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Kevin Warsh steht vor der Bestätigungsabstimmung des Senats für die Führung der Federal Reserve

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Kevin Warsh steht vor der Bestätigungsabstimmung des Senats für die Führung der Federal Reserve

Kevin Warsh hat den Bankenausschuss des Senats am 29. April 2026 mit 13 zu 11 Parteien freigesprochen und ist damit nur noch eine volle Senatsstimme davon entfernt, der nächste Vorsitzende der Federal Reserve zu werden. Sollte er bestätigt werden, wird er voraussichtlich bis zum 15. Mai die Zügel übernehmen und Jerome Powell ablösen, was dem folgenreichsten Führungswechsel in der Zentralbank seit Jahren gleichkommt.

Für Kryptomärkte handelt es sich dabei nicht nur um einen Personaltausch. Es ist eine philosophische Frage. Warsh hat Bitcoin als „neues Gold für unter 40-Jährige“ bezeichnet und Investitionen in mehr als 20 mit Kryptowährungen verbundene Unternehmen offengelegt. Das ist weit entfernt von Powells unabhängigem Ansatz für digitale Vermögenswerte.

Von der Nominierung bis zur Beinahe-Bestätigung

Präsident Trump nominierte Warsh am 4. März 2026. Der ehemalige Fed-Gouverneur, der während der Finanzkrise 2008 im Vorstand tätig war, hat sich in den darauffolgenden Jahren im privaten Sektor einen Ruf als geldpolitischer Falke mit überraschend warmen Gefühlen gegenüber der digitalen Finanzwelt aufgebaut.

Seine Anhörung zur Bestätigung des Senats am 21. April war das deutlichste Signal seiner Absichten. Warsh definierte digitale Vermögenswerte als Teil des US-Finanzsystems, eine Aussage, die langweilig klingt, bis man erkennt, dass kein amtierender oder neuer Fed-Vorsitzender sie jemals so formuliert hat.

Die Abstimmung im Ausschuss war eindeutig entlang der Parteilinien gespalten. Jeder Republikaner stimmte mit Ja, jeder Demokrat stimmte mit Nein. Dieser Vorsprung von 13 zu 11 bedeutet, dass die vollständige Bestätigung durch den Senat wahrscheinlich einem ähnlichen parteiischen Muster folgen wird, und angesichts der aktuellen republikanischen Mehrheit geht die Rechnung zu Warshs Gunsten aus.

Powell überstand seine erste Bestätigung im Jahr 2018 mit 84:13. Der knappe Vorsprung hier spiegelt echte Uneinigkeit über Warshs Ansatz wider.

Was seine Führung für die Geldpolitik bedeutet

Warsh hat sich lautstark für die Währungsdisziplin ausgesprochen. Er hat signalisiert, dass die Kontrolle des Preisdrucks für ihn oberste Priorität haben wird, was in der Fed-Sprache normalerweise höhere Zinsen für einen längeren Zeitraum bedeutet. Für Risikoanlagen, einschließlich Krypto, sind das traditionell schlechte Nachrichten. Knappes Geld bedeutet, dass weniger Liquidität auf der Suche nach Rendite herumschwappt.

Warshs persönliches Portfolio erzählt eine Geschichte, die seine politischen Reden nicht vollständig erfassen. Nachdem er Anteile an über 20 mit Kryptowährungen verbundenen Unternehmen offengelegt hat, hat er mehr Einfluss auf das Spiel als jemals zuvor ein Fed-Chef.

Analysten haben darauf hingewiesen, dass der vorgeschlagene CLARITY Act ein potenzieller Katalysator unter Warshs Führung sein könnte. Man geht davon aus, dass ein Fed-Vorsitzender, der Kryptowährungen als Teil des Finanzsystems betrachtet, in Kombination mit klareren gesetzlichen Rahmenbedingungen eine Welle institutionellen Kapitals auslösen könnte, die bisher am Rande gesessen hat.

Die Preisentwicklung von Bitcoin ist gemischt

Bitcoin fiel am 29. April, am selben Tag wie die Abstimmung im Ausschuss, auf 75.000 US-Dollar. Bis zum 10. Mai hatte sich der Wert bei rund 80.000 US-Dollar stabilisiert.

Die kurzfristigen Bitcoin-ETF-Abflüsse erreichten am 7. Mai 268 Millionen US-Dollar, was die vorsichtige Stimmung verstärkte.

Einige Analysten haben prognostiziert, dass Bitcoin bis Ende 2026 200.000 US-Dollar erreichen könnte, getrieben durch die Erwartung schnellerer Zinssenkungen unter Warshs Führung.

Was das für Anleger bedeutet

Der Wechsel von Powell zu Warsh stellt einen echten ideologischen Wandel in der Art und Weise dar, wie der oberste Beamte der Fed digitale Vermögenswerte betrachtet. Powell behandelte Krypto wie ein regulatorisches Problem, das es zu bewältigen gilt. Warsh behandelt es wie eine zu integrierende Finanzinnovation.

Warshs Engagement für Währungsdisziplin bedeutet, dass der Weg zu niedrigeren Zinssätzen möglicherweise nicht so reibungslos und schnell verläuft, wie die Krypto-Bullen hoffen. Bitcoin hatte in der Vergangenheit während aggressiver Straffungszyklen Probleme, und wenn Warsh ein Inflationsproblem erbt, das weitere Zinserhöhungen erfordert, könnte Krypto Gegenwind bekommen, bevor es Rückenwind bekommt.

Der kluge Schachzug besteht hier darin, zwei Dinge genau zu beobachten. Zunächst Warshs erste Grundsatzerklärungen nach seinem Amtsantritt: Wird er Zinssenkungen, -beibehaltungen oder -erhöhungen signalisieren? Zweitens jede Koordinierung zwischen der Fed und dem Kongress zu kryptospezifischen Gesetzen wie dem CLARITY Act.

Kevin Warsh steht vor der Bestätigungsabstimmung des Senats für die Führung der Federal Reserve