Renommierter Kryptograf stellt innovatives Bitcoin-Konzept vor und entfacht Spekulationen über seine mögliche Rolle bei der Gestaltung der Ursprünge der Kryptowährung

Da sich in der Welt der Kryptowährungen die Diskussionen über die potenzielle Bedrohung des Bitcoin-Netzwerks durch Quantencomputer intensivieren, hat ein neuer Ansatz, der kürzlich von Adam Back vorgeschlagen wurde, der angeblich auch Satoshi Nakamoto ist, Aufmerksamkeit erregt.
Back brachte innerhalb der Entwicklergemeinschaft eine andere Perspektive ein, indem er sich für optionale Upgrades anstelle eines obligatorischen Übergangs im Prozess der Quantenstabilität von Bitcoin einsetzte. In seiner Rede auf der Pariser Blockchain-Woche argumentierte Back, dass Änderungen am System kontrolliert und schrittweise umgesetzt werden sollten. „Vorbereitung ist von entscheidender Bedeutung; es ist viel sicherer, Änderungen kontrolliert umzusetzen, als in einer Krise überstürzt zu handeln“, sagte Back und betonte auch die Fähigkeit des Bitcoin-Netzwerks zur schnellen Koordinierung in Notfällen. Back erinnerte daran, dass zuvor entdeckte Sicherheitslücken innerhalb weniger Stunden behoben werden könnten, und erklärte, dass in kritischen Momenten schnell ein Konsens erzielt werden könne.
Backs Vorschlag unterscheidet sich erheblich von BIP-361, einer strengeren Version, die von Entwicklern entwickelt wurde. Dieser von Jameson Lopp und anderen Entwicklern entworfene Vorschlag wurde am 15. April aktualisiert und unter dem Titel „Post-Quantum Transition and Deprecation of Traditional Signatures“ in die Bitcoin-Codebasis integriert. Der Vorschlag sieht die schrittweise Deaktivierung von Adressen vor, die für Quantenangriffe über einen Zeitraum von fünf Jahren anfällig sind, und das Einfrieren von Vermögenswerten, die nicht übertragen werden (einschließlich Bitcoins, von denen angenommen wird, dass sie Satoshi Nakamoto gehören).
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Hinter diesen Diskussionen steht der rasante Fortschritt in der Quantencomputertechnologie. Eine kürzlich von Google Quantum AI veröffentlichte Studie hat ergeben, dass die Elliptische-Kurven-Kryptographie möglicherweise mit geringeren Hardwareanforderungen als bisher erwartet gebrochen werden kann. Den Untersuchungen zufolge könnte das Verschlüsselungssystem von Bitcoin mit etwa 20-mal weniger physischen Qubits als bisher angenommen entschlüsselbar werden.
Experten gehen davon aus, dass angesichts dieser Entwicklungen etwa 6,9 Millionen BTC dem Risiko von Quantenangriffen ausgesetzt sein könnten. Schätzungen zufolge stammen etwa 1,7 Millionen BTC dieses Betrags aus der Zeit von Satoshi Nakamoto. Andererseits hat BitMEX Research eine alternative Lösung angeboten. Gemäß diesem Vorschlag würde ein „Kanarienfonds“ geschaffen, der aus Vermögenswerten besteht, die anfällig für Quantenrisiken sind, und ein vollwertiger Einfriermechanismus würde nur dann aktiviert, wenn Überweisungen von Adressen innerhalb dieses Fonds erfolgen.
*Dies ist keine Anlageberatung.