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Laut Tiger Research verlagern sich die DeFi-Kapitalströme hin zu institutionellen Vermögenswerten

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Laut Tiger Research verlagern sich die DeFi-Kapitalströme hin zu institutionellen Vermögenswerten

Ein neuer Bericht des asiatischen Web3-Forschungs- und Beratungsunternehmens Tiger Research zeigt eine bemerkenswerte Verschiebung der Kapitalallokation im dezentralen Finanzsektor (DeFi). Nach Angaben des Unternehmens verlagern sich die Fonds zunehmend von hochverzinslichen Vermögenswerten hin zu niedriger verzinslichen, institutionenfreundlichen Alternativen wie USYC und sUSDS. Dieser Trend erfolgt vor dem Hintergrund eines starken Rückgangs des Angebots an sUSDe, einem renditeträchtigen Token aus dem Ethena-Protokoll.

Auswahlkriterien entwickeln sich über APY hinaus

Der Bericht betont, dass diese Bewegung keinen umfassenden Kapitalabfluss aus dem DeFi-Markt darstellt. Stattdessen spiegelt es eine Veränderung in der Art und Weise wider, wie Anleger digitale Vermögenswerte bewerten. Laut Tiger Research ist die jährliche prozentuale Rendite (APY) nicht mehr der Hauptfaktor bei der Auswahl von Vermögenswerten. Dem Potenzial eines Vermögenswerts für die Verwendung als Sicherheit, die Integration in Sparprodukte oder die Verwendung in institutionellen Reserven wird immer mehr Bedeutung beigemessen.

Diese Verschiebung deutet darauf hin, dass der Markt reifer wird und die Teilnehmer Stabilität und Nutzen über reine Renditen stellen. Der Bericht stellt fest, dass Vermögenswerte wie USYC und sUSDS gerade deshalb an Bedeutung gewinnen, weil sie eine geringere Volatilität und klarere Wege für die institutionelle Nutzung bieten.

Ethenas sUSDe und die Rolle von Institutionen

Der Bericht widmet der Stabilität von Ethenas sUSDe große Aufmerksamkeit, einem synthetischen Dollar-Token, dessen zirkulierendes Angebot zurückgegangen ist. Tiger Research analysiert die Delta-Neutral-Strategien, die solchen Vermögenswerten zugrunde liegen und die darauf abzielen, einen stabilen Wert bei gleichzeitiger Erzielung von Erträgen zu erhalten. Das Unternehmen untersucht auch die Rolle von Real-World Assets (RWAs) bei der Bereitstellung einer vorhersehbareren Grundlage für renditeträchtige Stablecoins.

Als Schlüsselfaktor für diese Entwicklung wird die institutionelle Beteiligung identifiziert. Während traditionelle Finanzinstitute das Risiko digitaler Vermögenswerte erkunden, verändert ihre Präferenz für Vermögenswerte mit etablierten Sicherheitenrahmen und transparenten zugrunde liegenden Mechanismen die Marktdynamik. Dies steht im Gegensatz zu früheren DeFi-Zyklen, in denen die Einzelhandelsnachfrage nach hohen APY oft dominierte.

Was das für den breiteren Markt bedeutet

Für alltägliche DeFi-Teilnehmer bedeutet dieser Trend eine mögliche Verringerung der Verfügbarkeit von Möglichkeiten für ultrahohe Renditen. Es deutet jedoch auch auf eine gesündere und nachhaltigere Marktstruktur hin. Der Fokus auf rücklagentaugliche Vermögenswerte und Sparprodukte steht im Einklang mit dem langfristigen Ziel, digitale Vermögenswerte in das globale Finanzsystem zu integrieren. Anleger sollten beobachten, wie Protokolle wie Ethena ihre Angebote an institutionelle Standards anpassen, da dies wahrscheinlich die nächste Phase des DeFi-Wachstums beeinflussen wird.

Fazit

Die Ergebnisse von Tiger Research verdeutlichen einen entscheidenden Moment für den DeFi-Sektor. Die Kapitalbewegung hin zu institutsfreundlichen Vermögenswerten unterstreicht eine Verlagerung der Prioritäten von der spekulativen Rendite hin zur praktischen Nützlichkeit und Stabilität. Da sich der Markt weiter entwickelt, wird die Fähigkeit renditeträchtiger Stablecoins, als zuverlässige Sicherheiten und Reservevermögen zu dienen, von entscheidender Bedeutung sein. Dieser Bericht bietet einen wertvollen Kontext zum Verständnis der sich verändernden Landschaft der Investitionen in digitale Vermögenswerte.

FAQs

F1: Was sind USYC und sUSDS? USYC und sUSDS sind renditebringende Stablecoin-Assets, die auf geringere Volatilität und größere institutionelle Kompatibilität ausgelegt sind. Sie generieren Renditen durch zugrunde liegende reale Vermögenswerte oder Delta-neutrale Strategien und bieten eine stabilere Alternative zu hochrentierlichen DeFi-Tokens.

F2: Warum nimmt das Angebot an sUSDe ab? Das Angebot an sUSDe, das durch das Ethena-Protokoll ausgegeben wird, ist zurückgegangen, da das Kapital in Vermögenswerte verlagert wird, die als institutsfreundlicher gelten. Tiger Research stellt fest, dass dies eher auf eine umfassendere Verschiebung der Auswahlkriterien als auf einen Vertrauensverlust in das Protokoll selbst zurückzuführen ist.

F3: Wie wirkt sich diese Verschiebung auf reguläre DeFi-Investoren aus? Normale Anleger sehen möglicherweise weniger Möglichkeiten für extrem hohe Renditen, aber der Markt wird stabiler und weniger anfällig für extreme Volatilität. Vermögenswerte, bei denen der Nutzen der Sicherheiten und die Eignung der Reserven im Vordergrund stehen, bieten eine sicherere Grundlage für die langfristige Teilnahme an DeFi.

Laut Tiger Research verlagern sich die DeFi-Kapitalströme hin zu institutionellen Vermögenswerten