Investoren strömen zu Hyliion, da sich die bahnbrechende KARNO-Technologie zu einem bahnbrechenden Energielieferanten für Hubs für künstliche Intelligenz entwickelt

Inhaltsverzeichnis Die Aktien von Hyliion Holdings (HYLN) beendeten die Sitzung am 4. Juni mit einem Plus von fast 18 %, legten dann im nachbörslichen Handel um weitere 12 % zu und erreichten mit 7,60 $ ein neues 52-Wochen-Hoch. Die Aktie ist nun innerhalb von sechs Wochen um mehr als 250 % gestiegen, wodurch die Marktkapitalisierung des Unternehmens erneut die Schwelle von 1 Milliarde US-Dollar überschritten hat. Hyliion Holdings Corp., HYLN Die treibende Kraft hinter dieser Rallye ist die Medienkampagne von CEO Thomas Healy, die HYLN als kritischen Infrastrukturanbieter für den Boom der künstlichen Intelligenz positioniert. „Der Engpass bei der KI-Einführung liegt heute nicht in der Verarbeitung von Chips, nicht in den Fachkräften, nicht in den Datensätzen – es ist die Energie“, sagte Healy in einem Interview mit Benzinga. Seine These ist einfach: Nvidia liefert die Rechenhardware, Vertiv kümmert sich um die Kühlung und die interne Stromverteilung – eine zuverlässige Stromerzeugung vor Ort bleibt jedoch eine ungelöste Herausforderung. Die KARNO-Technologie von Hyliion zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen. Das KARNO-System ist ein linearer Wärmegenerator, den Hyliion im August 2022 für 37 Millionen US-Dollar von GE Additive erworben hat. Die Technologie wird mit mehreren Brennstoffquellen betrieben, darunter Erdgas, Diesel, Wasserstoff und Propan, und ermöglicht so die Stromerzeugung vor Ort unabhängig von der Netzinfrastruktur. Im Gespräch mit FINTECH.TV erklärte Healy, dass sich das Energieparadigma für Rechenzentren weiterentwickelt. „Wir erleben einen Übergang zur Stromerzeugung vor Ort“, stellte er fest und betonte das Ziel, Strom schneller und wirtschaftlicher zu liefern als herkömmliche Netzanschlüsse. Während die Chance auf KI-Rechenzentren für Schlagzeilen sorgt, sichert sich Hyliion bereits konkrete Einnahmequellen durch Verteidigungsverträge. Das Unternehmen erfüllt derzeit Vereinbarungen mit dem Office of Naval Research der US-Marine im Wert von rund 20 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr sicherte sich Hyliion einen Navy-Auftrag über 1,5 Millionen US-Dollar, der sich auf die Entwicklung von Multi-Megawatt-Energieplattformen sowohl für Schiffsanwendungen als auch für stationäre militärische Anlagen konzentrierte. Das Management plant die Unterzeichnung zusätzlicher Militärverträge im Wert von 40 bis 50 Millionen US-Dollar im Laufe des Jahres 2026, wobei die Verhandlungen über mehrere Teilstreitkräfte laufen. Zur weiteren Bestätigung ihrer Verteidigungsqualitäten entschied sich die US-Marine für die USX-1 Defiant-Plattform von Hyliion, um die KARNO-Technologie an Bord unbemannter Seeschiffe vor Ort zu testen. Im kommerziellen Bereich hat Hyliion mit VFG Holdings eine unverbindliche Absichtserklärung zur Installation von bis zu 250 KARNO-Kernen – das entspricht etwa 50 Megawatt Erzeugungskapazität – im Laufe der nächsten fünf Jahre unterzeichnet. In Kombination mit anderen Vereinbarungen hat das Unternehmen im Rahmen unterzeichneter unverbindlicher Absichtserklärungen fast 750 KARNO-Kerne angehäuft, was auf der Grundlage der aktuellen Preisstrukturen einen Umsatz von etwa 400 Millionen US-Dollar generieren könnte. Das Unternehmen arbeitet an der vollständigen Kommerzialisierung der KARNO-Generatoren vor Ende 2026, wobei sich derzeit etwa zehn Early-Adopter-Installationen in der Entwicklung befinden. Über die KI-Infrastruktur und militärische Anwendungen hinaus birgt die KARNO-Technologie Potenzial für große Einzelhändler wie Walmart und Home Depot und erweitert den gesamten adressierbaren Markt erheblich. Der Umsatz im ersten Quartal 2026 erreichte 2,8 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von 460 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Umsatzprognosen für das Gesamtjahr belaufen sich auf etwa 10 Millionen US-Dollar. Die Aktie wird derzeit mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 235 gehandelt, mit einem GF-Score von 51 von 100. Das Unternehmen erhält 8/10 bei den Kennzahlen zur Finanzstärke, aber nur 1/10 bei den Kennzahlen zur Rentabilität. Insider-Aktivitäten im vergangenen Jahr zeigen eine Kauftransaktion, bei der im selben Zeitraum keine Verkäufe verzeichnet wurden.