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Nach Einschätzung von Consensys könnten regulatorische Maßnahmen gegen Stablecoin-Zinszahlungen Auswirkungen auf Branchenpartner haben

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Nach Einschätzung von Consensys könnten regulatorische Maßnahmen gegen Stablecoin-Zinszahlungen Auswirkungen auf Branchenpartner haben

Ein vom Office of the Comptroller of the Currency (OCC) vorgeschlagener Regulierungsrahmen könnte die Verteilung von Stablecoins erheblich stören, so die Warnungen von Consensys Software Inc. vom 1. Mai 2026. Die Bedenken des Unternehmens konzentrieren sich auf die mögliche Ausweitung der Ertragsbeschränkungen auf Drittpartner, die weitreichende Auswirkungen auf den Stablecoin-Markt haben könnte.

Im Mittelpunkt des Problems steht die Auslegung des Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins ($GENIUS) Act, der es Emittenten verbietet, Zinsen auf Stablecoin-Bestände anzubieten. Consensys argumentiert jedoch, dass die vom OCC vorgeschlagenen Regeln dieses Verbot zu weit ausdehnen und möglicherweise auch unabhängige Vertriebspartner umfassen, die Stablecoins mit einem Co-Branding oder White-Label versehen. Laut Bill Hughes, Senior Counsel und Director of Global Regulatory Matters, sollten diese Partner nicht als Emittenten betrachtet werden, da sie unabhängig agieren und lediglich kommerzielle Gebühren für ihre Dienstleistungen erhalten.

Darüber hinaus argumentiert Consensys, dass die vorgeschlagenen Regeln dezentrale Finanzaktivitäten (DeFi) falsch klassifizieren könnten, wie z. B. Kreditprotokolle, die Erträge durch Kreditnachfrage und nicht durch vom Emittenten gesteuerte Zinszahlungen generieren. Das Unternehmen betont, dass nicht verwahrte Wallets, die diese Transaktionen erleichtern, keine Benutzergelder speichern oder Renditen bestimmen und daher von ausstellerbasierten Beschränkungen ausgenommen sein sollten.

Die potenziellen Folgen dieser Regeln erstrecken sich auf die Emission mehrerer Marken, bei der die Beschränkung der Emittenten auf ein einziges Markenprodukt etablierte Vertriebskanäle untergraben könnte. Consensys empfiehlt alternative Maßnahmen wie Offenlegungspflichten und die Trennung von Rücklagen, um Risiken zu mindern, anstatt völlige Verbote zu verhängen. Die Bedenken des Unternehmens unterstreichen die Bedeutung regulatorischer Entscheidungen für die Gestaltung der Zukunft von Stablecoins, mit dem Potenzial, entweder den Marktzugang zu erweitern oder den Markt innerhalb einer kleineren Gruppe von Emittenten zu konsolidieren.

Die laufende Debatte über die Stablecoin-Regulierung beschränkt sich nicht nur auf den OCC-Vorschlag, auch der Digital Asset Market Clarity Act von 2025 (CLARITY Act) versucht, Lücken im $GENIUS Act zu schließen. Während das $GENIUS-Gesetz Emittenten daran hindert, Renditen anzubieten, richtet es sich nicht ausdrücklich an Drittvermittler, was Raum für Interpretationen lässt. Jüngste Entwicklungen, darunter ein Kompromiss vom Mai 2026, deuten auf eine Verlagerung hin zur Regulierung der Funktion statt zur Beseitigung von Anreizen hin, wobei zwischen passivem Ertrag und aktivitätsbasierter Belohnung unterschieden wird. Da sich die Regulierungslandschaft weiter weiterentwickelt, steht die Zukunft von Stablecoins auf dem Spiel, mit erheblichen Auswirkungen auf den breiteren Markt für digitale Vermögenswerte.

Nach Einschätzung von Consensys könnten regulatorische Maßnahmen gegen Stablecoin-Zinszahlungen Auswirkungen auf Branchenpartner haben