Polymarket rechnet bis 2027 mit einer Chance von 13 % für ein US-amerikanisches Gesetz zur KI-Sicherheit

Wettende auf Polymarket setzen ihr Geld dort an, wo ihr Pessimismus ist. Der Prognosemarkt schätzt derzeit die Chance, dass ein Bundesgesetz zur KI-Sicherheit vor Ende 2027 in Kraft tritt, auf nur 13 %, wobei „Ja“-Aktien bei 13 Cent gehandelt werden.
Der Markt hat seit seiner Einführung am 12. November 2025 ein Handelsvolumen von rund 99.000 US-Dollar angezogen.
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Ein Muster gesetzgeberischer Untätigkeit
Dies ist nicht das erste Mal, dass Polymarket diese Wette veranstaltet. Eine frühere Version des Marktes, die sich auf die Verabschiedung eines Gesetzes zur KI-Sicherheit im Jahr 2025 konzentrierte, wurde mit einem eindeutigen „Nein“ entschieden. Die Aktien dieses Marktes wurden vor Börsenschluss am 20. Mai 2025 unter 1 % gehandelt.
Die Staaten warten nicht
Während die Bundesgesetzgeber beraten, füllen die Landesregierungen das Vakuum. Illinois hat am 29. Mai 2026 ein bahnbrechendes Gesetz zur KI-Sicherheit verabschiedet, SB 315. Die Gesetzgebung schreibt vor, dass KI-Entwickler Risikopläne erstellen und wartet derzeit auf die Genehmigung des Gouverneurs.
Am 20. März 2026 veröffentlichte die Trump-Regierung einen National Policy Framework for Artificial Intelligence. Der Rahmen empfahl gesetzgeberische Maßnahmen auf Bundesebene und warnte gleichzeitig ausdrücklich vor der Ausweitung der Regulierungslasten auf Landesebene.
Ein interessanter Kontrast ergibt sich aus einer verwandten Polymarket-Wette. Der Markt für ein KI-Rechenzentrumsmoratorium, das vor 2027 in Kraft tritt, wird bei etwa 93 % gehandelt, was bei den Händlern nahezu Gewissheit bedeutet. Die Divergenz ist auffällig: Wettende gehen davon aus, dass Washington bei Energie- und Infrastrukturbelangen im Zusammenhang mit KI weitaus bereitwilliger reagieren wird als bei umfassenden Sicherheitsstandards.