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Die Europäische Zentralbank warnt davor, dass Stablecoins finanzielle Risiken und Herausforderungen mit sich bringen

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Die Europäische Zentralbank warnt davor, dass Stablecoins finanzielle Risiken und Herausforderungen mit sich bringen

Die Europäische Zentralbank hat eine Botschaft an jeden, der Stablecoins baut, hält oder darauf setzt: Wir beobachten und sind nicht beeindruckt.

Am 22. Mai 2026 warnte die EZB die EU-Finanzminister, dass die Ausweitung der Ausgabe von Euro-Stablecoins die Einlagen von Privatkunden schmälern, die Finanzierungskosten für Kreditgeber erhöhen und letztendlich die Fähigkeit der Zentralbank zur Steuerung der Geldpolitik beeinträchtigen könnte.

Lagarde zieht einen Schlussstrich

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat seit Monaten auf diesen Moment hingearbeitet. In einer Rede vom 8. Mai 2026 äußerte sie sich wie gewohnt unverblümt darüber, wo ihrer Meinung nach private Stablecoins in die Finanzhierarchie passen.

„Private Stablecoins können naturgemäß das Währungssystem nicht verankern.“

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Der Financial Stability Review der EZB vom November 2025 hatte bereits konkrete Schwachstellen aufgezeigt. Ganz oben auf der Liste steht das De-Pegging-Risiko, bei dem ein Stablecoin seinen 1:1-Wert mit seiner Referenzwährung bricht. Dies gilt auch für die Konzentration der Reserven, insbesondere in US-Staatsanleihen.

Das Dollarisierungsproblem

An den Dollar gekoppelte Token haben eine weltweite Marktkapitalisierung von über 300 Milliarden US-Dollar. Der USDT von Tether und der USDC von Circle machen zusammen etwa 90 % des gesamten Stablecoin-Angebots aus.

Im Gegensatz dazu liegt der Wert der Euro-Stablecoins im Januar 2026 bei etwa 450 Millionen Euro. Das ist ein Anstieg von nur 50 Millionen Euro zu Beginn des Jahres 2024. Prognosen deuten darauf hin, dass der globale Stablecoin-Markt bis 2028 ein Volumen von 2 Billionen US-Dollar erreichen könnte.

Regulierung, digitale Euro und die Ablehnung von schnellen Lösungen

Die Markets in Crypto-Assets Regulation, bekannt als MiCAR, wurde bis Ende 2024 vollständig umgesetzt, wodurch die EU den meisten großen Jurisdiktionen voraus ist, wenn es darum geht, Stablecoins einem formellen Aufsichtsrahmen zu unterwerfen. Die EZB hat betont, dass eine globale Angleichung unerlässlich ist, um grenzüberschreitende Regulierungsarbitrage zu verhindern.

Das digitale Euro-Projekt schreitet weiter voran, obwohl die EZB klargestellt hat, dass es frühestens 2029 starten wird. Der digitale Euro ist als digitale Währung der Zentralbank konzipiert, die für alltägliche Transaktionen verfügbar ist und direkt durch die EZB und nicht durch das Reserveportfolio eines privaten Unternehmens gedeckt ist.

Das Qivalis-Konsortium, eine Bankeninitiative, die sich auf digitale Zahlungen in Euro konzentriert, wurde auf 37 Banken erweitert. Die EZB hat Vorschläge für kurzfristige Verbesserungen privater Euro-Stablecoins entschieden abgelehnt.

Was das für Anleger bedeutet

Für Dollar-Stablecoin-Giganten wie Tether und Circle stellt MiCAR bereits Anforderungen, die einige Stablecoin-Emittenten dazu gezwungen haben, ihre europäischen Geschäfte umzustrukturieren.

Der digitale Euro wird frühestens 2029 eintreffen, was eine mehrjährige Lücke hinterlässt, in der private Stablecoins weiter wachsen werden. Die Regulierungsinstrumente der EZB durch MiCAR können dieses Wachstum eindämmen, aber nicht vollständig stoppen.

Die Europäische Zentralbank warnt davor, dass Stablecoins finanzielle Risiken und Herausforderungen mit sich bringen