Ein Viertel der Belegschaft steht kurz vor der Veralterung: Können Sie erkennen, ob Ihr Job als nächstes auf der Abschussliste der KI steht?

Inhaltsverzeichnis Die Bank of America hat Ergebnisse veröffentlicht, die auf Untersuchungen der Internationalen Arbeitsorganisation basieren und darauf hinweisen, dass rund 838 Millionen Stellen weltweit generativen Technologien der künstlichen Intelligenz ausgesetzt sind. Dies entspricht etwa 25 % der weltweiten Arbeitskräfte. Die Analyse zeigt, dass jüngere Berufstätige, Arbeitnehmerinnen und Personen mit höheren Bildungsabschlüssen die höchste Gefährdungsstufe aufweisen. Industrienationen mit einkommensstarken Volkswirtschaften sind mit einer Expositionsrate von 33,5 % am stärksten betroffen. Umgekehrt verzeichnen Länder mit niedrigerem Einkommen nur eine Expositionszahl von 11 %. Laut dem Wirtschaftsteam der BofA verfügen wohlhabende Volkswirtschaften über eine hervorragende Ausgangslage, um von KI-gesteuerten Produktivitätssteigerungen zu profitieren. Ihre Analyse warnt jedoch davor, dass Unternehmen, die die Entwicklung der KI-Infrastruktur vorantreiben, wahrscheinlich überproportionale Vorteile aus diesen technologischen Fortschritten ziehen werden. Wirtschaftsforscher haben die Prognosen zur katastrophalen Arbeitslosigkeit in Frage gestellt. Sie beziehen sich auf historische Präzedenzfälle – von der industriellen Revolution bis zum digitalen Zeitalter – und zeigen, dass technologische Veränderungen nach anfänglichen Störungen typischerweise neue Beschäftigungskategorien hervorbringen. Untersuchungen von Goldman Sachs unterstützen diese Perspektive empirisch. Ihre Studie untersuchte über 20.000 amerikanische Arbeitnehmer, die in den 1950er bis 1980er Jahren geboren wurden, und zeigte, dass technologieverdrängte Arbeitnehmer echte finanzielle Schwierigkeiten erlebten – aber keine irreversiblen wirtschaftlichen Verwüstungen. Diese betroffenen Arbeitnehmer benötigten etwa einen weiteren Monat, um sich neue Arbeitsplätze zu sichern. Nach der Wiedereinstellung mussten sie einen Rückgang der Reallöhne um 3 % hinnehmen. Im darauffolgenden Zehnjahreszeitraum blieb ihr Einkommenswachstum fast 10 Prozentpunkte hinter dem der Kollegen zurück, die eine kontinuierliche Beschäftigung aufrechterhielten. Goldmans Analyse nannte dieses Phänomen „berufliche Herabstufung“ – einen Prozess, bei dem berufliche Fähigkeiten an Marktwert verlieren und Arbeitnehmer in weniger lukrative Positionen gezwungen werden. Im ersten Quartal 2026 haben 86 Technologiekonzerne mehr als 80.000 Stellen abgebaut. Diese Zahl stellt eine dramatische Steigerung gegenüber dem ersten Quartal 2025 dar, als 103 Unternehmen etwa 30.000 Stellen abbauten. Die Daten stellen den stärksten vierteljährlichen Rückgang seit drei Jahren dar. Meta gab im April bekannt, dass das Unternehmen beabsichtigt, seine Belegschaft im Mai um 10 % zu reduzieren. Microsoft verteilte interne Mitteilungen, in denen es etwa 7 % der Mitarbeiter freiwillige Austrittspakete vorschlug. Weitere Unternehmen, die 2026 Reduzierungen umsetzen, sind Spotify, Oracle und Quora. Zahlreiche Organisationen führen diese Kürzungen auf die Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz zurück. Statistiken vom März zeigten, dass KI als Hauptfaktor für den Beschäftigungsabbau in den USA genannt wird und 25 % aller Arbeitsplatzstreichungen ausmacht. Während eines BlackRock-Treffens im März schlug OpenAI-CEO Sam Altman vor, dass Unternehmen KI als Rechtfertigung für den Personalabbau nutzen. „Fast jede Organisation, die Entlassungen durchführt, führt sie auf KI zurück, unabhängig davon, ob KI tatsächlich in die Entscheidung einfließt“, erklärte Altman. Branchenbeobachter bezeichnen dieses Verhalten als „AI-Washing“. Der Venture-Investor Marc Andreessen identifizierte zwei alternative Erklärungen: historisch niedrige Zinssätze während der Pandemie und die daraus resultierende exzessive Einstellungspraxis. Seine Einschätzung geht davon aus, dass große Unternehmen einen Personalüberschuss von 25 bis 75 % aufweisen. Tim Sweeney, CEO von Epic Games, zeigte beim Abbau von über 1.000 Stellen ungewöhnliche Transparenz: „Diese Entlassungen haben keinen Zusammenhang mit KI.“ In der Analyse der Bank of America wurden keine konkreten Zeitrahmen dafür festgelegt, wann die Exposition gegenüber KI zu einer konkreten Arbeitsplatzverlagerung führen könnte. Entdecken Sie mit Expertenanalysen Aktien mit der besten Performance in den Bereichen KI, Krypto und Technologie.