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Der japanische Toilettenhersteller Toto steigert seinen Expansionsplan für KI-Chipkomponenten um 18 %

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Der japanische Toilettenhersteller Toto steigert seinen Expansionsplan für KI-Chipkomponenten um 18 %

Die Aktien von Toto stiegen am Freitag stark an, nachdem der japanische Toilettenhersteller Rekordjahresgewinne meldete und Pläne zur Ausweitung der Produktion von Halbleiterkomponenten bekannt gab, was die Marke Washlet zu einem der seltsamsten KI-Infrastrukturunternehmen auf den Weltmärkten machte.

Die Aktien stiegen um mehr als 18 % auf 6.425 Yen, nachdem Toto mitteilte, dass der Betriebsgewinn für das am 31. März endende Jahr auf 53,8 Milliarden Yen gestiegen sei, gegenüber 48,5 Milliarden Yen im Vorjahr. Der Nettoumsatz stieg von 724,5 Milliarden Yen auf 737,4 Milliarden Yen, wobei beide Zahlen trotz schwächerer Bedingungen in Teilen des Wohnungsausstattungsgeschäfts Rekordhöhen erreichten.

Angetrieben wurde die Rallye von Totos Hochleistungskeramiksparte, die elektrostatische Haltevorrichtungen für die Produktion von NAND-Speicherchips herstellt. Der Umsatz des Unternehmens stieg auf 67,4 Milliarden Yen, während der Betriebsgewinn auf 28,9 Milliarden Yen stieg, angetrieben durch die Nachfrage nach elektrostatischen Haltevorrichtungen und Keramikkomponenten für die Halbleiterfertigung.

Damit ist der Hersteller der bekanntesten Bidet-Toiletten Japans direkt Teil der KI-Lieferkette. Die Nachfrage nach NAND-Speicher ist mit der Erweiterung des Rechenzentrums gestiegen, was Anlegern eine weitere Möglichkeit bietet, auf den Ausbau der Rechenleistung zu setzen, ohne die üblichen Chipnamen zu kaufen. Toto sagte, es plane, die Investitionen in elektrostatische Spannfutter zu erhöhen, da es eine anhaltende Nachfrage von Rechenzentren und KI-bezogenen Anwendungen sehe.

Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2027 ein weiteres Jahr mit Rekordgewinnen, gestützt durch die Halbleiternachfrage und neue Investitionen in Chipkomponenten. Dieser Ausblick trug dazu bei, schwächere internationale Aktivitäten im Wohnungsbaubereich und Bedenken hinsichtlich seines Kerngeschäfts mit Toiletten- und Badezimmerarmaturen zu überschatten.

Die Marktreaktion zeigt, wie heiß der KI-Handel weiterhin ist. Investoren belohnen Unternehmen immer noch mit Engagements in Chips, Speicher, Rechenzentren und Recheninfrastruktur, auch wenn diese Unternehmen eher für Toiletten, Schuhe, Kosmetika oder Lebensmittelzutaten als für Halbleiter bekannt sind.

Ein noch extremeres Beispiel lieferte Allbirds Anfang des Monats. Das in Schwierigkeiten geratene Schuhunternehmen kündigte an, dass es sich auf die KI-Computing-Infrastruktur umstellen, in NewBird AI umbenennen, 50 Millionen US-Dollar durch eine Wandelfinanzierung aufbringen und die Mittel für den Kauf von GPUs verwenden werde.

Seine Aktien stiegen nach der Ankündigung um mehr als das Fünffache, obwohl das Unternehmen kürzlich seine Marken- und Schuhaktiva für 39 Millionen US-Dollar verkauft und seit seinem Nasdaq-Debüt im Jahr 2021 etwa 99 % seines Marktwerts verloren hatte.

Der Schritt von Allbirds löste Skepsis aus, da das Unternehmen nur wenige Details zu seiner KI-Strategie preisgab und über keine offensichtliche Betriebshistorie in der Cloud-Infrastruktur verfügte. Business Insider berichtete, dass mehrere Marktexperten den Pivot mit Rebrandings aus früheren Blasenzeiten verglichen, als sich Unternehmen an heiße Marktnarrative klammerten, um das Interesse der Anleger wiederzubeleben.

Totos Fall ist fundierter. Sein Hochleistungskeramikgeschäft verkauft bereits reale Komponenten für die Halbleiterfertigung, und seine Chip-Abteilung leistet mittlerweile einen wichtigen Gewinnbeitrag.

Der japanische Toilettenhersteller Toto steigert seinen Expansionsplan für KI-Chipkomponenten um 18 %