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Das NEAR-Protokoll zielt mit neuen Produkten und Tokenomics-Verbesserungen auf den KI-gesteuerten Handel ab

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Das NEAR-Protokoll zielt mit neuen Produkten und Tokenomics-Verbesserungen auf den KI-gesteuerten Handel ab

Das $NEAR-Protokoll hat die letzten Monate damit verbracht, seine Marktpräsenz stillschweigend wieder aufzubauen. Die Layer-1-Blockchain, die sich seit dem Start des Mainnets vor über fünf Jahren mit ihrer Nightshade-Technologie für Sharded-Skalierbarkeit einsetzt, ist nun auf dem Weg, zur Standardschiene für KI-Agenten zu werden, die kettenübergreifenden Handel abwickeln.

Der Markt scheint die These zu kaufen. Der $NEAR-Token ist in den 90 Tagen bis Ende Mai 2026 um rund 115 % gestiegen, mit wöchentlichen Anstiegen von über 50 % und täglichen Handelsvolumina, die nach wichtigen Ankündigungen einen Höchststand von über 1 Milliarde US-Dollar erreichten.

Was sich tatsächlich geändert hat

Drei Dinge passierten relativ schnell hintereinander und jedes einzelne davon gab der Rallye zusätzlichen Treibstoff.

Erstens hat $NEAR im vierten Quartal 2025 sein Halbierungs-Upgrade abgeschlossen. Dadurch wurde die maximale jährliche Inflationsrate des Protokolls von 5 % auf 2,5 % gesenkt, eine bedeutende Verschiebung, wenn man bedenkt, dass das Token-Angebot nun vollständig freigeschaltet ist.

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Zweitens aktivierte das Protokoll den sogenannten Intents-Gebührenschalter. Dieser Mechanismus nutzt Protokolleinnahmen, die aus der Ausführung kettenübergreifender Absichten generiert werden, und leitet sie in $NEAR-Rückkäufe um. Die durch die wachsende Aktivität des Netzwerks generierten Einnahmen erzeugen nun einen anhaltenden Kaufdruck auf den Token, anstatt brachliegend in der Staatskasse zu liegen oder allein an Validatoren zu fließen.

Drittens führte $NEAR im Mai 2026 eine Reihe KI-fokussierter Produkte ein. $NEAR AI führte die automatische PII-Anonymisierung für KI-Eingabeaufforderungen ein, was bedeutet, dass persönlich identifizierbare Informationen gelöscht werden, bevor ein KI-Agent die Anfrage eines Benutzers verarbeitet, bevor sie jemals die Inferenzinfrastruktur berühren. Separat führte ein Produkt namens Trezu Confidential Treasuries ein, das es On-Chain-Unternehmen ermöglicht, Gelder mit Datenschutzgarantien zu verwalten. Das Protokoll arbeitete außerdem mit Venice und Brave zusammen, um seine Datenschutztools zu verbessern.

Jede dieser Ankündigungen löste starke mehrtägige Rallyes aus, wobei die einzelnen Anstiege zwischen 28 % und 50 % lagen.

Die KI-Agent-These

Illia Polosukhin, Mitbegründerin von $NEAR, hat das Protokoll als grundlegende Infrastruktur für die Abwicklung von KI-gesteuertem Handel und Ausführung charakterisiert. Die offizielle Botschaft basiert stark darauf, $NEAR als „Währung der Agenten“ und das Netzwerk als „einheitliche Handelsschicht“ zu brandmarken.

Es lohnt sich, den Teil zur kettenübergreifenden Absichtsausführung auszupacken. Anstatt von KI-Agenten zu verlangen, Token in bestimmten Ketten zu halten oder durch einzelne Bridge-Protokolle zu navigieren, können Agenten mit dem Absichtssystem von $NEAR ausdrücken, was sie erreichen möchten, und Löser können den optimalen Weg über Ketten hinweg herausfinden. Für einen KI-Agenten, der in einer Kette Rechenleistung kaufen, in einer anderen eine Zahlung abwickeln und in einer dritten Daten speichern muss, ist diese Art der Abstraktion wichtig.

Was als nächstes kommt und worauf Anleger achten sollten

Der nächste große Katalysator ist das Upgrade auf Version 2.13, das für Juni 2026 geplant ist. Diese Version führt zwei wichtige technische Funktionen ein: dynamisches Resharding und kryptografische Post-Quantum-Signatur.

Dynamisches Resharding bedeutet, dass das Netzwerk je nach Bedarf automatisch Shards hinzufügen oder entfernen kann, anstatt mit einer festen Shard-Anzahl zu arbeiten. Post-Quanten-Kryptographie ist eine zukunftsweisende Sicherheitsmaßnahme zum Schutz vor der theoretischen Gefahr, dass Quantencomputer gegen aktuelle Verschlüsselungsstandards verstoßen.

Die Tokenomics haben sich wirklich verbessert: Die halbierte Inflation plus aktive Rückkäufe über den Intents-Gebührenwechsel führen zu einer strukturell anderen Angebot-Nachfrage-Dynamik als vor einem Jahr.

Die aussagekräftigste Kennzahl, die man im nächsten Quartal im Auge behalten sollte, wird nicht der Preis sein. Es wird auf die Anzahl der aktiven KI-Agenten ankommen, die tatsächlich auf der Infrastruktur von $NEAR Transaktionen durchführen, und darauf, ob der Intents-Gebührenmechanismus genügend Volumen generiert, um Rückkäufe in großem Umfang sinnvoll und nicht symbolisch zu machen.