Anleger wägen Chancen ab, da die Aktien des Cloud-Computing-Riesen in diesem Jahr um fast die Hälfte einbrechen

Inhaltsverzeichnis ServiceNow hat im Jahr 2026 erhebliche Turbulenzen erlebt. Die Aktien sind seit Januar um etwa 43 % gefallen und haben sich am Dienstag bei rund 88 US-Dollar eingependelt, da die weit verbreitete Angst vor Störungen durch künstliche Intelligenz die Unternehmenssoftwarebranche weiterhin unter Druck setzt. ServiceNow, Inc., NOW Brian Schwartz, Analyst bei Oppenheimer, senkte sein Kursziel für NOW von 175 auf 130 US-Dollar und wies auf komprimierte Bewertungskennzahlen im gesamten Softwaresektor hin. Trotz der Abwärtskorrektur behielt er seine Outperform-Empfehlung bei. Schwartz bleibt skeptisch gegenüber dem Narrativ, dass KI ServiceNow stören wird. Stattdessen glaubt er, dass das Unternehmen einer der bedeutendsten Gewinner der KI-Revolution in der Unternehmenssoftware sein könnte. Laut InvestingPro-Analyse liegt der innere Wert von NOW bei 130 US-Dollar, was darauf hindeutet, dass die Aktien auf dem aktuellen Preisniveau möglicherweise unter ihrem fundamentalen Wert gehandelt werden. Oppenheimer prognostiziert für das erste Quartal einen Umsatz von 3,74 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von etwa 21 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht, sowie einen Pro-forma-Gewinn von 0,96 US-Dollar pro Aktie. Schwartz wies darauf hin, dass seine Kanalüberprüfungen „ein gewisses Aufwärtspotenzial gegenüber den Konsensschätzungen“ nahelegten. Die Investmentfirma wies auf eine bemerkenswerte Schwäche im Bereich der Bundesregierung hin. Die Berechnungen von Oppenheimer zeigen, dass die Bundesverbindlichkeiten im ersten Quartal im Jahresvergleich um 72 % zurückgingen und sich auf etwa 48 Millionen US-Dollar beliefen – deutlich unter der saisonalen Dreijahresnorm von 99 Millionen US-Dollar. Zu diesem Rückgang trugen sowohl ein vorübergehender Regierungsstillstand als auch schwierige Vorjahresvergleiche bei. Die Schwäche stellt eine anhaltende Herausforderung für die aktuelle Kennzahl der verbleibenden Leistungsverpflichtungen (cRPO) von ServiceNow dar, die von Anlegern als Indikator für zukünftige Einnahmen genau beobachtet wird. Abgesehen von den bundesstaatlichen Gegenwinden zeigten die Rückmeldungen der Branche im Vergleich zum Vorquartal eine geringere Dynamik bei großen Transaktionen und eine allgemeine Schwäche im öffentlichen Sektor. Allerdings deuteten dieselben Branchenquellen darauf hin, dass „das Nutzungswachstum und die Expansionsaktivität für das KI-Geschäft von ServiceNow sich beschleunigen“, bemerkte Schwartz. ServiceNow weist eine beeindruckende Bruttogewinnmarge von 77,5 % auf und erwirtschaftete in den letzten zwölf Monaten einen freien Cashflow von 4,6 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen hat KI-Funktionen in seine gesamte Produktsuite integriert und Verbesserungen bei der Datenkonnektivität, der Workflow-Automatisierung und Sicherheitsfunktionen integriert – alles ohne zusätzliche Kosten für bestehende Kunden. Das Unternehmen führte außerdem die Context Engine ein, ein Framework, das die etablierte Dateninfrastruktur von ServiceNow nutzt, um die Entscheidungsprozesse von KI-Agenten zu steuern. Die Wall Street bleibt hinsichtlich der Aussichten geteilter Meinung. Bernstein behielt seine Outperform-Haltung bei. JMP Securities erhöhte die Aktie auf „Market Outperform“. Umgekehrt stufte UBS die Aktie von „Kaufen“ auf „Neutral“ herab und äußerte damit Skepsis hinsichtlich der KI-Wettbewerbsposition des Unternehmens. BTIG senkte sein Kursziel, behielt aber seine Kaufempfehlung bei. Schwartz räumte ein, dass Bedenken hinsichtlich der KI-Störung „ServiceNow nach den Gewinnen als ‚Show-me-Aktie‘ behalten könnten“. Da sich die Stimmung der Anleger jedoch pessimistischen Extremen nähert und die Aktien um 43 % gefallen sind, hält er das Risiko-Ertrags-Profil dennoch für attraktiv für Anleger mit längerem Anlagehorizont. Er geht davon aus, dass ServiceNow möglicherweise bis zum vierten Quartal 2026 als erstes Unternehmenssoftwareunternehmen einen historischen Meilenstein erreichen wird, der über 10 % des Gesamtumsatzes mit KI-bezogenen Produkten erwirtschaftet. Das Unternehmen veröffentlicht seine Quartalsergebnisse am 22. April.