Ottawa macht mit der neuesten Gesetzesentwicklung einen Schritt in Richtung eines überwachten Stablecoin-Marktes

Finance Canada hat bestätigt, dass Bill C-15 die königliche Zustimmung erhalten hat. Dies ebnet den Weg für einen föderalen Rahmen zur Regulierung von Stablecoins und bringt die Anlageklasse unter eine strengere Aufsicht der Bank of Canada.
Der Schritt markiert einen Wandel hin zur Behandlung von Stablecoins als Teil der Finanzinfrastruktur des Landes. Ziel der Regulierungsbehörden ist es, digitale Zahlungen zu unterstützen und gleichzeitig den Verbraucherschutz und die Finanzstabilität zu wahren.
Zentralbank soll Stablecoin-Emittenten überwachen
Im Rahmen des vorgeschlagenen Rahmenwerks müssen sich Emittenten von Fiat-gestützten Stablecoins bei der Bank of Canada registrieren und die laufenden Aufsichtsanforderungen erfüllen.
Der Rahmen gilt sowohl für inländische als auch für ausländische Emittenten, die in Kanada tätig sind, was darauf hindeutet, dass weit verbreitete ausländische Stablecoins ebenfalls in seinen Anwendungsbereich fallen könnten.
Dem Richtliniendokument zufolge wird die Zentralbank die Einhaltung überwachen. Gleichzeitig wird das Finanzministerium die Regulierungs- und Gesetzgebungsentwicklung leiten.
Strenge Reserve- und Rücknahmeregeln
Das Rahmenwerk führt klare Anforderungen dazu ein, wie Stablecoins gesichert und eingelöst werden müssen.
Emittenten müssen über eine vollständige 1:1-Reserve an Barmitteln oder hochwertigen liquiden Mitteln verfügen, die getrennt von den Unternehmensmitteln gehalten werden. Sie müssen Benutzern auch ermöglichen, Stablecoins zum Nennwert in die referenzierte Fiat-Währung einzulösen.
Diese Maßnahmen sollen die Stabilität gewährleisten und Risiken im Zusammenhang mit unterbesicherten oder undurchsichtigen Hinterlegungsstrukturen vorbeugen.
Grenzen für Ertrag und Vermarktung
Die Regeln sehen auch Einschränkungen hinsichtlich der Art und Weise vor, wie Stablecoins den Benutzern angeboten werden können.
Emittenten dürfen keine Zinsen oder Erträge auf ihre Bestände zahlen und müssen es vermeiden, Stablecoins als Bankeinlagen oder gesetzliches Zahlungsmittel darzustellen.
Sie müssen außerdem Governance-, Risikomanagement- und Datensicherheitsstandards einhalten und gleichzeitig die Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche einhalten.
Eine schrittweise Einführung bis 2027
Obwohl die Gesetzgebung inzwischen verabschiedet ist, wird die Umsetzung des Rahmenwerks einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Behörden gehen davon aus, dass die regulatorischen Entwicklungen und Konsultationen in den nächsten 12 bis 18 Monaten fortgesetzt werden, wobei die vollständige Umsetzung für 2027 angestrebt wird.
Dieser stufenweise Ansatz spiegelt die Bemühungen der Regierung wider, Innovation und Aufsicht in einem sich schnell entwickelnden Markt in Einklang zu bringen.
Teil eines globalen regulatorischen Wandels
Kanadas Rahmenwerk steht im Einklang mit umfassenderen internationalen Bemühungen zur Regulierung von Stablecoins und folgt den Entwicklungen in den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union.
Durch die Einführung einer Zentralbankaufsicht und standardisierter Anforderungen positioniert das Land Stablecoins als regulierte Finanzinstrumente und nicht als rein kryptonative Vermögenswerte.
Die Initiative zielt auch darauf ab, neue Zahlungsanwendungsfälle, einschließlich grenzüberschreitender Überweisungen, zu unterstützen und gleichzeitig sicherzustellen, dass Risiken für Verbraucher und das Finanzsystem eingedämmt werden.
Abschließende Zusammenfassung
Kanadas Stablecoin-Rahmenwerk unterwirft Emittenten der Aufsicht der Zentralbank und signalisiert einen Wandel hin zu einer regulierten digitalen Zahlungsinfrastruktur.
Der Schritt steht im Einklang mit den weltweiten Bemühungen zur Standardisierung der Stablecoin-Regeln, wobei die vollständige Umsetzung bis 2027 erwartet wird.