Die südkoreanische Börse legt ihr Börsendebüt auf unbestimmte Zeit zurück und verweist auf die Notwendigkeit klarerer Branchenrichtlinien

Inhaltsverzeichnis Bithumb hat seinen Zeitplan für den Börsengang über das Jahr 2028 hinaus verschoben und auf seiner 12. Jahreshauptversammlung am 31. März in Seoul eine weitere Verzögerung bestätigt. Zuvor war erwartet worden, dass die südkoreanische Krypto-Börse im Jahr 2027 an die Börse gehen würde. CFO Jung Sang-kyun nannte die laufenden Arbeiten zur Stärkung der Rechnungslegungsrichtlinien und internen Kontrollen als Hauptgründe für den verlängerten Zeitplan. Ende letzten Jahres engagierte das Unternehmen Samjung KPMG als IPO-Beratungspartner. Laut Maeil Business News Korea unterzeichnete Bithumb eine IPO-Beratungsvereinbarung mit Samjung KPMG mit einer vorläufigen Frist für die Vorbereitungsarbeiten im Jahr 2027. Beamte stellten jedoch klar, dass die tatsächliche Börsennotierung nun nach 2028 erwartet wird. CFO Jung beschrieb den Prozess als die erste Börsennotierungsaktion der Branche, die eine gründliche interne Überprüfung erforderte. Er erklärte: „Wir arbeiten derzeit an Vorarbeiten zur Stärkung der Rechnungslegungsgrundsätze und internen Kontrollen.“ Südkoreas Digital Asset Framework Act ist ebenfalls ein wichtiger Faktor im überarbeiteten Zeitplan. Die Verabschiedung des Gesetzes wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres erfolgen. Bithumb beobachtet die regulatorischen Entwicklungen genau, bevor es sich auf einen festen Börsengang festlegt. Ein Vertreter des Unternehmens fügte hinzu: „Die eigentliche Notierung wird voraussichtlich nach 2028 erfolgen, und wir werden hart daran arbeiten, uns bis 2027 auf die Notierung vorzubereiten.“ Damit hat die Börse etwa zwei weitere Jahre Zeit, ihre internen Kontrollen an die Notierungsanforderungen anzupassen. Beamte sagten, sie planen, den Börsengang so zu planen, dass der Unternehmenswert maximiert wird, sobald die Bedingungen günstig sind. Die Verzögerung spiegelt eher ein vorsichtiges Vorgehen als einen Rückschlag in der Geschäftsentwicklung wider. Der Umsatz, das Betriebsergebnis und der Nettogewinn von Bithumb verbesserten sich im Jahr 2025 erheblich. CEO Lee Jae-won wurde auf derselben Aktionärsversammlung für eine zweijährige Amtszeit wiederernannt. Er bemerkte: „Letztes Jahr war ein Jahr, in dem wir uns trotz zunehmender Marktvolatilität auf die Verbesserung der Markenbekanntheit und die Modernisierung der Transaktionsinfrastruktur konzentrierten.“ Der Vorstand genehmigte außerdem den Inhouse-Direktor Hwang Seung-wook für eine weitere Amtszeit an seiner Seite. Darüber hinaus gaben die Aktionäre grünes Licht für den Vorschlag, die Obergrenze für die Ausgabe von Wandelanleihen von 150 Milliarden Won auf 300 Milliarden Won anzuheben. Trotz der Verzögerung des Börsengangs erzielte Bithumb für 2025 solide Finanzergebnisse. Der Umsatz erreichte rund 651,3 Milliarden Won, während der Betriebsgewinn bei rund 163,5 Milliarden Won lag. Der Nettogewinn belief sich in diesem Jahr auf rund 78 Milliarden Won. Die Bilanzsumme belief sich Ende 2025 auf etwa 3,3249 Billionen Won. Die Börse führte einen Teil ihres Wachstums auf den Wechsel ihrer Partnerbank von der NH Nonghyup Bank zur Kookmin Bank zurück. Dieser Übergang verbesserte die öffentliche Zugänglichkeit und steigerte den Marktanteil auf über 30 %. Die Zahl der neuen Abonnenten erreichte im gleichen Zeitraum 1,74 Millionen. CEO Lee fügte hinzu: „Auf Basis dieser stabilen Unternehmensführung werden wir auch in diesem Jahr weiter wachsen.“ Aktionäre äußerten während der Versammlung Bedenken hinsichtlich der Dividendenzahlungen. Einer fragte: „Der Konkurrent Dunamu zahlt Dividenden, aber Bithumb hat in der Vergangenheit nach einer einzigen Dividende nichts davon gehört.“ CEO Lee reagierte direkt auf die Bedenken und sagte: „Wir werden unser Bestes tun, um den Shareholder Value zu steigern und damit verbundene Themen wie Dividenden aktiv im Vorstand zu diskutieren.“ Er wies auch darauf hin, dass das Kapital im Laufe des Jahres 2025 in die Steigerung des Marktanteils und des Unternehmenswerts umgelenkt wurde. Die Börse führte diese Entscheidung auf den zunehmenden Marktwettbewerb im Laufe des Jahres zurück. Es tauchten auch Fragen zu einem Bitcoin-Fehlzahlungsvorfall und einer Geldstrafe der Financial Intelligence Unit in Höhe von 36 Milliarden Won auf. Lee Ju-hyun, Leiter der Strategieabteilung, sagte: „Wir überlegen, ob wir eine Verwaltungsklage einreichen, damit wir den Wert des Unternehmens durch ein ordnungsgemäßes Verfahren verteidigen können.“ Zur Konkurrenz durch die Fusion von Dunamu und Naver Financial erklärte CEO Lee: „Wir erwägen aktiv geschäftliche Kooperationen und M&A-Vorschläge mit verschiedenen Unternehmen, um wettbewerbsfähig zu sein.“ Er fügte hinzu, dass ein internes Benchmarking im Gange sei, um über die aktuelle Provisionseinnahmenstruktur der Börse von 97,69 % hinaus zu diversifizieren.