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Bahnbrechende Gesetzgebung zielt auf betrügerische digitale Operationen in einem südostasiatischen Land ab

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cryptonewstrend.com
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Bahnbrechende Gesetzgebung zielt auf betrügerische digitale Operationen in einem südostasiatischen Land ab

Inhaltsverzeichnis Das kambodschanische Gesetz zur Cyberkriminalität markiert einen Wendepunkt im Kampf des Landes gegen Online-Betrug. Das Parlament hat das Gesetz am Freitag, dem 3. April 2026, verabschiedet und ist damit das erste Gesetz, das speziell auf Betrugszentren abzielt. Diese Zentren haben internationale Opfer Milliarden von Dollar gekostet. Der Schritt folgt dem wachsenden weltweiten Druck auf südostasiatische Regierungen, gegen die illegalen Operationen in der gesamten Region vorzugehen. Das neue Gesetz sieht Gefängnisstrafen von zwei bis fünf Jahren für Personen vor, die wegen Online-Betrugs verurteilt werden. Für einzelne Straftäter können Geldstrafen von bis zu 125.000 US-Dollar verhängt werden. Betrügereien im Zusammenhang mit Banden oder Fälle, in denen mehrere Opfer beteiligt sind, werden mit höheren Strafen von bis zu 10 Jahren bestraft. Die Geldstrafen können in solchen Fällen bis zu 250.000 US-Dollar betragen. Justizminister Keut Rith bezeichnete das Gesetz als Instrument zur Stärkung der laufenden Durchsetzungsbemühungen. Er erklärte, das Gesetz ziele darauf ab, die im ganzen Land stattfindende „Reinigungsaktion“ zu verstärken. Er betonte auch, dass dadurch sichergestellt würde, dass die Zentren nach der Razzia nicht zurückkehren. Das Gesetz wird dem kambodschanischen König zur endgültigen Unterzeichnung vorgelegt, bevor es seine volle Wirkung entfaltet. Rith erläuterte in seinen Ausführungen gegenüber Reportern die Tragweite des Problems weiter. Er sagte, das Problem habe auch Auswirkungen auf die Wirtschaft, den Tourismus und die Investitionen in Kambodscha. Er beschrieb das Gesetz als „streng wie das Fischernetz, streng, um sicherzustellen, dass es in Kambodscha keine Online-Betrügereien mehr gibt.“ Diese Worte brachten die erklärte Absicht der Regierung zum Ausdruck, eine gründliche und dauerhafte Durchsetzungsbemühung zu verfolgen. Das Gesetz umfasst auch Strafen für Geldwäsche, die Datenerhebung über Opfer und die Anwerbung von Betrügern. Zuvor gab es in Kambodscha keine spezielle Gesetzgebung zur gezielten Bekämpfung von Betrugsdelikten. Die Behörden hatten sich auf Vorwürfe wie schweren Betrug und Anwerbung zur Ausbeutung gestützt. Diese neue Gesetzgebung schließt diese Rechtslücke direkt. Die Durchsetzungsmaßnahmen Kambodschas gingen in den letzten Monaten über die Gesetzgebung hinaus. Am Mittwoch lieferte die Regierung Li Xiong an China aus. Li Xiong war ehemaliger Leiter eines kambodschanischen Finanzkonglomerats, dem vorgeworfen wurde, Geld für kriminelle Organisationen gewaschen zu haben. Die Auslieferung spiegelt einen Trend wider, hochrangige Persönlichkeiten zur Rechenschaft zu ziehen. Im Januar wurde der chinesisch-kambodschanische Geschäftsmann Chen Zhi in Kambodscha festgenommen und ebenfalls an China ausgeliefert. Chen Zhi wurde beschuldigt, einen brutalen Online-Betrug und Geldwäsche betrieben zu haben. Seine Verhaftung markierte einen dramatischen Umschwung für eine einstmals prominente Wirtschaftspersönlichkeit. Der Fall machte international auf die Verbindungen Kambodschas zu transnationalen Kriminalitätsnetzwerken aufmerksam. Am Donnerstag verhängte Großbritannien Sanktionen gegen Betreiber des seiner Meinung nach größten Betrugskomplexes Kambodschas. Das Vereinigte Königreich hat auch einen Krypto-Marktplatz ins Visier genommen, der für den Handel mit gestohlenen persönlichen Daten genutzt wird. Großbritannien nannte es Teil eines schnell wachsenden Netzwerks von Betrugszentren in ganz Südostasien. Berichten zufolge werden die Arbeiter in diesen Lagern eingesperrt und zu Betrug gezwungen. Kambodschanische Beamte sagen, die aktuelle Kampagne sei umfassender als frühere Bemühungen. Hunderte Standorte werden geschlossen und hochrangige Persönlichkeiten festgenommen. Die Regierung hatte die Existenz dieser Verbindungen lange Zeit heruntergespielt. Diese Position hat sich nun deutlich geändert.