Entwickler geben bekannt: Großes Ethereum-Update schreitet schneller voran als erwartet und könnte früher eintreffen

Die Entwicklung des lang erwarteten „Glamsterdam“-Upgrades im Ethereum-Netzwerk beschleunigt sich, mit dem Ziel, das Update im ersten Halbjahr 2026 im Mainnet bereitzustellen.
Der neueste technische Bericht der Ethereum Foundation zeigt, dass die Kernziele des Upgrades weitgehend erreicht wurden. Nach Angaben der Entwickler wurden im Rahmen des Updates wichtige Schritte wie die Erhöhung des Mindestkonsenslimits auf 200 Millionen Gase, die Gewährleistung eines stabilen Betriebs des ePBS-Prozesses (External Builder) und die Definition der EIP-8037-Parameter erfolgreich abgeschlossen. Darüber hinaus arbeitet die überwiegende Mehrheit der Netzwerk-Clients weiterhin stabil im Testnetz.
Dem Plan zufolge könnte das Glamsterdam-Upgrade etwa im Juni 2026 im Mainnet aktiv werden. Dieses Update gilt als die größte Leistungssteigerung seit dem Ethereum Merge-Event. Mit der Modernisierung wird die Blockgasgrenze von derzeit 60 Millionen auf 200 Millionen erhöht. Es wird theoretisch erwartet, dass dieser Anstieg die Transaktionskapazität des Netzwerks auf 10.000 TPS erhöht.
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Um das Datenwachstum und die Belastung der Knoten, die mit der erhöhten Kapazität einhergehen, auszugleichen, werden auch erhebliche architektonische Änderungen im System implementiert. Dazu gehören der Einsatz der Verkle Trees-Struktur und ein „State Exunging“-Mechanismus. Dadurch werden Daten, die älter als ein Jahr sind, von den Knoten entfernt und diese Daten in dezentralen Speicherlösungen und Archivknoten gespeichert. Ziel ist es, die Hardwareanforderungen der Validatorknoten unter Kontrolle zu halten. Darüber hinaus wird das System um einen grundlegenden Kostenausgleichsmechanismus erweitert, um plötzliche Schwankungen der Gasgebühren zu reduzieren.
Es wird erwartet, dass dieser Skalierungsschritt auch erhebliche Auswirkungen auf das Layer-2-Ökosystem haben wird. Mit der Reduzierung der Datenabwicklungskosten im Mainnet werden die Rollup-Gebühren voraussichtlich um etwa 70 % sinken. Es wird erwartet, dass dadurch der Gebührenwettbewerb zwischen den großen L2-Lösungen, insbesondere Arbitrum, Optimism und Base, zunehmen wird. Analysten gehen davon aus, dass diese Entwicklung die Position von Ethereum als hochsichere Konsensschicht (L1) weiter stärken und gleichzeitig eine zweistufige Architektur stärken wird, in der hochfrequente und kostengünstige Transaktionen auf der L2-Schicht stattfinden.
*Dies ist keine Anlageberatung.