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Jamshid Ghomi wurde verhaftet, weil er angeblich US-amerikanische Technologieausrüstung in den Nuklear- und Militärsektor des Iran geschmuggelt haben soll

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Jamshid Ghomi wurde verhaftet, weil er angeblich US-amerikanische Technologieausrüstung in den Nuklear- und Militärsektor des Iran geschmuggelt haben soll

Ein amerikanisch-iranischer Doppelstaatsbürger wurde am 3. Juni in seinem Haus in Newport Coast, Kalifornien, festgenommen, nachdem Bundesanwälte ihn beschuldigt hatten, eine jahrzehntelange Operation zum Schmuggel amerikanischer Technologie in den iranischen Atom- und Militärapparat durchgeführt zu haben. Jamshid Ghomi, Gründer und CEO der in Teheran ansässigen Faraz Pardaz Rayaneh Co. Ltd. (FPR), wird wegen Verschwörung zum Verstoß gegen das International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) angeklagt, was eine Höchststrafe von 20 Jahren Gefängnis vorsieht.

Das Justizministerium behauptet, Ghomi habe zwischen 2014 und 2023 über 250 Tonnen Netzwerk-, Sicherheits- und Verschlüsselungsausrüstung US-amerikanischer Herkunft in den Iran verbracht. Zu den mutmaßlichen Empfängern gehörten die iranische Atomenergieorganisation und ihr Verteidigungsministerium.

Der Betrieb: eBay, PayPal und Dubai-Zwischenhändler

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verlief die Lieferkette von Ghomi über Verbraucherkanäle. Die Ausrüstung wurde angeblich über eBay und PayPal gekauft und dann über Zwischenhändler in den Vereinigten Arabischen Emiraten weitergeleitet, bevor sie den Iran erreichte.

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Berichten zufolge erwirtschaftete FPR einen Jahresumsatz von über 10 Millionen US-Dollar, indem es sowohl die iranische Regierung als auch Privatkunden mit verbotener amerikanischer Technologie belieferte. Die Operation begann angeblich bereits im Jahr 2009, das angeklagte Verhalten erstreckt sich jedoch von 2014 bis 2023.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat Ghomi durch die Operation illegale Einnahmen in Höhe von über 15 Millionen US-Dollar erzielt. Das Geld wurde angeblich auf US-Konten gewaschen und als ausländisches Erbe getarnt. Das Justizministerium beantragt nun die Einziehung von Ghomis 35-Millionen-Dollar-Villa in Newport Beach.

Warum die Durchsetzung des IEEPA gerade jetzt wichtig ist

Das International Emergency Economic Powers Act gibt dem Präsidenten umfassende Befugnisse zur Regulierung des Handels in nationalen Notfällen, einschließlich der Befugnis, Transaktionen zu blockieren und Vermögenswerte einzufrieren, die mit ausländischen Bedrohungen verbunden sind. Die Höchststrafe von 20 Jahren für Verschwörungsvorwürfe im Rahmen des IEEPA spiegelt wider, wie ernst die US-Regierung unerlaubte Technologietransfers in sanktionierte Länder nimmt.

Der Ghomi-Fall ist wegen seines Ausmaßes bemerkenswert. Der Transport von 250 Tonnen Ausrüstung deutet auf eine systematische, industrialisierte Lieferkette hin, die über Jahre hinweg funktioniert. Der Zeitraum der mutmaßlichen Aktivitäten reicht von 2009 bis 2023 und umfasst mehrere US-Regierungen und Phasen der Verschärfung der Sanktionsdurchsetzung.

Was das für die Technologie- und Compliance-Landschaft bedeutet

Die Nutzung von Verbraucherplattformen wie eBay und PayPal als angebliche Beschaffungskanäle legt nahe, dass sich die Durchsetzung von Sanktionen zunehmend nicht nur auf große Unternehmenstransaktionen, sondern auch auf Aktivitäten auf Marktplatzebene konzentriert. Beide Plattformen unterliegen Compliance-Verpflichtungen nach US-amerikanischem Recht.

Die Einziehungsklage in Höhe von 35 Millionen US-Dollar ist ein klares Zeichen für die Rückgewinnung von Vermögenswerten. Bundesanwälte verfolgen nicht nur strafrechtliche Sanktionen – sie verfolgen den materiellen Reichtum, der angeblich auf Sanktionsverstößen aufgebaut wurde.

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