Investmentexperte warnt vor einem drohenden BTC-Abschwung angesichts des drohenden massiven Verkaufs von Staatsanleihen.

Ein Fondsmanager hat eine deutliche Warnung ausgesprochen: Der anhaltende Ausverkauf von Bitcoin könnte sich verschärfen, da bevorstehende Operationen des US-Finanzministeriums voraussichtlich etwa 150 Milliarden US-Dollar an Liquidität aus dem Finanzsystem abziehen werden.
„Meiner Erfahrung nach ist Bitcoin tendenziell ein besserer Liquiditätsindikator als die meisten anderen Instrumente. Wenn die Abrechnungen des Finanzministeriums die Liquidität belasten, könnte Bitcoin deutlich nach unten tendieren“, sagte Michael Kramer, Gründer und CEO von Mott Capital Management, einem eingetragenen Anlageberatungsunternehmen, in seiner neuesten Marktanalyse.
Das US-Finanzministerium gibt regelmäßig Anleihen und Wechsel aus, um Staatsausgaben zu finanzieren. Wenn das Finanzministerium neue Wertpapiere verkauft, erhält es Bargeld von Anlegern, das dann auf das Konto des Finanzministeriums bei der Federal Reserve überwiesen wird. Unter sonst gleichen Bedingungen entzieht dieser Prozess dem Bankensystem Liquidität und verringert die Menge an Bargeld, die für andere Investitionen zur Verfügung steht. Diese regelmäßigen Abrechnungen können zu vorübergehenden, aber erheblichen Liquiditätsabflüssen führen, insbesondere in Zeiten hoher Emissionstätigkeit.
Laut Kramer könnten die Finanzgeschäfte vom 28. Mai bis 5. Juni zu einem Liquiditätsabfluss von rund 150 Milliarden US-Dollar führen. Dazu gehört:
Die Abwicklung von Staatsanleihen in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar erfolgt am Donnerstag
Kuponabrechnungen in Höhe von 47 Milliarden US-Dollar am Freitag
68 Milliarden Dollar am Montag
16 Milliarden US-Dollar an T-Bill-Vergleichen am Dienstag
Eine weitere Einigung über einen Schatzwechsel am 4. Juni wird auf 5 bis 15 Milliarden US-Dollar geschätzt
Märkte, einschließlich Krypto, entwickeln sich tendenziell am besten, wenn reichlich Liquidität vorhanden ist. Wenn dem System Bargeld entzogen wird, auch nur vorübergehend, werden Anleger oft vorsichtiger, was die Nachfrage nach Risikoanlagen wie Bitcoin verringert.
Erste Anzeichen dieses Drucks sind bereits sichtbar. Bitcoin ist seit dem Erreichen von Höchstständen über 82.500 US-Dollar Anfang des Monats um etwa 11 % gefallen und wurde bei Redaktionsschluss bei etwa 73.000 US-Dollar gehandelt. Kramer weist darauf hin, dass der jüngste Zusammenbruch der wichtigen Unterstützung in der Nähe von 75.000 US-Dollar ein klares Signal dafür ist, dass sich die Liquiditätsbedingungen verschärfen.
Dies garantiert zwar keinen tieferen Rückgang, unterstreicht jedoch einen wichtigen Punkt, der in Kryptokreisen oft übersehen wird: Bitcoin wird nicht im luftleeren Raum gehandelt, und makroökonomische Kräfte wie die Aufnahme von Staatskrediten und die daraus resultierenden Cashflows können stillschweigend erheblichen Einfluss auf die Preise haben.
Für alltägliche Anleger ist die wichtigste Erkenntnis einfach. Manchmal ist der größte Treiber des Bitcoin-Preises nicht eine kryptospezifische Schlagzeile, sondern es sind makroökonomische Kräfte, die sich im Hintergrund bewegen.