Der CEO von Hashgraph warnt davor, dass erlaubnislose Systeme Compliance-Risiken darstellen

Krypto-Projekte verbrachten Jahre damit, Benutzer mit Token-Anreizen, Apps und Spekulationen zu jagen. Mittlerweile klingen einige der größten Verkaufsgespräche der Branche eher wie der Verkauf von Unternehmenssoftware.
Das war die Botschaft von Hashgraph-CEO Eric Piscini in einem kürzlichen Interview mit TheStreet Roundtable, in dem er argumentierte, dass sich der Kryptomarkt von der Benutzerakquise hin zur Geschäftsinfrastruktur verlagere.
„Das kann man auf Branchenebene durchaus sagen“, sagte Piscini mit Blick auf diesen Wandel.
Er sagte, dass Hashgraph seit 2018 auf die Einführung in Unternehmen abzielt und sich dabei auf Anwendungsfälle in den Bereichen Zahlung, Organisation und Lieferkette konzentriert.
Anstatt Unternehmen aufzufordern, die Token-Kultur zu übernehmen, versuchen immer mehr Unternehmen, Blockchain als praktisches Instrument für Zahlungen, Compliance und Koordination zu verkaufen.
Wir stellen Google, IBM und anderen großen Unternehmen die Blockchain vor
Piscini sagte, Glaubwürdigkeit sei einer der Hauptgründe für die Bereitschaft großer Unternehmen, sich zu engagieren.
Als Unternehmen erstmals mit der Erforschung von Kryptowährungen begannen, wussten viele nicht, wo sie anfangen sollten. Der Ansatz von Hashgraph bestehe darin, einen Ort zu bieten, an dem Führungskräfte mit Kollegen sprechen könnten, die bereits an Blockchain arbeiten, anstatt direkt in die chaotischeren Ecken der Branche einzutauchen.
Das hat geholfen, Dynamik aufzubauen. Nachdem bekannte Firmen wie Google beigetreten waren, fühlten sich andere mit der Erkundung der Technologie vertrauter.
Piscini sagte auch, dass Unternehmen geglaubt hätten, dass Blockchain einen echten Wert habe, aber oft nicht wüssten, wie sie diesen nutzen könnten. Dadurch entstand eine Chance für Unternehmen, die nicht nur Technologie, sondern auch Implementierungsunterstützung und eine unternehmenstauglichere Plattform versprachen.
Haderas einzigartige Knotenstruktur
Diese These steht im Einklang mit Hederas öffentlicher Struktur.
Das Netzwerk gibt an, dass es von bekannten Institutionen durch den Hedera Council verwaltet wird, und offizielle Unterlagen besagen, dass Mainnet-Konsensknoten von Ratsmitgliedern genehmigt und betrieben werden.
Für regulierte Unternehmen kann dies einfacher zu versichern sein als ein System, das von anonymen Prüfern betrieben wird.
Warum zugelassene Systeme immer noch attraktiv sind
Piscini brachte den Compliance-Fall am deutlichsten zum Ausdruck, als er erörterte, warum Hashgraph den Knotenbetrieb nicht für alle geöffnet hat.
„Das erste, was Sie erwähnt haben, ist Glaubwürdigkeit“, sagte er. „Der zweite Punkt ist Compliance.“
Sein Beispiel war einfach: In einer erlaubnisfreien Blockchain können Transaktionsgebühren an Prüfer gehen, deren Identität und Standort möglicherweise nicht offensichtlich sind. Auf regulierten Finanzmärkten könne dies, so argumentierte er, zu rechtlichen Risiken und Sanktionsrisiken führen.
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„Dieser Knotenpunkt kann von Nordkorea betrieben werden“, sagte Piscini. „Jetzt zahlen Sie also plötzlich eine Gebühr an Nordkorea. Das ist eine kriminelle Aktivität.“
Dieses Argument führt zu einer wachsenden Kluft in der Krypto-Infrastruktur. Öffentliche Blockchains dominieren immer noch die Meinung, aber Unternehmenskäufer legen oft weniger Wert auf ideologische Offenheit als vielmehr auf Governance, Verantwortlichkeit und darauf, ob sich Compliance-Teams mit dem System vertraut machen können.
Hashgraph ist weiter in diesen Markt vorgedrungen. Im Jahr 2025 führte das Unternehmen HashSphere ein, ein privates, lizenziertes Netzwerk, das mit Hedera-Technologie für regulierte Unternehmen aufgebaut wurde, die mehr Kontrolle und Datenschutz wünschen.
Wenn Piscini Recht hat, wird die nächste Phase der Krypto-Einführung nicht wie ein weiterer Token-Boom aussehen. Es wird eher so aussehen, als würde Blockchain in das Back-End von Geschäftssystemen schlüpfen, wo Zuverlässigkeit und Compliance wichtiger sind als Hype.