Der CTO von Ripple verteidigt den XRP-Beitrag von 2017 – wurde er falsch verstanden?

Ein jahrelanger Kommentar ist wieder im Fokus und löst erneut eine Debatte aus. Der emeritierte Ripple-CTO David Schwartz antwortet auf Behauptungen, er habe die $XRP-Community in die Irre geführt. Die Kritik konzentriert sich auf einen Beitrag aus dem Jahr 2017, in dem er sagte, dass $XRP „nicht spottbillig sein kann“.
Der CTO von Ripple lehnt irreführende Behauptungen über $
– BSCN (@BSCNews) 27. April 2026
Einige Nutzer werteten dies als langfristiges Preissignal. Andere fragen sich nun, warum der Vermögenswert diese Erwartungen nicht erfüllt hat. Schwartz sagt jedoch, dass es in der Botschaft nie um den Preis ging. Es ging darum, wie Zahlungen funktionieren.
Was der Beitrag von 2017 tatsächlich sagte
Bereits 2017 erklärte David Schwartz, wie sich der Wert durch $XRP bewegt. Er verwendete ein einfaches Beispiel. Die Idee war einfach.
Es kann *nicht* spottbillig sein. Das ergibt keinen Sinn. Wenn $XRP 1 $ kostet, benötigen sie eine Million $XRP, was 1 Million $ kosten würde. Wenn $XRP eine Million Dollar kosten würde, bräuchten sie einen $XRP, der wiederum 1 Million Dollar kosten würde. 1/2
— David 'JoelKatz' Schwartz (@JoelKatz) 20. November 2017
Unabhängig vom Token-Preis bleibt der übertragene Gesamtwert gleich. Er fügte einen weiteren wichtigen Punkt hinzu. „Höhere Preise machen Zahlungen günstiger.“ Dies bezog sich auf die Liquidität. Wenn der Preis höher ist, werden weniger Token benötigt. Das verringert die Reibung bei großen Überweisungen. Damals galt der Beitrag als technische Erklärung. Doch im Laufe der Jahre bekam es für einige Inhaber eine andere Bedeutung.
Warum die Debatte jetzt zurückkam
Die Diskussion kam wieder auf, als Benutzer alte Aussagen noch einmal aufgriffen. Einige argumentierten, dass die Logik von 2017 ein starkes zukünftiges Preiswachstum impliziere. Andere fragten, ob die Nachricht falsche Erwartungen geweckt habe. Das führte zu direkter Kritik an David Schwartz. Als Reaktion darauf wehrte er sich deutlich. „Sie denken aus der Sicht eines $XRP-Inhabers darüber nach.“ Er erklärte, dass sich der ursprüngliche Kommentar auf Zahlungen und nicht auf Anlagerenditen konzentrierte. Aus der Sicht eines Benutzers ist der Preis für den Gewinn von Bedeutung. Aus Systemsicht ändert der Preis nur die Anzahl der verwendeten Token. Diese Unterscheidung steht im Mittelpunkt der aktuellen Debatte.
Zahlungslogik vs. Anlegererwartungen
Die Kluft zwischen diesen beiden Ansichten ist wichtig. Ripple hat $XRP als Überbrückungsvermögenswert für Zahlungen entwickelt. In dieser Rolle ist Effizienz wichtiger als Spekulation. Ein höherer Preis kann große Überweisungen reibungsloser gestalten. Aber es garantiert kein Preiswachstum. Schwartz betonte, dass seine Erklärung neutral sei. Es beschrieb, wie sich Systeme verhalten, nicht wie sich Märkte bewegen werden.
Er ging auch auf allgemeinere Bedenken hinsichtlich der Adoption ein. Auf die Frage, warum Banken $XRP verwenden würden, wenn Ripple davon profitiert, antwortete er: „Ja, das macht geschäftlich Sinn … aber wir wollen es nicht tun, weil es auch diesem anderen Unternehmen Geld einbringt.“ Der Kommentar hob einen grundlegenden Punkt hervor. Unternehmen handeln in der Regel nach Nutzen und nicht danach, wer sonst noch davon profitiert.
Größere Fragen rund um das Krypto-Dienstprogramm
Die Diskussion berührte auch die Konkurrenz durch Stablecoins. David Schwartz räumte ein, dass Stablecoins in manchen Fällen besser funktionieren können. Aber er zeigte Grenzen auf. Stablecoins sind von Emittenten abhängig. Sie können eingefroren werden. Sie sind an eine Währung gebunden. Im Gegensatz dazu können Kryptowährungen wie $XRP ohne diese Einschränkungen über Regionen hinweg bewegt werden. Das macht sie in bestimmten globalen Zahlungsszenarien nützlich. Dennoch hängt die Akzeptanz von der tatsächlichen Nachfrage ab, nicht von der Theorie. An diesem Punkt bleibt die Geschichte jedoch noch unvollendet. Jahre nach dem ursprünglichen Beitrag stellt sich immer noch dieselbe Frage. Nicht, was $XRP wert sein sollte, sondern wie viel von seinem beabsichtigten Verwendungszweck sich tatsächlich durchsetzen wird.