Marco Rubio sagt, dass die Verhandlungen über ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran Tage dauern könnten, da die Militärschläge andauern

Außenminister Marco Rubio sagte am 26. Mai, dass ein Abkommen mit dem Iran in „einigen Tagen“ zustande kommen könnte, ein Zeitrahmen, der schnell klingt, wenn man bedenkt, dass die USA am Tag zuvor den Süden Irans aktiv bombardiert haben.
Die Erklärung kam, als US-Streitkräfte am 25. Mai sogenannte Selbstverteidigungsangriffe gegen Raketenabschussplätze in der Nähe der Straße von Hormus durchführten. Auf dieser Wasserstraße werden etwa 20 % des weltweiten Ölhandels abgewickelt.
Was eigentlich auf dem Tisch liegt
Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht ein vorgeschlagener Waffenstillstand mit einer Dauer von 45 bis 60 Tagen. Dieses Zeitfenster würde als Bedenkzeit dienen, um zwei viel größere Probleme zu lösen: die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die Begrenzung der nuklearen Fähigkeiten Irans.
Das iranische Außenministerium räumte ein, dass bei den Gesprächen einige Fortschritte erzielt wurden, bezeichnete eine vollständige Einigung jedoch als „nicht unmittelbar bevorstehend“.
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Die aktuellen Spannungen gehen auf den März 2026 zurück, als eine Reihe amerikanischer und israelischer Militäraktionen auf iranische Einrichtungen abzielten. Diese Operationen eskalierten im Laufe des Frühjahrs, bevor Anfang April ein fragiler Waffenstillstand geschlossen wurde. Die Angriffe vom 25. Mai deuten darauf hin, dass der Waffenstillstand in etwa so gut hält, wie man es erwarten würde.
Rubio deutete an, dass Präsident Trump sich darauf konzentriere, günstige Konditionen zu sichern, statt überstürzt eine Einigung zu erzielen.
Die Märkte lesen die Teeblätter
Die Ölpreise fielen aufgrund neuer Hoffnungen auf eine Lösung, die die normale Schifffahrt durch die Straße von Hormus wiederherstellen könnte. Als Reaktion darauf stiegen die globalen Aktienindizes.
Während der jüngsten geopolitischen Unsicherheit schwankte Bitcoin zwischen 71.000 und 77.000 US-Dollar.
Warum Krypto-Investoren aufpassen sollten
Die Straße von Hormus, über die 20 % des weltweiten Ölhandels abgewickelt werden, bedeutet, dass sich jede Störung dort direkt auf die Inflationserwartungen auswirkt. Inflationserwartungen bestimmen die Politik der Zentralbanken. Die Politik der Zentralbank bestimmt die Liquiditätsbedingungen. Und die Liquiditätsbedingungen sind wohl der größte Makrofaktor, der darüber entscheidet, ob Krypto in einem bestimmten Quartal steigt oder fällt.
Die Spanne von 71.000 bis 77.000 US-Dollar, in der Bitcoin gehandelt wird, spiegelt diese Unsicherheit in Echtzeit wider.
Es stellt sich auch die Frage der Sanktionserleichterung. Jedes umfassende Abkommen mit dem Iran würde vermutlich Anpassungen des Sanktionsregimes beinhalten, das in der Vergangenheit einige iranische Wirtschaftsaktivitäten in Richtung Krypto-Schienen getrieben hat.
Das 45- bis 60-tägige Waffenstillstandsfenster würde, wenn es formalisiert wird, einen definierten Zeitraum mit reduziertem Extremrisiko schaffen. Aber die Kluft zwischen der Aussage Irans, ein Abkommen sei „nicht unmittelbar bevorstehend“, und Rubios Aussage „in ein paar Tagen“ ist die Art von Kommunikationsunterbrechung, die tendenziell zu Volatilität führt.