Kraken hat in 5 Monaten 6,7 Milliarden US-Dollar aus seiner Bewertung gestrichen

Während die Muttergesellschaft von Kraken, Payward, Inc., im April 2026 einen großen Segen erhielt, als sie sich eine große Investition von Deutschlands führender Börsenorganisation und Marktinfrastrukturanbieter sicherte, bedeutete die Vereinbarung auch einen erheblichen und schnellen Bewertungsabsturz. Konkret stimmte die Gruppe Deutsche Börse zu, 200 Millionen US-Dollar in die Kryptowährungsbörse zu investieren und gleichzeitig einen voll verwässerten Anteil von 1,5 % an dem Unternehmen zu erwerben, was laut einem Bloomberg-Bericht vom 14. April einer Gesamtbewertung von 13,3 Milliarden US-Dollar entspricht. Im November 2025 führte Kraken eine Spendenaktion durch, bei der der Wert auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde. Dies zeigt, dass das Unternehmen in nur fünf Monaten etwa 6,7 Milliarden US-Dollar eingebüßt hat, was einem Gesamtrückgang von 33,5 % entspricht. Die Vereinbarung zwischen der Gruppe Deutsche Börse und Payward dient gleichzeitig dazu, die etwas widersprüchliche Verfassung des Kryptowährungsmarktes zu Beginn des zweiten Quartals 2026 zu verdeutlichen. Tatsächlich ist das Vertrauen in digitale Assets nach wie vor relativ hoch, wobei Bitcoin (BTC) beispielsweise seinen jüngsten Kanal auf den Preis von 74.426 US-Dollar bei Redaktionsschluss durchbrechen konnte. Gleichzeitig wird allgemein erwartet, dass die USA bald umfassende Gesetze verabschieden werden, die die Bedingungen für Kryptowährungen im Land verbessern sollen. Auch große Finanzinstitute haben ihre Akzeptanz der Anlageklasse verstärkt und häufig optimistische Kursziele für den Rest des Jahres 2026 ausgegeben. Auf der anderen Seite stehen auch digitale Vermögenswerte seit den Höchstständen Ende 2025 unter Druck, und BTC wird selbst nach seiner jüngsten Rally etwa 41 % unter dem Allzeithoch (ATH) von etwa 125.000 US-Dollar gehandelt. Im vergangenen Jahr kam es auch zu einem starken Anstieg des Krypto-Betrugs, wobei das FBI berichtete, dass die Verluste auf die Rekordhöhe von 11,4 Milliarden US-Dollar gestiegen seien. Anderswo und trotz des starken impliziten Wertverlusts stellt die Investition von 200 US-Dollar einen wichtigen Vertrauensbeweis in Kraken dar, zu einer Zeit, in der die Kryptowährungsbörse auf unsichererem Boden steht als gewöhnlich. Konkret bestätigte das Unternehmen am Montag, 13. April, dass ihm ein Erpressungsversuch droht, nachdem sich eine kriminelle Gruppe Zugang zu Videos seiner internen Systeme mit gezeigten Kundendaten verschafft hatte. Kraken behauptete außerdem, dass nur eine kleine Datenmenge betroffen sei und dass das Problem auf bestimmte Personen innerhalb seines Supportpersonals zurückgeführt wurde. Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass es eng mit den Strafverfolgungsbehörden kooperiert und das Lösegeld nicht zahlen wird. Ausgewähltes Bild über Shutterstock