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Ethereum beschreibt detailliert den Devnet-Fortschritt von Glamsterdam und die Änderung der Hegotá-Roadmap

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Ethereum beschreibt detailliert den Devnet-Fortschritt von Glamsterdam und die Änderung der Hegotá-Roadmap

FOCIL, Verkle Trees und Kontoabstraktions-Upgrades sind nach Hegotá verlagert und haben es Ende 2026 in einen „Cleanup and Hardening“-Fork verwandelt, während Führungswechsel im Ethereum-Protokollcluster die längere Strawmap-Roadmap steuern.

Die Ethereum Foundation hat ein neues Protokoll-Update veröffentlicht, das bestätigt, dass das Glamsterdam-Entwicklungsnetzwerk jetzt online ist und dass die Arbeit an der Hegotá-Skalierbarkeits-Roadmap parallel voranschreitet. In einem Blogbeitrag, der ein Interoperabilitätstreffen im norwegischen Spitzbergen-Archipel zusammenfasst, erläuterten Kernentwickler, wie Änderungen auf der Ausführungsebene wie die Enshrined Proposer-Builder Separation (ePBS), die Neupreisgestaltung von Gas über EIP-8037 und Zensurresistenzfunktionen wie FOCIL in den nächsten beiden Upgrades umgesetzt und nicht in einem Fork zusammengefasst werden.

Glamsterdam Devnet- und ePBS-Status

Auf der Ausführungsseite berichtet die Stiftung, dass ePBS – die externe Proposer-Builder-Trennungsarchitektur von Ethereum (ETH) – jetzt stabil auf einem Glamsterdam-Devnet mit mehreren Clients läuft. Der externe Block-Builder-Prozess hat die End-to-End-Tests abgeschlossen und deckt derzeit „fast alle Client-Implementierungen“ ab. Dadurch können separate Builder-Prozesse Blöcke zusammenstellen, während sich die Antragsteller auf den Konsens konzentrieren, ein wichtiger Schritt bei der Formalisierung der MEV-Lieferkette auf Protokollebene.

Die Entwickler bestätigten außerdem, dass EIP-8037, das die Gaskosten der Staatsbildung erhöht, seinen endgültigen Entwurf erreicht hat und nun im Bal-devnet-6-Testnetzwerk parametrisiert ist. Der Vorschlag führt ein festes Cost_per_State_Byte-Modell ein, das auf ein staatliches Wachstum von etwa 60 GiB pro Jahr bei einem Gasblocklimit von 300 Millionen abzielt, wobei die Kosten für die Vertragsbereitstellung etwa um das Zehnfache und die Erstellung neuer Konten um etwa das 8,5-fache steigen, während eine separate Messung für die Code-Hinterlegung beibehalten wird, sodass große Verträge wie Uniswap-Pools weiterhin einsetzbar sind. Laut der Zusammenfassung der Stiftung haben die kombinierten Ergebnisse von ePBS, BAL-Optimierungsarbeit und EIP-8037-Neupreisgestaltung den Kundenteams einen „vertrauenswürdigen Weg“ für den endgültigen Umfang von Glamsterdam geboten.

Hegotá, FOCIL und die Post-Glamsterdam-Roadmap

Skalierbarkeits- und Zensurresistenzfunktionen, die ursprünglich für Glamsterdam vorgesehen waren, sind jetzt ausdrücklich Teil von Hegotá, dem zweiten großen Upgrade von Ethereum im Jahr 2026. Das Update stellt fest, dass der FOCIL-Prototyp (Fork-choice Inclusion Lists) über eine ausführbare Implementierung verfügt und dass die Anforderungen an die Kontoabstraktion (Scope of Account Abstraction, AA) für Hegotá definiert wurden, wobei die nächste Phase in eine Multi-Client-Devnet-Validierungsphase eintritt. Frühere Mitteilungen der Stiftung und Mitwirkender des Ökosystems erklärten, dass FOCIL aus Glamsterdam verlegt wurde, um eine Verzögerung der Abspaltung zu vermeiden und den Umfang in einem überschaubaren Rahmen zu halten; Hegotá wird außerdem Verkle Trees einführen, um den Knotenspeicherbedarf um bis zu 90 % zu senken und den Weg für zustandslose Clients zu ebnen.

Der aktuelle Entwicklungsschwerpunkt liegt, so heißt es in dem Blog, weiterhin auf der „Abschluss der Glamsterdam-Implementierung“, während gleichzeitig das Design von Hegotá und die anschließende Weiterentwicklung der Strawmap-Routen für längerfristige Roadmap-Elemente weiter vorangetrieben werden. Die Aktivierung des Glamsterdam-Mainnets ist immer noch für die erste Hälfte des Jahres 2026 geplant – wobei das dritte Quartal von einigen Kommentatoren nun als realistischer angesehen wird, nachdem das Soldøgn-Interop-Devnet Anfang Mai abgeschlossen wurde –, während Hegotá als „Bereinigungs- und Optimierungszweig“ Ende 2026 positioniert ist, der technische Schulden in den Datenstrukturen von Ethereum behebt.

Führungswechsel im Ethereum-Protokollcluster

Über den Code hinaus markierte das Svalbard-Interop-Treffen auch eine formelle Führungsumbildung innerhalb des Protokollclusters der Stiftung. Das Update benennt drei neue Führungskräfte: Will Corcoran, der die zkVM-Beweise und die Post-Quanten-Konsensforschung koordinieren wird; Kev Wedderburn, der die zkEVM-Entwicklung leiten wird; und Fredrik, zuständig für Protokollsicherheit und die Initiative „Trillion Dollar Security“.

Die Leiter des Original Protocol Cluster, Barnabé Monnot und Tim Beiko, werden sich nach und nach von ihren Führungspositionen zurückziehen, während der langjährige Forscher Alex Stokes in eine Urlaubsphase geht. Die Stiftung stellt fest, dass die Protokollgruppe im Rahmen der ausgehenden Struktur „die modulare Weiterentwicklung abgeschlossen“ und im Dezember 2025 das Fusaka-Upgrade geliefert hat, das PeerDAS einführte, um die Datenverfügbarkeit zu erhöhen und eine Erhöhung der Gaskapazität des Mainnets ermöglichte, die den Grundstein für Glamsterdam und Hegotá legte.

Der Beitrag endet mit einem bekannten Vorbehalt: Zeitpläne können sich aufgrund der Testnet-Ergebnisse weiterhin ändern, und Benutzer werden daran erinnert, dass upgradebedingte Volatilität – bei Gebühren, MEV-Flows oder Kundenverhalten – Risiken birgt, selbst wenn die Entwicklungs-Roadmap auf dem Papier ordnungsgemäß aussieht.

Ethereum beschreibt detailliert den Devnet-Fortschritt von Glamsterdam und die Änderung der Hegotá-Roadmap