Der CEO von MicroStrategy verdeutlicht seine Haltung zur Entlastung von Krypto-Beständen und unterscheidet zwischen Absicht und Aktion

Michael Saylor, eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Welt der Kryptowährungen und bekannt als „Bitcoin-Maximalist“, machte kürzlich in einem Interview bahnbrechende Aussagen über die Bitcoin-Asset-Management-Strategie von MicroStrategy. Saylor erklärte, dass das Unternehmen mit dem neuen Finanzmodell nun seinen Fokus als „Nettokäufer“ aufrechterhalten und Bitcoin für betriebliche Zwecke verkaufen könne.
Saylor verdeutlichte den viralen Slogan „Verkaufen Sie niemals Ihre Bitcoin“ und erklärte, dass er eigentlich meinte: „Seien Sie niemals ein Nettoverkäufer.“ Saylor sagte: „Wenn wir einen Bitcoin verkaufen, bedeutet das, dass wir stattdessen zehn oder zwanzig kaufen. Wichtig ist, dass wir am Ende eines jeden Jahres mehr Bitcoin haben, als wir zu Beginn hatten.“
Entgegen der landläufigen Meinung ist diese Verkaufsentscheidung nicht auf eine Liquiditätskrise zurückzuführen, sondern auf institutionelles Wahrnehmungsmanagement. Saylor listete die Gründe, warum sie für den Verkauf von Bitcoin offen waren, wie folgt auf:
Um die Argumente einiger Kritiker und Leerverkäufer zu widerlegen, dass „MicroStrategy seine Bitcoins niemals verkaufen kann, daher sind diese Vermögenswerte wertlos“, erklärte Saylor, dass sie beweisen wollten, dass die 65 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten in der Bilanz „real und liquide“ seien.
Verwendung der Kapitalgewinne von Bitcoin zur Zahlung von Dividenden auf die vom Unternehmen ausgegebenen Kreditinstrumente vom Typ „Stretch“ (STRC).
Schutz der Finanzkraft des Unternehmens durch Nutzung des Bitcoin-Spotmarktes, des weltweit liquidesten Marktes, in Zeiten illiquider Aktienmärkte.
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Saylor verglich Bitcoin mit einem Immobilienentwicklungsmodell: „Man kauft ein Stück Land, entwickelt es, und wenn es an Wert gewinnt, wandelt man einen Teil dieses Wertes in Bargeld um und bezahlt den Investor. Was wir mit Bitcoin machen, ist genau das Gleiche.“ Saylor erinnerte daran, dass Bitcoin durchschnittlich jährlich um 30–40 % an Wert gewinnt, und argumentierte, dass mit nur einem kleinen Teil dieses Gewinns (2,3 %) alle Dividenden auf unbestimmte Zeit ausgezahlt werden könnten.
Als Reaktion auf die Behauptungen des bekannten Goldbefürworters und Bitcoin-Kritikers Peter Schiff, dass „MicroStrategy ein Schneeballsystem ist“, erklärte Saylor, dass MicroStrategy ein „Digital Treasury Company“ sei. Er erklärte, dass sie Bitcoin-basierte Kreditvehikel (STRCs) für Anleger schaffen, die sich vor der Volatilität von Bitcoin fürchten, und so Erträge aus digitalem Kapital generieren.
*Dies ist keine Anlageberatung.