„Schreckliche Politik“ – Bitcoin-Community kritisiert Südafrikas Vorschlag zur Kryptokontrolle

Der Vorstoß Südafrikas, Krypto-Assets in einen breiteren Finanzregulierungsrahmen einzubinden, hat mehr Kritik als Lob hervorgerufen.
Am 20. April veröffentlichte das Finanzministerium den Verordnungsentwurf mit dem Titel „Capital Flow Management 2026“ und forderte die Öffentlichkeit zum Feedback dazu auf.
Die vorgeschlagene Verordnung wird die jahrzehntealte Devisenkontrollverordnung von 1961 ersetzen und Krypto effektiv in den Rahmen für die Kapitalflussverwaltung einbeziehen.
Das Nationale Finanzministerium und die Zentralbank South African Reserve Bank (SARB) äußerten sich zu den überarbeiteten Regeln wie folgt:
Die Verordnung zielt darauf ab, Krypto-Assets in den Geltungsbereich des Devisenkontrollrahmens zu bringen, um Risiken zu begegnen und die Aufsicht über neu entstehende Finanzinstrumente sicherzustellen.
Im Kern wird der neue Rahmen die Überwachung von Geldwäsche und illegalen Finanzströmen verbessern. Tatsächlich ist dies Teil des internationalen Drucks der Financial Action Task Force (FATF).
Das Land wurde 2023 auf die „graue Liste“ gesetzt, aber Ende 2025 nach Umsetzung der FATF-Anforderungen wieder gestrichen. Der Vorschlag zur Kapitalkontrolle ist eine der Empfehlungen.
Werden sich die neuen Regeln Südafrikas auf die Einführung von Kryptowährungen auswirken?
Zu den weiteren kryptobezogenen Empfehlungen der FATF gehört das Hinzufügen von Absender- und Empfängerinformationen für jede grenzüberschreitende Kryptoübertragung.
Zurück zu den vorgeschlagenen Regeln: Es wird Obergrenzen für die Menge an Kryptogeldern geben, die Benutzer kaufen, verkaufen, verleihen oder übertragen können. Eine Überschreitung der vorgeschlagenen Obergrenzen kann zu Zwangsverkäufen und der Umrechnung der Gelder in südafrikanische Landeswährung führen.
Ebenso lösen alle Übertragungen ohne angegebenen Zweck oder die Verwendung der Gelder über die angegebene Absicht hinaus einen obligatorischen Weiterverkauf aus.
Laut Bitcoin-Befürwortern könnten die strengen Regeln jedoch der lokalen Kryptoindustrie schaden. Pierre Rochard, ehemaliger Vizepräsident für Forschung beim Bergbauunternehmen Riot Platforms, sagte seinerseits:
Das ist eine schreckliche Bitcoin-Politik, sie sollten in die entgegengesetzte Richtung gehen und Bitcoin steuerfrei machen.
Einige Benutzer warnten davor, dass dieser Schritt „die Selbstverwahrung von Kryptowährungen in erheblichem Umfang beenden würde“ und jeden ausschließen würde, der einen großen BTC-Vorrat anlegen möchte.
Cape Crypto, eine lokale Krypto-Börse, bezeichnete den Vorschlag als „verfassungswidrig“ und fügte hinzu:
Eine Regierung, die von Ihnen verlangt, dass Sie Ihr Vermögen deklarieren, und dann die Art und Weise einschränkt, wie Sie es verwenden dürfen, erkennt Ihre Eigentumsrechte nicht an – sie duldet sie unter bestimmten Bedingungen.
Südafrika ist nach Nigeria der zweitgrößte Kryptomarkt in der Region. Interessanterweise werden die meisten On-Chain-Ströme laut Chainalysis-Daten von Institutionen und Fachleuten dominiert.
Quelle: Chainalysis
Es bleibt abzuwarten, ob sich die vorgeschlagenen Regeln auf die institutionelle Akzeptanz auswirken, die Einzelhandelsbeteiligung weiter verringern oder die breitere Krypto-Akzeptanz verbessern werden.
Abschließende Zusammenfassung
Südafrika schlägt strenge Kapitalkontrollen vor, die Benutzer dazu zwingen könnten, ihre Kryptobestände zu verkaufen, wenn sie bestimmte Schwellenwerte überschreiten.
Benutzer warnten, dass die Regeln die Selbstverwahrung einschränken und die Einführung von Kryptowährungen behindern.