Die Investmentgiganten Blackstone und Apollo stellen Anthropic ein riesiges Finanzierungspaket in Höhe von 36 Milliarden US-Dollar zur Verfügung, um seine Halbleiterambitionen voranzutreiben

Anthropic wird voraussichtlich einen privaten Kreditvertrag über 36 Milliarden US-Dollar unter der Führung von Blackstone und Apollo abschließen, um von Broadcom unterstützte Google-KI-Chips zu finanzieren – eine der größten Fremdfinanzierungen der Geschichte.
Die Private-Equity-Giganten Apollo Global Management und Blackstone arbeiten daran, rund 36 Milliarden US-Dollar an Fremdkapital zu syndizieren, um die nächste Welle der KI-Infrastruktur von Anthropic zu finanzieren. Dies könnte eine der größten privaten Kredittransaktionen aller Zeiten werden. Reuters berichtete, dass die Schulden dazu verwendet werden sollen, benutzerdefinierte Tensor-Prozessor-Chips von Google zu kaufen, die Anthropic dann leasen wird, während das Unternehmen versucht, die Rechenleistung für seinen Claude-Chatbot und verwandte Modelle zu skalieren.
Die Struktur ist geradlinig, aber aggressiv: Apollo und Blackstone laden weitere Investoren in den 36-Milliarden-Dollar-Deal ein und planen gleichzeitig, „erhebliche Teile“ der Schulden in ihren eigenen Büchern zu behalten, wie aus einem zusätzlichen Bericht von Bloomberg hervorgeht. Broadcom, das die TPUs von Google mitentwickelt, stoppt Zahlungen in den größten Tranchen und nutzt dabei effektiv seine Bilanz und seine bestehende Rolle im Chip-Stack von Google, um das Risiko der Finanzierung zu verringern. Investoren wurden gebeten, diese Woche Aufträge einzureichen. Der Abschluss der Transaktion wird voraussichtlich bereits nächste Woche erfolgen, obwohl sich die Bedingungen noch ändern könnten, wenn die Bücher fertiggestellt sind.
Riesige private Kreditwette auf KI-Rechner
Für Anthropic vertieft der Deal ein bereits weitläufiges Netz von Kapitalzusagen rund um die KI-Infrastruktur und erhöht die finanzielle Hebelwirkung zusätzlich zu früheren Beteiligungsvereinbarungen und langfristigen Kapazitätsverträgen mit Hyperscalern. Im April sicherte sich Anthropic durch eine erweiterte Partnerschaft mit Google und Broadcom den Zugriff auf rund 3,5 Gigawatt TPU-Rechenleistung. Die Bereitstellung soll ab 2027 im Rahmen einer umfassenderen 50-Milliarden-Dollar-Initiative für inländische Rechenkapazitäten in den USA skaliert werden. Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, dass es 6,5 Milliarden US-Dollar an neuen Mitteln bei einer Post-Money-Bewertung von 965 Milliarden US-Dollar eingeworben hat und damit OpenAI auf dem Papier überholt hat, da die Nachfrage nach seinen Claude-Modellen zunimmt.
Dieses Chip-Startup hat gerade 135 Millionen US-Dollar eingesammelt, mit der Wette, dass der größte Engpass der KI nicht die Rechenleistung ist, sondern der Speicher https://t.co/DtL2tewxO7
– TechCrunch (@TechCrunch) 29. Mai 2026
Die Umsatzrendite von Anthropic stieg kürzlich auf über 30 Milliarden US-Dollar pro Jahr und hat sich damit von etwa 9 Milliarden US-Dollar Ende 2025 mehr als verdreifacht, da der Anteil des Unternehmens am Markt für Unternehmens-APIs von 12 Prozent im Jahr 2023 auf 32 Prozent bis Mitte 2025 gestiegen ist, wie unsere Berichterstattung zeigt. Dieses Wachstum wurde teilweise durch die Integration von Claude durch große Finanz- und Industriekunden in Produktionsabläufe vorangetrieben, obwohl Regulierungsbehörden und Beamte aufkommende Risiken genau unter die Lupe nehmen: Im April beriefen Beamte des US-Finanzministeriums die CEOs großer Banken zu Cyberrisiken im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Claude-Mythos-Modell von Anthropic, nachdem interne Tests und ein Code-Leak gezeigt hatten, dass das Unternehmen in der Lage ist, „beispiellose“ Mengen an Software-Schwachstellen aufzudecken.
Die Rolle von Broadcom und der Chip-Versorgungsengpass
Die Entscheidung von Broadcom, Zahlungen für große Teile der Anthropic-Chipfinanzierung zu garantieren, unterstreicht, dass Anbieter von KI-Hardware beginnen, sich eher wie strukturierte Finanzkontrahenten denn wie bloße Anbieter zu verhalten. Das Halbleiterunternehmen steht bereits im Mittelpunkt der TPU-Roadmap von Google und wird voraussichtlich zukünftige Iterationen der Chips unterstützen, die Anthropic leasen wird, einschließlich Designs der nächsten Generation, die Google gemeinsam mit Partnern wie Marvell erforscht, um die Speicherbandbreite und die Modelleffizienz zu verbessern.
Die Blackstone Apollo-Transaktion ist nur das jüngste Zeichen dafür, dass Private Equity nicht die Absicht hat, bei der KI-Infrastruktur am Rande zu bleiben. Laut CNBC haben Anthropic und eine Gruppe, zu der Blackstone, Goldman Sachs, Apollo und Hellman & Friedman gehören, Anfang dieses Monats ein 1,5-Milliarden-Dollar-Projekt gestartet, das darauf abzielt, Claude in Portfoliounternehmen in verschiedenen Sektoren vom Gesundheitswesen bis zur Fertigung zu drängen. Auf den Kryptomärkten verstärkt dieser Schritt ein bekanntes Muster: Das Kapital konzentriert sich auf eine winzige Anzahl von KI-Plattformen, die bereits einen großen Teil der Cloud-, Chip- und Strombudgets verschlingen, während tokenisierte KI-Projekte in der Kette um Reste kämpfen.