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Das Glassnode-Modell markiert den Tiefststand von Bitcoin, da BTC auf 62.000 US-Dollar fällt

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Das Glassnode-Modell markiert den Tiefststand von Bitcoin, da BTC auf 62.000 US-Dollar fällt

Der Rückgang von Bitcoin unter 63.000 US-Dollar hat den Vermögenswert in eine Preisspanne gedrückt, die das On-Chain-Preisrahmenwerk von Glassnode als historische Untergrenze identifiziert. Laut dem On-Chain-Update vom 5. Juni hat sich BTC bei 62.000 US-Dollar nun durch die oberen Stufen des Rahmens gearbeitet und ist in eine Gruppe von Bewertungsniveaus vorgedrungen, bei denen vergangene Zyklen durchweg einen Tiefpunkt gefunden haben. Der Rückgang – fast 50 % gegenüber dem Allzeithoch und 24 % im letzten Monat – hat den Preis in eine Zone gezwungen, die bei früheren Rückgängen einen Wendepunkt markierte.

Bei diesem Cluster handelt es sich nicht um eine einzelne Preislinie, sondern um ein Band, das aus mehreren realisierten Preisen und MVRV-bezogenen Kennzahlen abgeleitet wird, die Glassnode zur Definition von Unterbewertung verwendet. Wenn Bitcoin in diese Zone eintritt, signalisiert dies historisch gesehen, dass Langzeitinhaber in einem Ausmaß unter Wasser sind, das von weiteren Verkäufen abhält, und dass tendenziell eine Akkumulation beginnt. Die Erfolgsbilanz des Modells ist nicht perfekt, aber es hat sowohl im Bärenmarkt 2018–2019 als auch in der Korrektur Mitte 2021 die ultimativen Tiefststände erreicht. Händler stehen nun vor der Frage, ob das aktuelle makroökonomische Umfeld – mit knapper werdender Liquidität und regulatorischem Gegenwind – das zuvor bestehende On-Chain-Signal außer Kraft setzen wird.

Was der Preiscluster signalisiert

Das Framework von Glassnode umfasst Metriken wie den realisierten Preis, das MVRV-Verhältnis und die Kostenbasis für kurzfristige Inhaber. Wenn der Spotpreis gleichzeitig unter mehrere dieser Niveaus fällt, preist der Markt wahrscheinlich eine gewisse Kapitulation ein. Das Modell besagt, dass sich der Preis, sobald er die oberen Bewertungsstufen durchläuft, dazu neigt, sich dem Cluster zuzuwenden, in dem der abgezinste Wert neue Nachfrage anzieht. In früheren Zyklen dauerte dieser Prozess Wochen bis Monate, nicht Tage. Der aktuelle Rückgang deutet darauf hin, dass der Druck auf der Verkaufsseite durch kurzfristige Inhaber – diejenigen, die in der Nähe der Spitze gekauft haben – erschöpfend ist und dass es sich bei den verbleibenden Verkäufern entweder um Zwangsliquidationen oder um langfristige Inhaber von Gewinnen handelt, die sich noch nicht für einen Ausstieg entschieden haben.

Dies geschieht jedoch nicht im luftleeren Raum. Das institutionelle Interesse an digitalen Vermögenswerten wächst über die Spotpreisschwankungen hinaus weiter. Die reale Tokenisierung von Vermögenswerten hat beispielsweise in diesem Monat die 20-Milliarden-Dollar-Marke in der Kette überschritten, wie in einer aktuellen Zusammenfassung der Tokenisierung detailliert beschrieben wird. Ein separater wöchentlicher Entwickleraktivitätsbericht zeigt, dass Ethereum, BNB Chain und Polygon weiterhin hohe Mitwirkende haben, was unterstreicht, dass die zugrunde liegende Netzwerkgesundheit weiterhin von der unmittelbaren Preisentwicklung getrennt bleibt. Diese Diskrepanz zwischen Bauaktivität und Preis ist eine Dynamik, die häufig in Akkumulationsphasen zu beobachten ist.

Warum der Makrohintergrund die Bodenthese verkompliziert

Der On-Chain-Cluster deutet möglicherweise auf eine Untergrenze hin, aber externe Kräfte sind schwerer abzulesen. Der Zinspfad der Federal Reserve bleibt ungewiss, und die Möglichkeit eines längeren Straffungszyklus hält Risikoanlagen in einer defensiven Haltung. Eine rasche Erholung bräuchte wahrscheinlich einen Katalysator – entweder einen gemäßigten Kurs der Zentralbanken oder einen klaren regulatorischen Durchbruch. Der jüngste Vorstoß der Banken, ein wichtiges Krypto-Gesetz im US-Senat zu verschieben, wie an anderer Stelle berichtet, signalisiert, dass die politischen Spannungen fortbestehen. Ohne politischen Rückenwind könnte sich jeder Bodenbildungsprozess hinziehen, selbst wenn die On-Chain-Kennzahlen attraktiv erscheinen.

Was diesen Moment von 2019 oder 2021 unterscheidet, ist der Grad der institutionellen Beteiligung. Großinhaber verfügen nun über ausgefeiltere Absicherungsinstrumente und können Risiken auslagern, ohne auf Spotmärkte zu stoßen. Das bedeutet, dass die historische Bodenzone möglicherweise nicht den gleichen schnellen Aufschwung hervorruft, es sei denn, die Derivatedaten bestätigen, dass die groß angelegte Absicherung ihren Höhepunkt erreicht hat. Das Glassnode-Modell ordnet Bitcoin vorerst einem statistisch überzeugenden Bewertungscluster zu, aber der Weg von einem Tiefpunkt zu einer nachhaltigen Erholung ist alles andere als garantiert.

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