Cryptonews

Aktien des Chipriesen steigen im Zuge des Regimewechsels auf ein Vierteljahrhunderthoch

Quelle
cryptonewstrend.com
Veröffentlicht
Aktien des Chipriesen steigen im Zuge des Regimewechsels auf ein Vierteljahrhunderthoch

In einer bemerkenswerten Wende des Schicksals hat Intel ein Comeback für die Ewigkeit hingelegt: Die Aktie stieg von einem Mehrjahrestief von 18 US-Dollar im Juni 2025 auf ein 25-Jahres-Hoch von 70,32 US-Dollar, angetrieben durch einen atemberaubenden Anstieg von 58 % in nur neun Handelssitzungen. Dieser dramatische Aufschwung hat eine heftige Debatte unter den Anlegern ausgelöst, die nun darüber nachdenken, ob der Aufwärtstrend des Chipherstellers seinen Höhepunkt erreicht hat oder ob weiteres Wachstum bevorsteht. An der Spitze dieser Transformation steht CEO Lip-Bu Tan, ein erfahrener Risikokapitalgeber mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz bei der Orchestrierung von Unternehmensumschwüngen, einschließlich einer unglaublichen Wertsteigerung von 3.200 % während seiner 12-jährigen Amtszeit bei Cadence Design Systems.

Seit Tan im März 2025 die Leitung von Intel übernommen hat, hat er eine Reihe mutiger Maßnahmen umgesetzt, darunter eine deutliche Reduzierung der Belegschaft um über 20.000 Mitarbeiter und eine Kürzung der Investitionsausgaben. Diese Bemühungen haben Früchte getragen: Der freie Cashflow des Unternehmens, der von 2022 bis 2025 insgesamt 44 Milliarden US-Dollar verloren hatte, drehte sich in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 endlich ins Positive. Darüber hinaus hat die Produktpalette von Intel erneut an Schwung gewonnen, unter anderem dank der Einführung seiner mobilen Prozessoren der Core Series 3, die den fortschrittlichen 18A-Herstellungsprozess nutzen, um KI-Arbeitslasten zu bewältigen und gleichzeitig die Akkulaufzeit von Consumer-Laptops zu verlängern.

Über seine Kostensenkungsinitiativen hinaus unternimmt Intel auch aggressive Vorstöße in den Bereich der künstlichen Intelligenz und hat strategische Partnerschaften mit Alphabet geschlossen, um seine KI-Fähigkeiten und seine Cloud-Computing-Infrastruktur zu verbessern. Darüber hinaus hat das Unternehmen mit Elon Musk am Halbleiterfertigungs-Joint-Venture „Terafab“ zusammengearbeitet, das SpaceX und Tesla vereint. Eine weitere bedeutende Entwicklung ist Intels Zusammenarbeit mit Nvidia, das im vergangenen September 5 Milliarden US-Dollar in das Unternehmen investierte, um spezialisierte x86-Serverprozessoren zu produzieren, die sich nahtlos in die Grafikprozessoreinheiten von Nvidia integrieren lassen. Laut Ben Reitzes, einem Analysten bei Melius Research, ist die Nachfrage nach x86-Server-CPUs sprunghaft angestiegen, was Intels Position in der KI-Infrastruktur effektiv verändert hat.

Der kometenhafte Aufstieg der Aktie hat jedoch die Bewertungskennzahlen auf ein noch nie dagewesenes Niveau angehoben, wobei das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Intel derzeit etwa beim 95-fachen des prognostizierten Gewinns liegt und damit das seiner Mitbewerber, darunter Nvidia, Taiwan Semiconductor, Broadcom und AMD, übertrifft. Darüber hinaus liegen die Bruttogewinnmargen des Unternehmens hinter denen seiner Wettbewerber zurück, wobei ein erheblicher Teil dieses Margennachteils auf die Fertigungskapazitäten zurückzuführen ist. Intel verlässt sich derzeit auf Taiwan Semiconductor, um etwa 30 % seiner Waferproduktion zu produzieren und gleichzeitig seine internen Fertigungskapazitäten zu erweitern. Da sich die Ausbeute seines hochmodernen Herstellungsprozesses verbessert, dürften die Rentabilitätsmargen ebenfalls steigen.

Mit Blick auf die Zukunft prognostiziert Analyst Reitzes, dass Intel bis 2029 einen Gewinn pro Aktie von 7 US-Dollar erwirtschaften könnte, was in Kombination mit einem Standardmultiplikator der Halbleiterindustrie von 22-fachen erwarteten Gewinnen einem theoretischen Kursziel von 150 US-Dollar entspricht. Trotz dieser optimistischen Aussichten bleibt die Stimmung an der Wall Street vorsichtig: Nur etwa jeder fünfte Analyst, der die Aktie verfolgt, behält seine Kaufempfehlung bei, was deutlich unter dem S&P 500-Durchschnitt liegt. Das Konsensziel liegt bei 51,25 US-Dollar und liegt damit deutlich unter dem aktuellen Handelsniveau. Unterdessen bauen institutionelle Anleger in aller Stille Positionen auf, wobei ZEGA Investments im vierten Quartal eine neue Beteiligung am Unternehmen gründete und Executive Vice President David Zinsner im Januar Aktien im Wert von rund 250.000 US-Dollar kaufte. Intel wird voraussichtlich am 23. April seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 bekannt geben, die weitere Einblicke in die Aussichten des Unternehmens geben werden.