Wie werden sich steigende Rohölkosten auf die Entwicklung des Bitcoin-Marktes auswirken?

Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten üben weiterhin enormen Druck auf Bitcoin und andere Risikoanlagen aus. Da die Anlegerstimmung immer vorsichtiger wird, wägen Analysten die möglichen Auswirkungen steigender Ölpreise auf Bitcoin ab. Die Gesamtaussichten sehen nicht gut aus, die Prognosen deuten auf weitere Abwärtsbewegungen für die führende Kryptowährung hin. Ein klarerer Weg zur Erholung zeichnet sich möglicherweise erst dann ab, wenn die regionalen Spannungen nachlassen.
Steigende Ölpreise könnten dazu führen, dass Bitcoin stärker abstürzt
Marktanalysten haben The Block ihre Gedanken und Bedenken über den anhaltenden Krieg zwischen den USA und dem Iran und seine Auswirkungen auf die Finanz- und Kryptomärkte mitgeteilt. Rachel Lucas, Kryptoanalystin bei $BTC Markets, hat betont, dass der Bitcoin-Preis angesichts neuer Entwicklungen im Nahostkonflikt weiterhin schwankt.
Lucas wies darauf hin, dass Bitcoin eine volatile Woche hinter sich habe und auf 72.000 US-Dollar gestiegen sei, da die Anleger auf eine diplomatische Lösung des anhaltenden Krieges hofften. Er stellte fest, dass sich diese Gewinne schnell wieder zunichte machten, als der Optimismus nachließ und Bedenken hinsichtlich der Ölversorgung wieder aufkamen. Dies wiederum löste eine „klassische Risikoaversion“ aus, bei der sich Anleger aus Angst aus risikoreichen Anlagen wie Bitcoin zurückzogen und auf sicherere Anlagen umstiegen.
Der Analyst erklärte außerdem, dass die aktuelle Situation in der Straße von Hormus Bedenken hinsichtlich der Inflation schüre. Aufgrund dieser Befürchtungen ist es unwahrscheinlich, dass die Federal Reserve die Zinsen in absehbarer Zeit senken wird, was die Möglichkeiten für eine Konjunkturentlastung einschränkt. Folglich erhöhen die Unsicherheit und die strengeren Finanzbedingungen den Druck auf den Kryptomarkt weiter und tragen zum jüngsten Rückgang bei wichtigen Vermögenswerten bei.
Ähnliche Bedenken äußerte der Marktexperte Jeff Mei, der angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten eine pessimistische Haltung gegenüber Bitcoin einnahm. Der Analyst gab an, dass die Ölpreise wahrscheinlich hoch bleiben werden, was das Wirtschaftswachstum in den kommenden Monaten verlangsamen könnte. Laut Mei bedeutet die Kombination aus steigenden Energiekosten und schwächeren wirtschaftlichen Bedingungen, dass die Kryptopreise noch viel Spielraum für einen Rückgang haben. Er prognostizierte, dass Bitcoin sogar einen weiteren Preisabsturz auf 60.000 US-Dollar erleiden könnte, bevor es zu einer nachhaltigen Erholung kommt.
Bemerkenswerterweise konzentrierten sich die meisten pessimistischen Prognosen für Bitcoin um die 60.000-Dollar-Marke, was darauf hindeutet, dass Experten dies als den endgültigen Tiefpunkt des Bitcoin-Preises ansehen könnten. Auch die Analysten von Bernstein haben diese Preisuntergrenze vor dem prognostizierten Anstieg von 150.000 US-Dollar im nächsten Bullenzyklus bestätigt.
Privatanleger bleiben „ängstlich“
Lucas hat auch betont, dass Privatanleger derzeit Anzeichen von Angst zeigen, da viele entweder ihre Positionen absichern oder abwarten, bis sich der Markt stabilisiert und eine klare Richtung vorgibt. Unterdessen spiegelt der Bitcoin Fear and Greed Index diese Zurückhaltung wider, da die allgemeine Marktstimmung neutral bleibt.
Gleichzeitig zeigt der Krypto-Fear-and-Greed-Index, dass sich der gesamte Markt in einem extremen Angstgebiet befindet. Wichtige Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Dogecoin sind weiter gefallen, was das Vertrauen der Anleger weiter untergräbt.
$BTC wird auf dem 1D-Chart bei 66.400 $ gehandelt | Quelle: BTCUSDT auf Tradingview.com