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Ethereum im Wert von mehreren zehn Millionen von Arbitrum Watchdog beschlagnahmt, nachdem Kelp DAO einem Cyberangriff zum Opfer gefallen ist

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cryptonewstrend.com
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Ethereum im Wert von mehreren zehn Millionen von Arbitrum Watchdog beschlagnahmt, nachdem Kelp DAO einem Cyberangriff zum Opfer gefallen ist

In einem schnellen und entschlossenen Schritt ergriff der Arbitrum-Sicherheitsrat drastische Maßnahmen, um Ethereum im Wert von etwa 71 Millionen US-Dollar im Wert von 30.766 ETH zu schützen, indem er ein Notstopp verhängte. Diese entscheidende Maßnahme wurde durch die jüngste Sicherheitsverletzung des Kelp DAO am 19. April ausgelöst und führte zur Ausnutzung der Bridge-Infrastruktur von LayerZero, was zum Diebstahl von 116.500 rsETH führte, einem liquiden Restaking-Token, der die abgesteckten Ethereum-Bestände innerhalb des Protokolls darstellt. Die gesamten finanziellen Auswirkungen dieses Verstoßes werden auf 292 bis 293 Millionen US-Dollar geschätzt.

Aufgrund des schnellen Eingreifens des Rates ist die kompromittierte Adresse, die diese Vermögenswerte ursprünglich kontrollierte, nun nicht mehr in der Lage, auf das eingefrorene Ethereum zuzugreifen. Der Notstopp, der um 23:26 Uhr in Kraft trat. Eastern Time am 20. April wurde mit Unterstützung der Strafverfolgungsbehörden hingerichtet, die wertvolle Einblicke in die Identität der Täter geliefert hatten. Die Maßnahmen des Rates basierten auf einer gründlichen Bewertung der Situation unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren, einschließlich technischer, praktischer, ethischer und politischer Implikationen.

Die gesicherten Gelder machen etwa ein Viertel des gesamten gestohlenen Betrags aus und stellen die bislang bedeutendste einzelne Wiederherstellungsmaßnahme dar. Dieser Schritt hat eine heftige Debatte innerhalb der Kryptowährungs-Community ausgelöst, wobei einige Benutzer Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen dieser Maßnahme auf den dezentralen Charakter von Arbitrum äußerten. Die Entscheidung des Rates, die Vermögenswerte einzufrieren, wurde nicht leichtfertig getroffen, da neun von zwölf von der Gemeinde gewählten Mitgliedern für den Beschluss stimmten.

Griff Green, ein Ratsmitglied, betonte die Schwere ihrer Entscheidung und verwies auf die unzähligen Stunden der Beratung und Debatte, die der Abstimmung vorausgingen. Der Rat hat bestätigt, dass er während des Entscheidungsprozesses eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammengearbeitet hat, um sicherzustellen, dass die Notfallmaßnahme keine Auswirkungen auf andere Benutzer oder dezentrale Anwendungen hat, die im Netzwerk betrieben werden.

Die Notfallmaßnahme hat auch die Spannungen zwischen Kelp DAO und LayerZero verschärft, da beide Parteien die Verantwortung für das Sicherheitsversagen bestreiten. Die Täter hatten gestohlene Kelp-Token als Sicherheit für Kryptowährungskredite auf der Kreditplattform von Aave genutzt und so unbesicherte Schulden im gesamten dezentralen Finanzökosystem erzeugt. Kelp DAO hat Pläne angekündigt, in Zusammenarbeit mit Ökosystemteilnehmern einen Wiederherstellungsfonds einzurichten, um Optionen für die Verlustverteilung und die rechtliche Koordinierung zu prüfen.

Die Möglichkeit, weitere gestohlene Vermögenswerte zurückzugewinnen, hängt von der Geldbewegung des Angreifers ab und davon, ob andere Blockchain-Netzwerke mit vergleichbaren Notfallfähigkeiten sich zum Eingreifen entschließen. Da nun 71 Millionen US-Dollar gesichert sind, werden alle bevorstehenden Verhandlungen über die Verlustverteilung mit dieser teilweisen Rückforderung beginnen, unter Berücksichtigung von Versicherungsansprüchen, Rechtsbehelfen oder Beiträgen der Staatskasse. Der Vorfall erinnert an die Komplexität und Herausforderungen, die mit der Gewährleistung der Sicherheit und Integrität von Blockchain-Netzwerken verbunden sind.