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Studie zeigt, dass große Finanzinstitute erhebliche Anteile an digitalen Vermögenswerten haben

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Studie zeigt, dass große Finanzinstitute erhebliche Anteile an digitalen Vermögenswerten haben

Bitwise hat eine Rangliste traditioneller Banken mit dem umfassendsten Kryptowährungs-Exposure zusammengestellt, und die Namen an der Spitze lesen sich weniger wie eine Liste von Fintech-Disruptoren, sondern eher wie die Gästeliste einer Davos-Dinnerparty. BNY Mellon und JPMorgan Chase, zwei Institutionen, die gemeinsam das Gravitationszentrum des globalen Finanzwesens innehaben, sind in allen Kategorien führend, darunter Handel, Zahlungen, ETFs und Tokenisierung.

Die Schwergewichte und ihre Krypto-Fußabdrücke

BNY Mellon, die weltweit größte Depotbank mit einem verwalteten und verwalteten Vermögen von rund 59 Billionen US-Dollar, hat wohl die aggressivsten Schritte unternommen. Die Bank kündigte Pläne zur Einführung von Bitcoin-Verwahrungsdiensten in Abu Dhabi an, die am 7. Mai 2026 bekannt gegeben wurden. Bereits im Februar 2024 gab die Bank bekannt, dass sie digitale Währungen je nach Kundennachfrage halten, übertragen und ausgeben werde.

Das Kronjuwel in der Krypto-Geschichte von BNY Mellon könnte seine Rolle bei der Betreuung des iShares Bitcoin ETP, Ticker IB1T, sein. Dieses Produkt erreichte im vierten Quartal 2025 ein verwaltetes Vermögen von rund 100 Milliarden US-Dollar und ist damit das am schnellsten wachsende ETP in der Geschichte.

JPMorgan Chase hat unterdessen einen etwas anderen, aber ebenso ehrgeizigen Weg eingeschlagen. Die Bank hat über ihre Onyx-Abteilung eine Blockchain-Infrastruktur aufgebaut, die Tokenisierung traditioneller Vermögenswerte erforscht und einen der aktivsten institutionellen Handelsschalter für kryptobezogene Produkte an der Wall Street unterhalten.

Warum Banken von Skeptikern zu Bauunternehmern wurden

Als Spot-Bitcoin-ETFs in den USA auf den Markt kamen, entstand ein unmittelbarer Bedarf an einer institutionellen Verwahrungs- und Abwicklungsinfrastruktur. Der Krypto-ETP-Markt erlebte im Laufe des Jahres 2025 bedeutende Innovationen, darunter neue Absteckmechanismen und alternative Münzindex-ETPs, die allesamt traditionelle Finanzinstallationen erforderten, um zu funktionieren.

Die Expansion von BNY Mellon nach Abu Dhabi ist Sinnbild für ein umfassenderes geografisches Spiel. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich als einer der kryptofreundlichsten Regulierungsstandorte der Welt positioniert, und globale Banken bemühen sich darum, dort Fuß zu fassen.

Was das für Anleger bedeutet

Das Verwahrungsgeschäft von BNY Mellon generiert Gebühren, die auf den gehaltenen Vermögenswerten basieren. Wenn das iShares Bitcoin ETP auf 100 Milliarden US-Dollar anwächst, führt das direkt zu Depoteinnahmen.

Das Ranking von Bitwise weist auch auf Konzentrationsrisiken hin. Wenn die Institutionen mit dem größten Krypto-Engagement auch diejenigen sind, die als „too big to fail“ gelten, dann schafft die Integration von Krypto in das traditionelle Finanzwesen neue systemische Verbindungen, die die Regulierungsbehörden noch nicht vollständig erfasst haben. Ein schwerer Krypto-Abschwung würde nicht nur die Preise digitaler Vermögenswerte beeinträchtigen. Es würde sich auf die Verwahrungs-, Handels- und ETP-Geschäfte der größten Banken der Welt auswirken.

Studie zeigt, dass große Finanzinstitute erhebliche Anteile an digitalen Vermögenswerten haben