Die Aktie von NIO (NIO) stürzt um fast 5 % ab, nachdem die Lieferzahlen im April schwächer als erwartet ausfielen

Inhaltsverzeichnis Der chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen meldete im April Auslieferungen von 29.356 Einheiten und blieb damit hinter dem Wert des Vormonats von 35.486 zurück, übertraf jedoch die Gesamtzahl von 23.900 Fahrzeugen im April des Vorjahres – was einer jährlichen Steigerung von 22,8 % entspricht. NIO Inc., NIO Aufschlüsselung der April-Zahlen: Die Flaggschiffmarke NIO steuerte 19.024 Fahrzeuge bei, die familienorientierte Onvo-Linie fügte 5.352 Einheiten hinzu und die kompaktorientierte Marke Firefly lieferte 4.980 Fahrzeuge aus. Der bisherige Auslieferungsmeilenstein des Unternehmens erreichte bis Ende April 1.110.413 Fahrzeuge. Die NIO-Aktie gab während der Eröffnungssitzung am Freitag nach der Lieferankündigung um etwa 4,6 % nach. Die negative Reaktion des Marktes ist besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die Aktie mit beeindruckenden Gewinnen von 25 % im laufenden Jahr und 58 % in den letzten zwölf Monaten in den Handel ging. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen 372.855 Fahrzeuge ausgeliefert – ein deutlicher Anstieg von 54 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Erwartungen der Anleger waren eindeutig auf einem erhöhten Niveau positioniert. Li Auto meldete für April 34.085 Fahrzeugauslieferungen, was einen sequenziellen Rückgang gegenüber den 41.053 Einheiten im März darstellt, aber geringfügig über den 33.939 im April 2025 ausgelieferten Fahrzeugen liegt. Die Aktien des Unternehmens verzeichneten am Freitag einen leichten Anstieg von 0,7 %. Dennoch hat sich Li Auto schlechter entwickelt als seine Mitbewerber – es verzeichnete seit Jahresbeginn nur ein Wachstum von 5 %, während es im vergangenen Jahr einen Rückgang von 27 % verzeichnete. Die Gesamtauslieferungszahl des Unternehmens innerhalb von zwölf Monaten belief sich auf 408.767 Fahrzeuge, was einem Jahresrückgang von 22 % entspricht. XPeng erwies sich als einziger Lichtblick für sequentielles Wachstum. Das Unternehmen lieferte im April 31.011 Fahrzeuge aus und stieg damit von 27.415 Einheiten im März. Diese Zahl blieb jedoch hinter den 35.045 im April 2025 verzeichneten Auslieferungen zurück. XPeng-Aktien wurden am Freitag relativ flach gehandelt und bleiben im Jahresverlauf um 20 % im Minus. Zusammengenommen lieferten die drei Hersteller im April 94.452 Fahrzeuge aus – ein Rückgang gegenüber dem Gesamtwert von 103.954 im Vormonat und knapp 2 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die zugrunde liegende Erzählung deutet auf eine Verlangsamung des chinesischen Elektrofahrzeugsektors hin. Der Branchenführer BYD meldete im März 147.601 verkaufte rein elektrische Fahrzeuge – ein Rückgang von 11 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen von BYD für April sind derzeit noch unveröffentlicht. Ein wichtiges Detail: 40 % des März-Volumens von BYD bestanden aus Exporten, was darauf hindeutet, dass die Schwäche des Inlandsmarkts tiefer geht, als die Gesamtstatistiken zeigen. Der gesamte Neuwagenabsatz in China ging im ersten Quartal zurück. Batterieelektrische Fahrzeuge erobern derzeit etwa 30 % des Neuwagenmarktes des Landes. Wenn man Plug-in-Hybrid-Modelle mit einbezieht, erreichen elektrifizierte Fahrzeuge eine Marktdurchdringung von nahezu 50 %. Mit solch hohen Akzeptanzraten ist die Zeit der schnellen, mühelosen Expansion zu Ende. Der amerikanische Markt steht vor besonderen Herausforderungen. Der Steueranreiz des Bundes für Elektrofahrzeuge in Höhe von 7.500 US-Dollar ist im September ausgelaufen, wodurch sich die effektiven Kaufpreise für Verbraucher erhöht haben. Die Verkäufe von Elektrofahrzeugen in den USA gingen im ersten Quartal im Jahresvergleich um 27 % zurück, was etwa 6 % der gesamten Neufahrzeugtransaktionen ausmacht. Tesla-Aktien stiegen am Freitag um 0,3 %. Der S&P 500 stieg um 0,5 %, während der Dow Jones Industrial Average um 0,4 % zulegte. Zum 30. April 2026 belief sich die Gesamtauslieferungssumme von NIO auf Lebenszeit auf 1.110.413 Fahrzeuge.