Die globalen Märkte geraten ins Wanken, als die Spannungen im Nahen Osten eskalieren, was zu betrügerischen digitalen Währungsprogrammen und explodierenden Energiekosten führt, nachdem ein Schiff in der Nähe der katarischen Hauptstadt abgefangen wurde.

Der Iran hat am 9. Mai vor der Küste von Doha auf einen Tanker geschossen, nachdem ein katarisches Schiff versucht hatte, die anhaltende Blockade der Straße von Hormus zu durchbrechen. Die Ölpreise sind auf über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen, die Bitcoin-Mining-Kosten steigen aufgrund globaler Energieunterbrechungen und eine neue Art maritimer Krypto-Betrug entzieht verzweifelten Schiffsbetreibern BTC und USDT.
Über die Meerenge werden etwa 20 % der weltweiten Ölströme abgewickelt.
Was ist in der Meerenge passiert?
US-Streitkräfte haben am 9. Mai zwei iranische Tanker beschossen und außer Gefecht gesetzt, als sie versuchten, die Blockade des Golfs von Oman zu durchbrechen. Der Vorfall ereignete sich, als iranische Gesetzgeber bekannt gaben, dass sie Gesetze ausarbeiten, um die Verwaltung der Straße von Hormus durch den Iran zu formalisieren.
Schiffe unter der Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate haben Berichten zufolge damit begonnen, ihre Ortungsgeräte abzuschalten, um der Entdeckung durch den Iran zu entgehen. Dieser Schritt ging nach hinten los: Drohnenangriffe trafen einen Tanker aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und führten zu einer weiteren Eskalation der Krise.
WTI-Rohöl schwankte in den letzten Wochen zwischen 88 und über 100 US-Dollar, wobei einige Analysten spekulierten, dass die Preise 150 US-Dollar erreichen könnten, wenn sich die Situation weiter verschlechtert.
Krypto-Betrug und Aufdeckung von Sanktionen
Es ist eine Betrugsaktion im Zusammenhang mit der Hormus-Krise aufgetaucht, bei der Betrüger sich als iranische Beamte ausgeben und von gestrandeten Schiffen, die eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge suchen, 1 USD pro Barrel in BTC oder USDT verlangen. Berichten zufolge haben mehrere Schiffe Zahlungen geleistet. Mindestens ein Tanker wurde trotz Bezahlung beschossen.
Chainalysis enthüllte am 12. April, dass das Korps der Islamischen Revolutionsgarde des Iran etwa 50 % des Krypto-Ökosystems des Landes kontrolliert. Alle Gelder, die in mit dem IRGC verbundene Wallets fließen, laufen Gefahr, gegen die vom Office of Foreign Assets Control verhängten US-Sanktionen zu verstoßen.
Jede Zahlung wird dauerhaft in der Blockchain aufgezeichnet, was bedeutet, dass Strafverfolgungsbehörden die an diesen Systemen beteiligten Wallets rückwirkend identifizieren und benennen können. Die aktuelle Krise könnte zu einer Welle neuer OFAC-Bezeichnungen führen, die auf mit dem Iran verbundene Geldbörsen abzielen.
Marktauswirkungen für Krypto-Investoren
Steigende Energiekosten wirken sich direkt negativ auf die Rentabilität des Bergbaus aus. Wenn die Strompreise steigen, weil der Ölpreis über 100 US-Dollar liegt, gerät die Wirtschaftlichkeit des Proof-of-Work unter Druck. Bergleute, die mit geringen Margen arbeiten, könnten gezwungen sein, Bohrinseln zu schließen oder Beteiligungen zu verkaufen, um die Kosten zu decken, was potenziellen Verkaufsdruck erzeugen könnte.
Der Stillstand der Kryptomärkte, der mit dem Drohnenangriff auf den Tanker in den Vereinigten Arabischen Emiraten einherging, deutet darauf hin, dass Händler sich nicht sicher sind, welche Kraft gewinnt.
Börsen und OTC-Schalter, die Transaktionen in Verbindung mit iranischen Wallets verarbeiten, stehen zunehmend unter Beobachtung. Die Feststellung von Chainalysis, dass das IRGC die Hälfte der iranischen Krypto-Infrastruktur kontrolliert, bedeutet, dass das Kontaminationsrisiko für Transaktionsketten erheblich ist.