Gesetzgeber beider Parteien treffen sich, um vor wichtigen Gesetzesentscheidungen die Vorschriften für digitale Währungen zu diskutieren.

Der Bankenausschuss des Senats bereitet sich auf eine Ergänzung des Digital Asset Market Clarity Act am Donnerstag vor, einem Gesetzentwurf, der verspricht, Krypto endlich eine kohärente regulatorische Heimat in den USA zu geben. Doch vor der Abstimmung drängen sich Senatoren beider Parteien zusammen, um eine Frage zu klären, die dieses Gesetz von Anfang an verfolgt hat: Kann man die Regeln für eine Branche schreiben, wenn die Leute, die sie schreiben, möglicherweise auch davon profitieren?
Was der Gesetzentwurf eigentlich bewirkt
Der Digital Asset Market Clarity Act soll einen umfassenden Regulierungsrahmen für Krypto-Assets schaffen. Es würde klare Grenzen zwischen den von der SEC überwachten Token, den unter die CFTC fallenden Token und der Art und Weise festlegen, wie Unternehmen agieren können, ohne ständig darüber zu raten, welche Bundesbehörde anklopfen könnte.
Brian Armstrong, CEO von Coinbase, hat seine Unterstützung für die Gesetzgebung zum Ausdruck gebracht und argumentiert, sie könne das US-Finanzsystem verändern und die Art und Weise, wie Amerikaner mit Geld und Märkten interagieren, grundlegend verändern.
Über das Ethikproblem kann sich niemand einigen
Senatorin Elizabeth Warren hat sich als lautstärkste Kritikerin des Gesetzentwurfs herausgestellt, und ihre Einwände konzentrieren sich auf eine bestimmte Zahl: 1,4 Milliarden US-Dollar. Das ist der Betrag, den Präsident Trump und seine Familie ihrer Meinung nach von Krypto-Investitionen profitiert haben. Ihre Argumentation ist einfach. Ein Gesetzentwurf, der regulatorische Klarheit für digitale Vermögenswerte schafft, ohne Bestimmungen zur Vermeidung von Interessenkonflikten zwischen gewählten Amtsträgern aufzunehmen, ist bestenfalls unvollständig.
Public Citizen, die Verbraucherschutzgruppe, hat sich für ein völliges Verbot der Krypto-Unternehmungen gewählter Amtsträger eingesetzt. Sie vertreten den Standpunkt, dass die Verabschiedung von Marktstrukturgesetzen ohne ethische Maßnahmen im Wesentlichen ein System kodifizieren würde, in dem auch die Personen, die die Regeln festlegen, mitspielen können.
In jüngsten Verhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde versucht, eine Art Ethikrichtlinien festzulegen. Diese Gespräche scheiterten.
Der Aufschlag und was auf dem Spiel steht
Der Aufschlag für den Bankenausschuss des Senats ist für den 14. Mai 2026 geplant. Ein Aufschlag liegt vor, wenn Ausschussmitglieder einen Gesetzentwurf Zeile für Zeile durchgehen, Änderungen vorschlagen und darüber abstimmen, ob er an den gesamten Senat weitergeleitet werden soll.
Die wichtigsten zu beobachtenden Änderungen werden sich auf Bestimmungen zu Interessenkonflikten konzentrieren. Können Befürworter des Gesetzentwurfs Leitplanken akzeptieren, die Beamte daran hindern, persönlich von dem von ihnen geschaffenen Regulierungsrahmen zu profitieren? Und können Kritiker einen Gesetzentwurf akzeptieren, der die Branche voranbringt, auch wenn er nicht alle gewünschten Schutzmaßnahmen enthält?
Wie der Gesetzentwurf die Zuständigkeitsgrenzen zwischen der SEC und der CFTC festlegt, wird darüber entscheiden, welche Arten von Unternehmen in Zukunft strukturelle Vorteile haben, und dem Wettbewerb zwischen traditionellen Banken und krypto-nativen Unternehmen eine weitere Ebene hinzufügen.