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Geopolitische Spannungen entfachen eine Rohstoffrallye und befeuern die Nachfrage nach sicheren Häfen und innovativen digitalen Vermögenswerten

Quelle
cryptonewstrend.com
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Geopolitische Spannungen entfachen eine Rohstoffrallye und befeuern die Nachfrage nach sicheren Häfen und innovativen digitalen Vermögenswerten

Steigende Ölpreise, angeheizt durch den anhaltenden Konflikt mit dem Iran und die anschließende Schließung der Straße von Hormus, haben bei den Anlegern erneut Inflationssorgen geweckt. Die neuesten Daten aus den USA zeigen, dass sich die Inflation im vergangenen Monat auf 0,9 % beschleunigt hat, was vor allem auf die Energiekosten zurückzuführen ist. Allerdings blieb die Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelkosten ausschließt, mit einem moderaten Anstieg von 0,3 % im Februar überraschend hinter den Erwartungen zurück.

Für Michael Ashton, Mitbegründer des USDi-Stablecoins, verdeutlichen diese Zahlen einen erheblichen Fehler in der aktuellen Währungsarchitektur von Kryptowährungen. Laut Ashton hat der Stablecoin-Markt, der einen Wert von 300 Milliarden US-Dollar hat und von Dollar-gebundenen Token dominiert wird, nur das Problem des Tauschmittels gelöst, während das Problem der Wertaufbewahrung ungelöst bleibt. Ashton argumentiert, dass diese Token, die typischerweise durch Bargeld oder Schatzwechsel gedeckt sind, darauf ausgelegt sind, einen Nominalwert von 1 US-Dollar beizubehalten, aber die Kaufkraft nicht bewahren, sodass sie faktisch an Wert verlieren.

Während sich der Stablecoin-Markt von einem Handelsinstrument zu einer echten Zahlungsinfrastruktur entwickelt, wird die Lücke bei der Wertaufbewahrung zu einem dringenden Problem für Institutionen, darunter Schatzmeister, Neobanken und grenzüberschreitende Zahlungsplattformen. Ashton weist darauf hin, dass diese Institutionen unabsichtlich ein Inflationsrisiko eingehen, das sie möglicherweise nicht angemessen eingepreist haben.

Um dieses Problem anzugehen, haben Ashton und sein Team USDi entwickelt, einen Stablecoin, der die Inflation selbst und nicht den US-Dollar verfolgen soll. Der Wert des Tokens steigt entsprechend den Änderungen des US-Verbraucherpreisindex (CPI), was ihn zu einem Blockchain-nativen Äquivalent eines inflationsgeschützten Kapitals macht. Ashton zieht Parallelen zwischen USDi und Treasury Inflation-Protected Securities (TIPS), weist jedoch darauf hin, dass USDi eher wie ein inflationsgebundenes Sparinstrument funktionieren soll, ohne die mit TIPS verbundenen Nachteile, wie z. B. Marktpreisvolatilität bei steigenden Zinssätzen.

Die Reserven des USDi-Stablecoins werden in einen privaten Fonds mit geringer Volatilität investiert, der eine Kombination aus TIPS, US-Staatsanleihen, Devisen sowie Rohstoff-Futures und -Optionen verwendet, um Renditen zu erzielen. Ashton glaubt, dass USDi eine erhebliche Marktlücke schließt und ein inflationsgeschütztes Sparkonto bereitstellt, das derzeit nicht existiert.

Der jüngste Anstieg der Ölpreise, ausgelöst durch den Iran-Konflikt, hat die Bedeutung des Inflationsschutzes deutlich gemacht. Die Ölmärkte erlebten extreme Volatilität, wobei die täglichen Preisschwankungen durch Schlagzeilen und das Risiko längerer Versorgungsunterbrechungen verursacht wurden. Ashton weist darauf hin, dass dieses Umfeld die Argumente für einen Vermögenswert stärkt, der die Inflation und nicht die Nominalrenditen abbildet, da die Inflation in der Vergangenheit über längere Zeiträume die kurzfristigen Zinssätze übertroffen hat.

Ashton betrachtet USDi als eine strukturelle Weiterentwicklung im Bereich der Kryptowährungen, die das von Bitcoin initiierte System vervollständigt. Während Bitcoin als alternatives Währungssystem und potenzieller Wertaufbewahrungsmittel konzipiert wurde, macht es seine Volatilität aufgrund seiner Volatilität schwierig, es über kürzere Zeiträume als Wertaufbewahrungsmittel zu verwenden. Stablecoins haben das Zahlungsproblem gelöst, aber Ashton glaubt, dass USDi das Wertaufbewahrungsproblem löst.

Über sein Kerndesign hinaus plant USDi die Einführung eines anpassbaren Inflationsrisikos, das es Benutzern ermöglicht, ihr Risiko auf bestimmte Inflationskomponenten wie Wohnen, Gesundheitsfürsorge oder Bildung abzustimmen. Diese Flexibilität könnte spezialisiertere Anwendungen ermöglichen, insbesondere in Branchen, die direkt einem spezifischen Kostendruck ausgesetzt sind, wie z. B. Versicherungsunternehmen und Bildungsfinanzierung.

Ashton geht davon aus, dass institutionelle Anwender wie Versicherer und Rückversicherer zu den ersten Nutzern von USDi gehören werden. Er sieht auch potenzielle Anwendungen in der Bildungsfinanzierung, wo eine tokenisierte Inflationsabsicherung eine flexiblere Alternative zu herkömmlichen Prepaid-Studienprogrammen darstellen könnte.

USDi ist derzeit betriebsbereit und Ashton strebt in den kommenden Monaten eine Startkapitalbeschaffung von rund 1,5 Millionen US-Dollar an. Das übergeordnete Ziel besteht jedoch darin, die Art und Weise, wie Anleger über Risiken denken, neu zu definieren und hervorzuheben, dass Inflationsrisiken ein inhärenter Aspekt des Lebens sind und dass USDi eine einzigartige Lösung zur Minderung dieses Risikos bietet.