische Angriffe auf Schiffe gemeldet wurden. Während Trump weiterhin optimistisch ist, eine Einigung zu erzielen, wiederholte er auch seine Drohungen mit einer militärischen Eskalation, falls Iran die Bedingungen ablehnt, da ein vorübergehender Waffenstillstand bald ausläuft.
Der Hintergrund geht auf den Februar zurück, als die Spannungen zwischen den USA und dem Iran stark eskalierten. Militärangriffe und die Schließung der Straße von Hormus ließen die Rohölpreise in die Höhe schnellen und Risikoanlagen einbrechen.
Bitcoin fiel auf etwa 60.000 US-Dollar, da Anleger Sicherheit suchten. Die 32-prozentige Erholung seit diesen Tiefstständen ist auf ein allmähliches Auftauen der diplomatischen Beziehungen und der darauf folgenden institutionellen Gelder zurückzuführen.
Ein Waffenstillstand Anfang April markierte den Wendepunkt, als die ETF-Zuflüsse zunahmen, als die traditionellen Finanzakteure zu dem Schluss kamen, dass das Schlimmste überstanden sei.
Die jüngste Rallye von Bitcoin spiegelt eine Wette der Diplomatie wider. Sollten die Gespräche ins Stocken geraten oder scheitern, könnten sich die gleichen institutionellen Ströme, die die Preise in die Höhe getrieben haben, schnell umkehren.
Die Geldpolitik ist jetzt ein zusätzlicher Joker, da die Inflation immer noch hoch ist und die Ölpreise nach den Spannungen in Hormuz unruhig sind, was die Reaktion der Märkte auf globale Entwicklungen erschwert.