Das FBI verhaftet Jamshid Ghomi in einer 35-Millionen-Dollar-Villa wegen des Verkaufs von US-Technologie an iranische Militär- und Atomprogramme

Das FBI verhaftete Jamshid Ghomi, einen 63-jährigen amerikanisch-iranischen Doppelstaatsbürger, am 3. Juni in seinem 35 Millionen US-Dollar teuren Herrenhaus in Newport Coast, Kalifornien. Die Anklage: Verschwörung zur Verletzung des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) durch die Weitergabe von in den USA hergestellter Netzwerk-, Sicherheits- und Verschlüsselungshardware an iranische Kunden, die mit den Militär- und Nuklearprogrammen des Landes in Verbindung stehen.
Ghomi, der CEO von Faraz Pardaz Rayaneh Co. Ltd. (FPR), leitete diesen Betrieb angeblich über ein Jahrzehnt lang, ohne jemals die erforderlichen Lizenzen vom Office of Foreign Assets Control (OFAC) zu erhalten. Die Bundesanwälte machten deutlich, dass sie beabsichtigen, ihn mit der Anklage zu belasten.
„Wir werden ihn zur Rechenschaft ziehen, indem wir eine angemessene Gefängnisstrafe fordern und sein Vermögen, einschließlich seiner 35 Millionen US-Dollar teuren Villa in Newport Beach, beschlagnahmen.“
Was Ghomi angeblich getan hat
Im Kern handelte es sich bei dem Plan um einen Supply-Chain-Vorgang. Ghomis Unternehmen FPR beschaffte angeblich Netzwerk- und Verschlüsselungshardware aus den USA und lieferte sie dann an Unternehmen im Iran. Zu den Endnutzern gehörten Berichten zufolge Organisationen, die mit dem iranischen Militärapparat und seinem Atomprogramm in Verbindung stehen.
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Das IEEPA, das Gesetz, zu dessen Verstoß Ghomi Verschwörung vorgeworfen hat, ist das wichtigste Instrument der Bundesregierung zur Durchsetzung von Wirtschaftssanktionen. Es gewährt dem Präsidenten weitreichende Befugnisse zur Regulierung des Handels mit ausländischen Unternehmen, die als Bedrohung für die nationale Sicherheit gelten. Ein Verstoß dagegen ist ein Bundesverbrechen mit schwerwiegenden Folgen: eine potenzielle Gefängnisstrafe, gemessen in Jahren, nicht in Monaten, plus der Einziehung von Vermögenswerten, die mit dem System verbunden sind.
In diesem Fall handelt es sich um Ghomis Grundstück in 31 High Water an der Newport Coast im Wert von 35 Millionen US-Dollar.
Die breitere Landschaft der Sanktionsdurchsetzung
Die USA verhängen seit Jahrzehnten umfassende Sanktionen gegen den Iran, die auf die nuklearen Ambitionen des Landes und seine Unterstützung von Stellvertretertruppen im gesamten Nahen Osten abzielen. Die angeblich mehr als zehnjährige Amtszeit der FPR deutet darauf hin, dass die Operation entweder gut verheimlicht wurde oder einfach lange Zeit unter dem Radar blieb.
Was das für die Technologie- und Compliance-Welt bedeutet
Wenn Sie ein in den USA ansässiger Technologieanbieter sind, der Netzwerkgeräte, Verschlüsselungshardware oder Technologie mit doppeltem Verwendungszweck verkauft, ist dieser Fall eine Erinnerung daran, dass Ihre Compliance-Verpflichtungen nicht mit dem Verkauf enden. „Know-your-Customer“-Anforderungen umfassen auch das Verständnis, wo Ihre Produkte letztendlich landen. Selbst ein fahrlässiges Versäumnis, Käufer anhand der Liste der „Specially Designated Nationals“ des OFAC zu prüfen, kann zu massiven Geldstrafen und Reputationsschäden führen.
Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Ghomi oder FPR in irgendeinem Teil des angeblichen Plans Kryptowährungen verwendet haben. Dies scheint eine Operation der alten Schule zu sein: physische Hardware, traditionelle Finanzkanäle und ein sehr teures Haus. Durchsuchungen auf mehreren Plattformen ergaben keine Hinweise auf eine Beteiligung an Kryptotransaktionen oder damit verbundenen Finanzaktivitäten.
Das OFAC des Finanzministeriums hat mehrere Krypto-Wallet-Adressen und Mischdienste im Zusammenhang mit nordkoreanischen und iranischen Akteuren sanktioniert. Dieser Fall zeigt jedoch, dass viele Sanktionsumgehungen immer noch mit völlig konventionellen Mitteln erfolgen.
Wenn es den Staatsanwälten gelingt, Ghomis 35-Millionen-Dollar-Vermögen zu beschlagnahmen, wird dies zu einem wachsenden Portfolio hochwertiger Vermögensbeschlagnahmungen in Sanktionsfällen beitragen. Diese Einziehungen dienen einem doppelten Zweck: Sie entziehen den Angeklagten unrechtmäßig erworbene Gewinne und finanzieren weitere Durchsetzungsmaßnahmen.