Pakistan hebt das siebenjährige Verbot auf und erlaubt Banken, Krypto-Anbieter zu bedienen

Die pakistanische Zentralbank hat alle Banken und Finanzinstitute im Land darüber informiert, dass das Verbot der Bereitstellung von Kryptodiensten aufgehoben wurde.
Nach den neuen Landesbankregeln ist es Banken jedoch verboten, Krypto-Assets mit eigenen Mitteln oder Kundeneinlagen zu investieren, zu handeln oder zu halten.
Der Schritt der State Bank of Pakistan folgt auf die jüngste Verabschiedung des Virtual Assets Act 2026, mit dem Pakistans Virtual Asset Regulatory Authority (PVARA) zur Lizenzierung, Regulierung und Überwachung des Sektors eingerichtet wird.
Die Zentralbank ersetzte ihr Krypto-Verbot aus dem Jahr 2018 durch neue Regeln, die es regulierten Banken und anderen Finanzinstituten ermöglichen, Konten für im Rahmen von PVARA zugelassene Krypto-Firmen zu eröffnen.
Im Rahmen des neuen staatlichen Bankenrahmens können Banken Dienstleistungen für Virtual Asset Service Providers (VASPs) erbringen, die nach dem neuen Kryptogesetz lizenziert sind, sowie für diejenigen, die eine Genehmigung beantragen, vorbehaltlich der strikten Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML), Know-Your-Customer (KYC) und anderen Vorschriften zur Terrorismusfinanzierung.
„Vorbehaltlich der strikten Einhaltung der hier dargelegten Bedingungen können SBP-regulierte Unternehmen (REs) Bankkonten von Unternehmen eröffnen, die von PVARA ordnungsgemäß als Virtual Asset Service Providers (VASPs) lizenziert sind“, sagte die State Bank of Pakistan.
Die Regeln der Zentralbank legen außerdem detaillierte Bedingungen für die Aufnahme von Kryptofirmen fest, darunter eine obligatorische Überprüfung der Lizenzen, eine verstärkte Due Diligence und eine laufende Überwachung aller ihrer Transaktionen.
Im Dezember unterzeichneten die pakistanische Regierung und Binance ein Memorandum of Understanding (MOU), das es der nach Handelsvolumen weltweit größten Krypto-Börse ermöglicht, die Tokenisierung von Anleihen, Schatzwechseln und Rohstoffreserven in Pakistan im Wert von bis zu 2 Milliarden US-Dollar zu prüfen.
Im selben Monat kündigte der Vorsitzende der pakistanischen Virtual Assets Regulatory Authority (VARA), Bilal Bin Saqib, in einem Videointerview mit CoinDesk die Pläne seines Landes an, die Einführung von Kryptowährungen zu beschleunigen, den Bitcoin-Mining zu nutzen und einen nationalen Stablecoin einzuführen.
Etwa 40 Millionen oder etwa 17 % der pakistanischen Bevölkerung seien am Kryptohandel beteiligt, teilte die Regierung im Februar mit. Gemessen an der Einzelhandelsaktivität ist das Land der drittgrößte Kryptomarkt, vor Ländern wie Deutschland und Japan.