Die Investmentfirma Wedbush bietet eine optimistische Prognose für die Zukunft von Oracle und verweist auf einen Anstieg der durch künstliche Intelligenz gesteuerten Cloud-Einführung

Inhaltsverzeichnis: Die Aktien von Oracle verzeichneten in der vorbörslichen Sitzung am Freitag einen Anstieg um 2 %, nachdem der Wedbush-Analyst Daniel Ives die Berichterstattung mit einer Outperform-Bezeichnung und einem Kursziel von 225 USD aufgenommen hatte. Oracle Corporation, ORCL Ives hat sich als aufmerksame Stimme in der Analyse des Technologiesektors etabliert, und seine Positionierung bei Oracle weckt erneutes Investoreninteresse an einem Namen, der im letzten Halbjahr um 37,4 % gefallen ist. Oracle wechselt derzeit bei rund 176,28 US-Dollar den Besitzer. Die Wedbush-Prognose deutet auf ein Aufwertungspotenzial von etwa 28 % gegenüber dem aktuellen Niveau hin. Die kollektive Einschätzung der Wall Street ist sogar noch optimistischer: Das Konsensziel liegt bei 244,89 US-Dollar. Die grundlegende These hinter Wedbushs Haltung ist eindeutig: Investoren schätzen die wahre Position von Oracle falsch ein. Laut Ives scheinen die aggressiven Infrastrukturinvestitionen von Oracle auf den ersten Blick zwar riskant, die überwiegende Mehrheit steht jedoch in direktem Zusammenhang mit gesicherten KI-Vereinbarungen – was eher auf eine nachfragegestützte Bereitstellung als auf einen spekulativen Ausbau hinweist. Im Mittelpunkt des optimistischen Ausblicks steht die Oracle Cloud Infrastructure, allgemein bekannt als OCI. Wedbush betont, dass die optimierte Netzwerkarchitektur von OCI bedeutende Vorteile für Anwendungen der künstlichen Intelligenz bietet und eine höhere Geschwindigkeit und geringere Latenz im Vergleich zu älteren Cloud-Plattformen ermöglicht. Dieser architektonische Vorteil wird bei groß angelegten KI-Modelltrainings von entscheidender Bedeutung, bei denen Recheneffizienz und Durchsatz sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Ergebnisse direkt beeinflussen. Gleichzeitig treibt Oracle seine „AI for Data“-Initiative voran, die sich auf das Oracle AI Database 26ai-Angebot konzentriert. Die Strategie konzentriert sich darauf, Unternehmen in die Lage zu versetzen, KI-Funktionen direkt in ihre proprietären Datenrepositorys zu integrieren – eine pragmatische Anwendung, die die weit verbreitete Einführung in Unternehmen beschleunigen könnte. Besonders auffällig sind die Multi-Cloud-Leistungskennzahlen. Oracle meldete im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 eine Steigerung des Multi-Cloud-Datenbankumsatzes um 531 % gegenüber dem Vorjahr. Dieses bemerkenswerte Wachstum ist auf die Strategie von Oracle zurückzuführen, seine Datenbanklösungen in konkurrierenden Cloud-Umgebungen bereitzustellen – einschließlich Amazon Web Services und Google Cloud. Anstatt direkt zu konkurrieren, positioniert sich Oracle als kritische Infrastruktur innerhalb konkurrierender Plattformen. Das Unternehmen hat kürzlich eine erweiterte Zusammenarbeit mit Google Cloud bekannt gegeben und den Oracle AI Database Agent für Gemini Enterprise eingeführt. Diese Integration ermöglicht Benutzern die Interaktion mit Oracle-Datenbanken über Konversationssprachenschnittstellen. Parallel dazu läuft auch eine AWS-Initiative, die sich auf die Stärkung der Cloud-Konnektivitätsfähigkeiten konzentriert. Diese strategischen Allianzen liefern den Kontext für die außergewöhnliche Multi-Cloud-Umsatzsteigerung. Oracle etabliert sich als unverzichtbare Infrastruktur, auf die sich selbst die Konkurrenz verlässt. Aus Wedbushs Perspektive entwickelt sich Oracle über seine alte Identität als Datenbankunternehmen hinaus und wird zu einem grundlegenden Bestandteil der KI-Infrastruktur. Ives behauptet, dass die aktuelle Aktienbewertung dieser Transformation nicht Rechnung getragen habe. Im letzten Zwölfmonatszeitraum erwirtschaftete Oracle einen Umsatz von 64,1 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 14,9 % entspricht. Das Unternehmen verfügt derzeit über eine Marktkapitalisierung von nahezu 507 Milliarden US-Dollar. Die breitere Analystengemeinschaft teilt diese konstruktive Sichtweise. Oracle verfügt über ein Konsensrating „Strong Buy“, das sich aus 27 „Buy“-Empfehlungen und sechs „Hold“-Ratings ergibt, die im letzten Dreimonatszeitraum abgegeben wurden. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten von 244,89 US-Dollar deutet auf eine potenzielle Wertsteigerung von etwa 39 % gegenüber dem aktuellen Handelsniveau hin.