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JPMorgan geht davon aus, dass das CLARITY-Gesetz vor den Zwischenwahlen verabschiedet werden könnte

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cryptonewstrend.com
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JPMorgan geht davon aus, dass das CLARITY-Gesetz vor den Zwischenwahlen verabschiedet werden könnte

Wie aus einer aktuellen Analyse von JPMorgan Chase hervorgeht, naht ein entscheidender Moment bei der Suche nach umfassenden Kryptowährungsvorschriften in den Vereinigten Staaten. Die Verhandlungen rund um den CLARITY Act stehen kurz vor einem großen Durchbruch, da der Gesetzgeber die meisten umstrittenen Fragen gelöst hat, darunter das umstrittene Thema Stablecoin-Belohnungen und behördliche Aufsicht. Derzeit sind nur noch zwei oder drei offene Fragen offen, was eine erhebliche Reduzierung gegenüber den rund einem Dutzend Komplexitäten darstellt, die in der Anfangsphase der Verhandlungen bestanden.

Der CLARITY Act zielt darauf ab, einen klaren und umfassenden Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten zu schaffen, was für das Land ein Novum wäre. Eines der Hauptziele der vorgeschlagenen Gesetzgebung besteht darin, die Zuständigkeitsgrenzen zwischen den Bundesbehörden, die Kryptowährungsmärkte regeln, klar zu definieren und so die bestehende regulatorische Unklarheit zwischen der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission zu beseitigen. Darüber hinaus befasst sich das Rahmenwerk mit der regulatorischen Behandlung dezentraler Finanzprotokolle und Stablecoin-Emittenten innerhalb des breiteren Finanzökosystems.

Ein zentraler Streitpunkt war die Frage, ob es Stablecoin-Emittenten erlaubt sein sollte, Renditezahlungen an Token-Inhaber auszuschütten, wobei Bankinstitute Bedenken äußerten, dass solche Praktiken ohne angemessene regulatorische Schutzmaßnahmen systemische Risiken mit sich bringen könnten. Bei den jüngsten Kompromissvorschlägen zur Stablecoin-Rendite wurden jedoch erhebliche Fortschritte erzielt, und Senator Thom Tillis plant, in den kommenden Tagen einen Sprachentwurf zu dieser Komponente zu veröffentlichen. Laut JPMorgan könnte dieses aktualisierte Rahmenwerk parteiübergreifende Unterstützung sowohl von Kryptowährungsfirmen als auch von traditionellen Bankinstituten erhalten, was einen bedeutenden Durchbruch nach längeren Verhandlungen darstellt.

Trotz dieser Fortschritte stellen Terminbeschränkungen eine Herausforderung dar, da die Gesetzgebung noch nicht in der bestätigten Tagesordnung des Bankenausschusses des Senats für die Sitzung am 20. April enthalten ist. Der Fokus des Ausschusses liegt derzeit auf Kevin Warshs Bestätigungsverfahren durch die Federal Reserve, und obwohl Branchenbeobachter weiterhin optimistisch sind, dass der Ausschuss den Gesetzentwurf noch in bevorstehende Verfahren einbeziehen kann, wurde kein offizielles Datum für die Preiserhöhung bestätigt. Sollte der Ausschuss es versäumen, die Prüfung vor der Kongresspause am 21. Mai zu planen, würde es bei den Umsetzungsfristen zu weiteren Verzögerungen kommen, was das Gesetzgebungsfenster verkürzen würde, da die Zwischenwahlkampagnen im November 2026 intensiver werden.

Die Analyse von JPMorgan hebt die Ergebnisse der Zwischenwahlen als wichtige Variable hervor und stellt fest, dass die Kryptowährungsregulierung möglicherweise an gesetzgeberischer Priorität verlieren könnte, wenn die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus zurückgewinnen. Ein in der Bewertung zitierter Politikstratege stellte fest, dass Kompromisse notwendig seien, um gesetzgeberischen Erfolg zu erzielen, da „es keinen perfekten Gesetzentwurf gibt“. Unterdessen haben die Prognosemärkte von Polymarket der Verabschiedung des CLARITY Act im Jahr 2026 eine Wahrscheinlichkeit von 65 % zugeschrieben, was einer Steigerung von 11 Prozentpunkten gegenüber Anfang der Woche entspricht und die gestiegenen Markterwartungen hinsichtlich erfolgreicher Verhandlungen widerspiegelt. Der vollständige Gesetzestext ist derzeit noch unveröffentlicht.