Aus diesem Grund erhöht ein Rückgang von Bitcoin unter 68.000 US-Dollar das Risiko eines Absturzes unter 60.000 US-Dollar

Die erneute aggressive Haltung von Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran hat Bitcoin in den letzten 24 Stunden um etwa 2 % auf 67.000 US-Dollar sinken lassen. Während diese Preisbewegung mit der üblichen Volatilität einhergeht, sieht die Marktstruktur unter der Oberfläche fragil aus.
Dies ist hauptsächlich auf Zuflüsse auf dem Deribit-notierten Optionsmarkt zurückzuführen, insbesondere auf den Aufbau einer defensiven Positionierung knapp unter den aktuellen Preisen, die zu einem Rückgang bis auf 50.000 US-Dollar führen könnte.
Eine fragile Situation unter 68.000 US-Dollar
In den letzten Wochen haben Händler zahlreiche Put-Optionen angeboten, die Abwärtsschutz bieten. Diese defensiven Ströme konzentrierten sich auf Put-Optionen bei Ausübungsniveaus von 68.000 US-Dollar und darunter, bis hinunter zur Mitte von 55.000 US-Dollar. Dies ist angesichts der makroökonomischen Risiken durch den Iran-Krieg, Quantenbedrohungen und den brutalen Bärenmarkt, der Ende letzten Jahres begann, verständlich.
Wenn sich diese Art der Positionierung jedoch aufbaut, entsteht das, was kluge Händler eine „negative Gamma“-Zone nennen – eine Situation, in der Market Maker oder Händler, die dem Orderbuch einer Börse Liquidität hinzufügen, gezwungen sind, auf Preisbewegungen in einer Weise zu reagieren, die letztendlich den vorherrschenden Trend beschleunigt, der in diesem Fall bärisch ist.
Diese Art von Dynamik hat in der Vergangenheit sowohl bullische als auch bärische Trends verstärkt.
Das Glassnode-Diagramm zeigt, dass die Gamma-Belastung der Händler zwischen 68.000 und 50.000 US-Dollar überwiegend negativ ist. Dies ist darauf zurückzuführen, dass man sich am anderen Ende der Long-Put-Positionen der Händler befindet.
Mit anderen Worten: Händler halten Short-Put-Positionen. Wenn der Markt also unter 68.000 US-Dollar fällt, erleiden sie Verluste und werden wahrscheinlich BTC leerverkaufen, um ihr Risiko abzusichern.
Diese Absicherung kann die Preise noch weiter senken und eine Rückkopplungsschleife erzeugen, die sich schnell beschleunigen kann.
Aus diesem Grund wird der jüngste Rückgang unter die 68.000-Dollar-Marke kritisch. Das Unterschreiten dieser Schwelle signalisiert nicht nur technische Schwäche – es öffnet die Tür zu einer Zone, in der sich Zwangsverkäufe verstärken könnten.
„Das negative Gamma baut sich jetzt knapp unter dem aktuellen Preisniveau auf, von 68.000 US-Dollar bis hin zu den hohen 50ern“, sagte Glassnode in seinem Wochenbericht.
„Eine Bewegung in diese Zone könnte einen beschleunigten Verkauf auslösen, da die Absicherungsströme die Abwärtsdynamik verstärken und eine ansonsten allmähliche Bewegung in eine stärkere Neubewertung umwandeln, mit einem möglichen erneuten Erreichen der 60.000-Dollar-Marke, dem Tiefpunkt des Ausverkaufs vom 5. Februar“, fügte das Unternehmen hinzu.
Da die Liquidität nach dem Ablauf der Optionen am 27. März immer noch relativ gering ist und wahrscheinlich auch über die Osterfeiertage gering bleiben wird, gibt es möglicherweise nicht genügend Käufer, um diesen Druck aufzufangen.
Wenn also die Rückkopplungsschleife vollständig in Gang kommt, könnte sich der Rückgang deutlich unter 60.000 US-Dollar erstrecken.
Dieser Aufbau zeigt, dass Bitcoin zwar derzeit auf Kriegsschlagzeilen reagiert, die Entwicklung des Marktes jedoch auch von den inneren Abläufen des Marktes beeinflusst werden kann.
Wenn die Preise über 68.000 US-Dollar bleiben, könnte sich die aktuelle Situation ohne großen Schaden auflösen. Aber ein anhaltender Rückgang unter dieses Niveau könnte den Markt in ein Regime verwandeln, in dem sich der Verkauf von selbst nährt und ein routinemäßiger Rückgang in eine viel tiefere Bewegung verwandelt.