Investmentbank prognostiziert erhebliche Gewinne für Technologieunternehmen, da künstliche Intelligenz die Nachfrage nach fortschrittlichen optischen Systemen ankurbelt

Inhaltsverzeichnis Marvell Technology hat in letzter Zeit eine beeindruckende Leistung erbracht – die Aktien sind im vergangenen Jahr um mehr als 100 % gestiegen. Für zusätzlichen Schwung sorgt nun ein neuer Vertrauensbeweis von Barclays. Marvell Technology, Inc., MRVL Am Donnerstag erhöhte Barclays-Analyst Thomas O’Malley seine Haltung zu MRVL von „Equal Weight“ auf „Overweight“ und erhöhte gleichzeitig sein Kursziel von 105 $ auf 150 $. Dieses überarbeitete Ziel deutet auf eine Aufwertungsmöglichkeit von etwa 31 % gegenüber dem aktuellen Preisniveau hin. Die Grundlage des Investitionsarguments von Barclays liegt nicht auf traditionellen Halbleitern. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf optischer Technologie. Marvell produziert optische Komponenten, die für die interne Konnektivität in KI-fokussierten Rechenzentren unerlässlich sind. In seiner Forschungsnotiz erklärte O’Malley: „Diese Geschichte wird darauf hinauslaufen, eine gut verstandene und optimistische Prognose umzusetzen, und wir glauben, dass sich die Erzählung mehr in Richtung Optik verlagert, wo sie hingehört.“ Die Branchenforschung von Barclays deutet darauf hin, dass sich der Einsatz optischer Ports in KI-Rechenzentren im Jahr 2026 verdoppeln könnte, gefolgt von einem weiteren Anstieg um 100 % im Jahr 2027. Unter Nutzung dieser Informationen geht das Unternehmen davon aus, dass die optische Abteilung von Marvell in den kommenden zwei Jahren um etwa 90 % wachsen wird. Trotz der Konkurrenz durch Broadcom (AVGO) in diesem Marktsegment ist Barclays davon überzeugt, dass die Gesamtnachfrage robust genug bleibt, um die Expansion mehrerer Marktteilnehmer voranzutreiben. Barclays entwickelte außerdem einen konservativeren Analyserahmen zur Bewertung des Abwärtsrisikos. Dieses alternative Modell eliminierte den Beitrag von Microsoft vollständig, prognostizierte eine Null-Expansion von Amazon und berücksichtigte eine gedämpfte KI-Nachfrageannahme. Selbst innerhalb dieser restriktiven Parameter geht die Investmentbank davon aus, dass Marvell einen Gewinn pro Aktie von etwa 5 US-Dollar erzielen wird – ein Beweis dafür, dass das fundamentale Geschäft unabhängig eine solide Basis behält. Barclays geht nicht davon aus, dass dieses pessimistische Szenario eintritt. Das Unternehmen betrachtet Microsoft als bedeutenden Wachstumskatalysator für die Zukunft, da sich die Bereitstellung der KI-Infrastruktur beschleunigt. Barclays hob auch Nvidia und seine NVLink-Technologie als möglichen positiven Katalysator hervor. Das Unternehmen wies darauf hin, dass die jüngsten Fortschritte in diesem Bereich eine stärkere Akzeptanz und eine beschleunigte Expansion für Marvell ermöglichen könnten. MRVL behält derzeit die Konsensbewertung „Stark kaufen“ auf TipRanks bei, die 23 Kaufempfehlungen und vier Halten-Bewertungen widerspiegelt, die in den letzten drei Monaten gesammelt wurden. Das Konsens-Kursziel der Analysten liegt bei 121,75 US-Dollar, was auf ein Aufwärtspotenzial von etwa 6,38 % gegenüber dem aktuellen Niveau hindeutet – deutlich konservativer als die aggressive Prognose von Barclays von 150 US-Dollar. Die Marvell-Aktie stieg während der vorbörslichen Sitzung am Donnerstag um 1,8 % auf 116,50 $.