Weitere Lockerung der Geldpolitik wird erwartet, da Experten bis zum Jahresende eine weitere doppelte Senkung der Kreditkosten prognostizieren

In einer bedeutenden Entwicklung hat die globale Finanzmacht UBS eine aufschlussreiche Bewertung der geldpolitischen Entwicklung der Vereinigten Staaten veröffentlicht. Den Prognosen der Bank zufolge dürfte die Federal Reserve in der zweiten Jahreshälfte Zinssenkungen durchführen. Diese Prognose basiert auf dem anhaltenden Streben der Fed nach einer Lockerung der Geldpolitik, wie in einer aktuellen Forschungsnotiz der UBS dargelegt. Die Notiz unterstreicht die jüngsten Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell, die nahelegten, dass die Notwendigkeit einer weiteren Straffung trotz des Aufwärtstrends der Energiepreise begrenzt sei. Powells Standpunkt ist, dass angebotsseitige Schocks wie steigende Ölpreise typischerweise ignoriert werden, solange die Inflationserwartungen stabil bleiben.
UBS-Analysten gehen davon aus, dass die Fed stichhaltigere Beweise für einen anhaltenden Rückgang der Kerninflation benötigt, bevor sie einen lockereren geldpolitischen Kurs einschlägt. Dennoch gehen sie davon aus, dass die Fed die Zinsen bis zum Jahresende um insgesamt 50 Basispunkte senken wird. In einer entsprechenden Prognose untersuchte die Bank in ihrer Forschungsnotiz auch die Aussichten für den US-Anleihemarkt. UBS stellte fest, dass die aktuellen Renditen für US-Staatsanleihen wesentlich höher sind als vor der Eskalation der geopolitischen Spannungen, was darauf hindeutet, dass die Renditen noch sinken können. Die Jahresendprognosen der Bank deuten darauf hin, dass die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen 3,25 % erreichen wird, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen 3,75 % erreichen wird. Es ist unbedingt zu beachten, dass diese Prognosen nicht als Anlageberatung dienen sollen.