Durch einen Sicherheitsverstoß, an dem interne Akteure beteiligt waren, wurden die Daten von rund 2.000 Kunden kompromittiert, Kraken bestätigt jedoch, dass alle Vermögenswerte sicher geblieben sind.

Kraken, die in den USA ansässige Krypto-Börse mit mehr als 13 Millionen registrierten Nutzern, gibt an, nach zwei Insider-Vorfällen Ziel eines Erpressungsversuchs gewesen zu sein, besteht jedoch darauf, dass es zu keinem Verstoß gekommen ist und keine Kundengelder gefährdet wurden.
Laut einem Sicherheitsupdate, das Chief Security Officer Nick Percoco auf
Kraken sagte, der erste Vorfall sei im Februar 2025 ans Licht gekommen, nachdem das Unternehmen einen Hinweis auf ein in einem Kriminalforum gepostetes Video erhalten hatte, das offenbar den Zugriff auf Kundensupportsysteme zeigte.
Das Unternehmen sagte, es habe die betroffene Person als Mitglied des Support-Teams identifiziert, den Zugriff sofort widerrufen, die Angelegenheit untersucht, Sicherheitskontrollen hinzugefügt und betroffene Kunden benachrichtigt. Kürzlich sagte Kraken, es habe einen weiteren Hinweis und ein neues Video erhalten, das ähnliche Aktivitäten zeigt, was dazu führte, dass es ein zweites Support-Teammitglied identifizierte und auch den Zugriff dieser Person sperrte.
Kraken sagte, dass bei beiden Vorfällen potenziell etwa 2.000 Kundenkonten oder etwa 0,02 % seines Kundenstamms eingesehen wurden. Das Unternehmen sagte, der Zugriff sei auf Kundensupportdaten beschränkt gewesen und nur eine kleine Anzahl betroffener Kunden sei benachrichtigt worden.
Kurz nachdem der letzte Zugang unterbrochen wurde, sagte Kraken, er habe Erpressungsforderungen von derselben kriminellen Gruppe erhalten, die drohte, Material von beiden Vorfällen an die Medien und auf sozialen Plattformen zu verbreiten.
Die Börse sagte, sie habe mit Industriepartnern und Bundesstrafverfolgungsbehörden in mehreren Gerichtsbarkeiten zusammengearbeitet, um die ihrer Meinung nach umfassenderen Insider-Rekrutierungsbemühungen zu untersuchen, die auf Krypto-, Gaming- und Telekommunikationsunternehmen abzielen.
Kraken fügte hinzu, dass man davon ausgeht, genügend Informationen gesammelt zu haben, um die Identifizierung und Verhaftung der Verantwortlichen zu unterstützen, weigerte sich jedoch aufgrund der laufenden Ermittlungen, weitere Details preiszugeben.