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Iranische digitale Vermögenswerte im Wert von Hunderten Millionen Dollar wurden von den amerikanischen Finanzbehörden im Zuge einer umfassenden Razzia eingefroren.

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Iranische digitale Vermögenswerte im Wert von Hunderten Millionen Dollar wurden von den amerikanischen Finanzbehörden im Zuge einer umfassenden Razzia eingefroren.

Finanzminister Scott Bessent gab bekannt, dass die US-Regierung im Rahmen einer verschärften Sanktionskampagne, die die Regierung als „Operation Economic Fury“ bezeichnet, Kryptowährungsanlagen im Zusammenhang mit dem Iran im Wert von fast 500 Millionen US-Dollar beschlagnahmt hat. In Kombination mit einem separaten Tether-Einfrieren von etwa 344 Millionen US-Dollar in US-Dollar, die an iranische Geldbörsen gebunden sind, kommt die Zahl nahe an die von Bessent genannte Gesamtsumme von 1 Milliarde US-Dollar, obwohl die Berechnung eine großzügige Rundung erfordert.

Was tatsächlich passiert ist

Am 29. April 2026 gab Bessent die Beschlagnahme während eines Interviews mit Fox Business bekannt. Die knapp 500 Millionen US-Dollar an Krypto-Vermögenswerten wurden direkt vom Finanzministerium im Rahmen seiner maximalen Druckkampagne gegen den Iran beschlagnahmt.

Unabhängig davon hat Tether, der Emittent des weltweit größten Stablecoins nach Marktkapitalisierung, rund 344 Millionen US-Dollar an USDT eingefroren, die mit iranischen Wallets verbunden sind. Dieses Einfrieren ging der Ankündigung von Bessent voraus, was darauf hindeutet, dass die beiden Aktionen koordiniert, aber unterschiedlich waren.

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Hier ist die Sache mit der Schlagzeilenzahl von 1 Milliarde US-Dollar: Beamte, die an der Operation beteiligt waren, haben sich bei der Erörterung konkreter Beschlagnahmungen stets auf Zahlen zwischen 344 und 500 Millionen US-Dollar bezogen. Der Milliardenbetrag scheint sowohl die direkte Beschlagnahmung durch das Finanzministerium als auch das Einfrieren von Tether in einer einzigen, runderen und politisch praktischeren Zahl zu vereinen. Einige Beamte haben die Schätzung von 1 Milliarde US-Dollar als übertrieben bezeichnet.

Bessent stellte die Beschlagnahmungen als eine humanitäre Aktion dar und argumentierte, sie würden dem iranischen Volk zugute kommen, indem sie das Regime daran hindern, auf diese Gelder zuzugreifen und sie sich anzueignen.

Irans Krypto-Playbook

Iranische Unternehmen haben in der Vergangenheit alternative Netzwerke wie Tron und BNB Chain bevorzugt, um Geld außerhalb des traditionellen Finanzsystems zu bewegen. Diese Ketten bieten niedrigere Gebühren und in einigen Fällen eine weniger robuste Compliance-Infrastruktur als Ethereum, was sie für die Umgehung von Sanktionen attraktiv macht.

Besonders hervorzuheben ist die Wahl von Tron. Der $USDT von Tether zirkuliert stark im Tron-Netzwerk, das sich zu einer bevorzugten Schiene für grenzüberschreitende Überweisungen in Regionen entwickelt hat, in denen der Zugang zum Dollar-basierten Bankensystem eingeschränkt ist. Durch die Zusammenarbeit mit Tether beim Einfrieren von Wallets verwandelt das Finanzministerium den beliebtesten Stablecoin effektiv in ein Instrument zur Durchsetzung von Sanktionen.

Die Kampagne fügt sich in eine umfassendere Wiedereinführung der Höchstdrucksanktionen gegen den Iran ein, die im Laufe des Jahres 2025 und bis 2026 an Dynamik gewonnen hat.

Was das für Krypto-Investoren bedeutet

Die Zusammenarbeit von Tether mit dem Finanzministerium signalisiert, dass der größte Stablecoin-Emittent in der Praxis als Fortsetzung der US-Finanzsanktionspolitik fungiert. Jeder $USDT-Inhaber sollte verstehen, was das bedeutet: Tether kann und wird Token auf Antrag der Regierungsbehörden einfrieren. Das Einfrieren iranischer Mittel in Höhe von 344 Millionen US-Dollar ist das prominenteste Beispiel, aber es ist nicht das erste, und es wird sicherlich nicht das letzte sein.

Insbesondere für Tether mag die Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium den guten Willen bei den Aufsichtsbehörden erkaufen, wirft aber auch schwierigere Fragen zum Zentralisierungsrisiko und zur Rolle des Unternehmens als quasi-staatlicher Finanz-Gatekeeper auf.

Iranische digitale Vermögenswerte im Wert von Hunderten Millionen Dollar wurden von den amerikanischen Finanzbehörden im Zuge einer umfassenden Razzia eingefroren.